Killer-Mücke auf dem Vormarsch 

Gefährliche Tigermücke breitet sich in Deutschland unaufhaltsam aus

Mücke sitzt auf Arm
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Stechmücken sind vor allem im Sommer lästig.

Achtung, Tigermücke: Die exotischen Mücken sollen lebensbedrohlich sein und sich derzeit vor allem in den Regionen von Süddeutschland unaufhaltsam ausbreiten.

Deutschland – Die gefährliche Asiatische Tigermücke, die nur wenige Millimeter groß ist, bezeichnete Bill Gates schon vor 10 Jahren als: „Das tödlichste Tier der Welt“, wie die tz berichtet. Sie breitet sich rasant schnell aus und ist besonders in Süddeutschland stark vertreten. Was die Mücke so gefährlich macht, sind ernsthafte Erkrankungen, die sie überträgt, wie zum Beispiel das Denguefieber, Chikungunya- oder Zika-Virus.

StechmückeAsiatische Tigermücke
GattungAedes
FamilieStechmücken (Culicidae)

Tigermücken in Deutschland: „Tödlichstes Tier der Welt“ derzeit vermehrt im Süden festgestellt

Verantwortlich für die Ausbreitung der infektiösen Erreger sind wohl mehrere Faktoren, unter anderem aber die zunehmend günstigen klimatischen Bedingungen, in mehreren südeuropäischen Ländern, heißt es in der tz. Jedoch weist das RKI aber auch daraufhin, dass diese klimatischen Bedingungen in Deutschland wenig dafür geeignet sind, dass sich die Erreger dramatisch ausbreiten könnten. 

Ein bestimmtes Vorgehen bei der Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke hat man sich im Südwesten Deutschlands wohl schon überlegt. Es soll ein Monitoring der Organisation Kabs stattfinden, um bisher unbekannte Populationen zu entdecken. 

„Es werden Eiablage-Fallen an zufälligen Standorten aufgestellt. Bis September werden so Stechmücken-Eier abgesammelt und anschließend auf ihre Art bestimmt werden“, heißt es laut der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer. 

Video: Neuartige Mücke vermehrt in Deutschland - Überbringer neuartiger Krankheiten

Tigermücken in Deutschland bekämpfen: Tiere hierzulande laut Experten nicht mehr ausrottbar

Das passiert alle zwei Wochen, so soll sich dann die Anzahl der Mücken verringern. Zu der Organisation, gehören nun schon mehr als 90 Städte und Gemeinden im Südwesten, die die mühselige Bekämpfung der Mücke auf sich genommen haben. Aber ob man die Asiatische Tigermücke damit vollständig los wird?

„Die Asiatische Tigermücke, die Asiatische Buschmücke und die Aedes koreicus, auch Koreanische Buschmücke genannt, werden wir in Deutschland wohl nicht mehr ausrotten können“, konstatiert Doreen Werner, Biologin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) in Müncheberg (Brandenburg). (ws)