Vorsicht geboten

„Telecom“-Schreiben sorgt für Verwirrung: Verbraucher nicht machtlos

Einige Verbraucher erhalten Briefe der Telecom. Diese sorgen deutschlandweit für Verwirrung.

Dortmund – Die 1N Telecom GmbH aus Düsseldorf sorgt durch ihr Schreiben für Aufregung und Ärger. Einige Personen haben persönlich adressierte Werbepost in ihrem Briefkasten vorgefunden. Der Anbieter wirbt darin für seinen DSL-Tarif. Doch Kunden sollten vorsichtig sein.

Name des Unternehmens1N Telecom GmbH
UnternehmenTelekommunikationsanbieter
StandortDüsseldorf

„Telecom“-Schreiben irritiert viele Kunden: Post enthält persönliche Informationen der Verbraucher

Die ungefragte Marktbeeinflussung ist allerdings kein Einzelfall. Auch per Telefon bekommen einige Menschen regelmäßig verbotene Werbung, allerdings meistens für Versicherungen oder Zeitschriften.

Das Schreiben der 1N Telecom GmbH enthält laut der Verbraucherzentrale NRW private Informationen der Nutzer. Dabei sind die Briefe nicht nur persönlich adressiert, sie enthalten zusätzlich die Nummer des aktuellen Festnetzanschlusses der Empfänger.

„Telecom“-Schreiben mit Verwechslungsgefahr: Kunden über Datenherkunft verwirrt

Zu dem Brief wurde außerdem ein Formular beigelegt, in dem die IBAN-Nummer und eine Unterschrift hinzufügt werden soll, um den Auftrag für das Internet- und Telefon-Paket abzuschließen. Dadurch würde gleichzeitig der bestehende Vertrag beim bisherigen Anbieter gekündigt werden (mehr Service-Themen auf RUHR24).

Die Mitnahme der Rufnummer soll ebenfalls automatisch erfolgen. Die Adressaten sind aber verwirrt, da viele Fragen unbeantwortet bleiben. Einige Betroffene hätten das Unternehmen beinahe mit der Deutschen Telekom verwechselt. Andere wiederum wundern sich, wo die Informationen überhaupt eingeholt wurden.

„Telecom“-Schreiben sorgt für Ärger: Unklar, wie das Unternehmen an persönlichen Informationen kommt

Doch wie die 1N Telecom GmbH an die Daten der Empfänger gelangen konnte, ist bislang unklar. Die betroffenen Personen sollen zuvor weder Kontakt zu dem Unternehmen aufgenommen, noch mit Mitarbeitern gesprochen haben.

In der Regel ist der Brief unzulässig, solange in der Vergangenheit keine Vertragsbeziehung mit dem Anbieter zustande gekommen ist. Die unerwünschte Post und das Einholen persönlicher Daten müssen sich Empfänger trotzdem nicht gefallen lassen. Dagegen vorzugehen, ist ganz einfach.

„Telecom“-Schreiben: Was betroffene Kunden gegen die unerwünschte Werbepost unternehmen können

Um der Werbepost ein Ende zu bereiten, haben Kunden mehrere Möglichkeiten. Unternehmen sind dazu verpflichtet, die Daten für Werbezwecke zu sperren, wenn dies gewünscht wird. Betroffene können dieses Recht in Anspruch nehmen. Außerdem können sie Auskunft darüber verlangen, woher die Daten stammen. Unternehmen sind in der Regel dazu verpflichtet, dies kund zu tun.

Ein Schreiben verwirrt viele Verbraucher.

Darüber hinaus kann sowohl bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde als auch beim NRW-Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Beschwerde eingereicht werden. Zusätzlich können sich Verbraucher in die Robinson-Liste vom Deutschen Dialogmarketing Verband eintragen lassen. Unternehmen, die dem DDV angeschlossen sind, erhalten dann die Nachricht, dass keine Werbung per Post gewünscht wird.

Rubriklistenbild: © Silas Stein/DPA; Collage: RUHR24