Thomas Cook: neue Betrugsmasche! Betrüger wollen an sensible Daten

Ein Flugzeug mit dem Schriftzug Thomas Cook. Foto: Marcel Kusch/dpa
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Ein Flugzeug mit dem Schriftzug Thomas Cook. Foto: Marcel Kusch/dpa

Thomas Cook warnt seine Kunden vor einer neuen Betrugsmasche. In E-Mails werden Kunden aufgefordert, sensible Daten anzugeben. Hier die Infos.

Thomas Cook warnt seine Kunden in Deutschland vor einer neuen Betrugsmasche. In E-Mails werden Kunden aufgefordert, sensible Daten anzugeben.

  • Betrüger geben sich als Thomas Cook aus, um per E-Mail an sensible Daten zu kommen.
  • Die Fluggesellschaft warnt vor der Betrugsmasche auf ihrer Webseite.
  • Eine Versicherung soll jetzt die Rückreise für die gestrandeten Urlauber bezahlen.

Thomas Cook warnt vor Betrügern

Die Insolvenz des Reiseveranstalters nehmen Betrüger jetzt als Vorwand, um an sensible Daten von geschädigten Kunden zu kommen.

Der Konzern warnt derzeit auf seiner Website, dass es eine neue E-Mail-Betrugsmasche geben soll. Es werden E-Mails versendet, die "als offizielle Nachricht von Thomas Cook deklariert" seien.

Betrüger möchten an Pass- und Kreditkartendaten

Die E-Mails haben oftmals den Betreff "Wichtig: Erstattung Ihrer Thomas Cook-Reise". Inhaltlich wird nach Pass- und Kreditkartendaten gefragt.

"Thomas Cook hat zu keiner Zeit E-Mails dieser Art an Kunden verschickt. Bitte ignorieren Sie diese Mails und löschen diese", heißt es in der Erklärung.

Versicherung soll die Kosten für die Rückreise von 600.000 Urlaubern tragen

Der britische Reisekonzern hatte am Montag (23. September) überraschend Insolvenz angemeldet, zwei Tage später (25. September) auch die deutsche Tochter Thomas Cook GmbH.

Davon direkt betroffen sind rund 600.000 Kunden, die zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung über den Veranstalter im Urlaub waren. Die Kosten der Rückreise wird voraussichtlich eine Versicherung übernehmen. Die Filiale von Thomas Cook-Reisen in der Thier Galerie änderte bereits ihren Namen.

Condor erhält staatlichen Kredit und darf weiter fliegen

Auch die deutsche Tochterfirma Condor leidet unter der Insolvenz der Muttergesellschaft. Ihr wurde aber ein staatlicher Überbrückungskredit gewährt.

So konnte zumindest der Flugbetrieb aufrecht erhalten werden. Das teilte die Fluggesellschaft nach Bekanntgabe der Insolvenz dem Fernsehsender RTL mit: "Ich kann sagen, dass der Flugbetrieb regulär weitergeführt wird. Wir setzen alles daran, dass das auch in den kommenden Tagen so sein wird."

Jedoch gibt es auch da eine Einschränkung. Aus rechtlichen Gründen darf Condor keine Fluggäste mehr zu den Urlaubszielen bringen, die bei den Veranstaltern Neckermann, Öger Tours, Air Martin und Bucher Reisen gebucht haben. Sie gehören ebenfalls zum Konzern und sind von der Insolvenz direkt betroffen.