Kampf der Discounter

Tedi plant Verwandlung und Attacke auf Kik mit ganz neuer Produktsparte

Deko-Artikel, Bürozubehör oder alles für den Haushalt: Dafür ist Tedi eigentlich bekannt. Der Non-Food-Discounter will bald aber Kik Konkurrenz machen.

Dortmund – Wer häufiger bei Tedi einkaufen geht, kennt wahrscheinlich das bunt zusammengewürfelte Sortiment aus Schreibwaren, Deko-Artikeln oder Tierbedarf. Der Non-Food-Discounter möchte seine Auswahl demnächst sogar erweitern – und startet damit einen direkten Angriff auf den Konkurrenten Kik.

UnternehmenTedi
Gründung2004
HauptsitzDortmund, NRW

Tedi will bald auch Kleidung verkaufen – stärkere Konkurrenz für Kik

Dass die Einführung von Kleidung bei Tedi kein Zufall ist, beweist schon die Historie der beiden Unternehmen. Denn ursprünglich waren Kik und Tedi Schwesterfirmen, deren geschäftliche Beziehung allerdings vor etwa eineinhalb Jahren gekappt wurden.

Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) berichtet, ist der Tedi der Zukunft zwar nicht als reiner Textil-Discounter geplant. Dennoch soll zukünftig deutlich mehr Kleidung in den Geschäften zu finden sein. Bisher war diese eher ein sogenanntes Randgeschäft für den Non-Food-Discounter. Winter-Accessoires oder Bikinis waren schon vorher bei Tedi erhältlich. Demnächst sollen aber Basics verkauft werden, teilweise seien diese sogar schon in die Filialen eingezogen.

Dass der Markt zwischen Non-Food-Discountern hart umkämpft ist, ist nichts Neues. So kündigte das niederländische Unternehmen Action an, in Deutschland rund 50 weitere Filialen eröffnen zu wollen. Der Discounter verkauft unter anderem Artikel aus den Bereichen Haushalt, Drogerie und Textilien – und ist damit eine große Konkurrenz für Tedi und Kik.

Tedi stellt sein Sortiment um – und nähert sich damit Konkurrent Kik an

Tedi geht bei seinem Angriff sogar noch weiter. Laut LZ soll das Unternehmen mit Markus Möschter einen Einkäufer und Spezialisten für Herrenbekleidung eingestellt haben, der vorher bei Kik beschäftigt war. Bisher gibt es dazu allerdings kein Statement des Discounters, Kik hat bisher nur den Abgang Möschters aus dem Unternehmen bestätigt (mehr Discounter-News bei RUHR24 lesen).

Tedi will bald mehr Kleidung verkaufen.

Auch, wie genau das Sortiment sich entwickeln könnte, gibt Tedi gegenüber dem Branchenblatt Lebensmittel Zeitung nicht preis. Der Non-Food-Discounter verrät lediglich, dass er das Sortiment „attraktiver gestalten und dadurch neue Kundschaft gewinnen“ wolle. Wie das konkret aussehen soll, müssen Kunden in den nächsten Wochen und Monaten offenbar selbst herausfinden.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago; Andreas Haas/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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