Flauschiges Waschergebnis

Tennisbälle gehören in die Waschmaschine – Trick spart eine Menge Geld

Tennisbälle mit in die Waschmaschine zu geben, soll ein hilfreicher Lifehack für weichere Wäsche sein. Zudem spart es Geld. Doch es gibt ein Problem.

Dortmund – Tennisbälle in der Waschmaschine und/oder dem Trockner sorgen für besonders flauschige Wäsche. Durch die mit Filz überzogenen Bälle können außerdem Weichspüler und Waschmittel gespart werden. Es gibt aber auch Nachteile.

ThemaWäsche waschen
TrickTischtennisbälle in die Waschmaschine und/oder Trockner geben
VorteilFlauschige und weiche Wäsche
NachteilMikroplastik wird freigesetzt

Tischtennisbälle in die Waschmaschine geben: Was bringt das?

Tennisbälle sollen dafür sorgen, dass Materialien, die sonst in der Waschmaschine schnell zusammenkleben oder kratzig werden, weich und kuschelig bleiben. Das ist der Grund, wieso sie vor allem bei Daunenjacken, Kissen und Handtüchern zum Lifehack werden.

Das Paradebeispiel ist die Daunenjacke. Sobald die Federn in der Jacke mit Wasser durchtränkt werden, werden sie schwer und kleben zusammen. Wenn sich Verbraucher nicht genau an die Waschanleitung halten, kann es schnell passieren, dass die Federn sich beim Trocknen nicht mehr voneinander lösen. Das flauschige Gefühl der Jacke geht verloren und damit auch ihre Wärmedämmung.

Tischtennisbälle sorgen für weiche Wäsche: So funktioniert es

Das gilt ebenfalls für Kissen mit Daunen-, oder Federfüllung, die zusammenklebt und das Kissen unförmig werden lässt. Auch bei Handtüchern sind Tischtennisbälle praktisch. Denn Handtücher sollten grundsätzlich nicht mit Weichspüler gewaschen werden. Die im Weichspüler enthaltenen Tenside bilden einen Film auf der Faseroberfläche, der dafür sorgt, dass die Handtücher weniger Wasser aufnehmen können. Wer trotzdem nicht auf kuschelige Handtücher verzichten möchte, gibt zwei bis vier Tennisbälle mit in die Wäsche.

Und das funktioniert so: Die Wäsche wie gewohnt mit Flüssigwaschmittel oder speziellem Daunenwaschmittel in die Maschine geben. Jacken oder Mäntel sollten dabei auf Links gedreht werden. Weichspüler darf auf keinen Fall mit in die Maschine, weil der die Federn zusätzlich verklebt. Beim Waschgang sollte man sich an das halten, was das Etikett vorgibt.

Tennisbälle in der Waschmaschine: Mikroplastik gelangt ins Abwasser

Wie sorgen Tennisbälle für weiche Wäsche? Die Trommel wirbelt die Tennisbälle beim Waschgang durch die Maschine. Sie prallen von den Wänden ab und treffen so immer wieder auf die Kleidung und „schütteln sie auf“. So wird verhindert, dass die Federn in großer Zahl aneinander kleben bleiben und verklumpen.

Durch Tennisbälle kann mehr Mikroplastik ins Abwasser gelangen. Das sind winzige Partikel synthetischer Chemiefasern, die über den Abfluss in Flüsse und Seen gespült werden.

Wer umweltfreundlich Waschen möchte, sollte sich überlegen, ob er oder sie die Tennisbälle nur mit in den Trockner statt in die Waschmaschine gibt. Denn bei jedem Waschgang lösen sich synthetische Chemiefasern von der Kleidung - und auch von den Bällen. Durch die Tennisbälle gelangt also zusätzliches Mikroplastik in das Abwasser.

Mit einem eingebauten Filter oder einen Wäscheball kann das verhindert werden. Wer das nicht besitzt, kann auch im Trockner durch die Zugabe von Tennisbällen wieder Volumen in die Wäsche „schlagen“.

Vorteile beim Wäschewaschen mit Tennisbällen: Weichspüler und Waschmittel sparen

Gibt man die Tennisbälle mit in die Waschmaschine, sparen sie außerdem Waschmittel ein. Laut chip.de braucht man bis zur Hälfte weniger, da sich durch die Bälle der an der Wäsche haftende Schmutz einfacher lösen lässt. Auch Weichspüler braucht es wie bereits erwähnt nicht. Da viele Waschmittel Mikroplastik enthalten, ist das wiederum ein Pluspunkt der Tischtennisbälle gegenüber der Umwelt.

Das Ergebnis von diesem Waschmaschinen-Trick: Weiche Wäsche, die außerdem weniger faltig sein soll und schneller trocknet. Das kommt dadurch, dass Kleidung und Luft beim Wasch- bzw. Trockengang durch die Bewegung der Bälle gleichmäßiger in den Maschinen zirkulieren.

Nachteile beim Wäschewaschen mit Tennisbällen: Füllung kann sich verschieben

Neben den Bedenken zu Mikroplastik geht diese Waschmethode mit einem weiteren Nachteil einher. Es kann sein, dass sich die Füllung durch das Einwirken der Bälle an bestimmten Stellen in der Kleidung sammelt. Dann kann es nötig werden, diese im trockenen Zustand mit den Händen wieder gleichmäßig zu verteilen.

Um zu verhindern, dass die gelbe Farbe der Tennisbälle gegebenenfalls auf helle Jacken, Handtücher oder Kissen abfärbt, sollten die Bälle vorher in einem Topf mit Wasser gekocht werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch Bleichmittel gegen die meist neongelbe Farbe der Bälle einsetzten, oder aber direkt weiße Bälle kaufen.

Rubriklistenbild: © Oliver Hardt/Imago; Michael Gstettenbauer/Imago; Collage: RUHR24

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