Spritpreise teuer wie nie

Spar-Tipp fürs Tanken: Fast jeder Autofahrer macht teure Fehler

Die Spritpreise steigen immer weiter. Einfache Tipps können Autofahrern jetzt helfen, beim Tanken zumindest etwas zu sparen.

Dortmund – Aktuell liegt der durchschnittliche Preis für einen Liter Super bei etwa 2,24 Euro – für Diesel sogar bei 2,35 Euro. So hoch waren die Benzinpreise in Deutschland noch nie. Umso wichtiger ist es daher, Sprit zu sparen und Fehler beim Tanken zu vermeiden, damit die Tankrechnung einigermaßen bezahlbar bleibt. Hier kommen ein paar Tipps.

Aktuelle SpritpreiseSuper E10 und Diesel erstmals über 2 Euro pro Liter
Ursache für teure SpritpreiseUkraine-Krieg und teures Rohöl
Mögliche LösungMehrwertsteuer auf Kraftstoffe senken

Hohe Spritpreise: Wie Autofahrer jetzt beim Tanken Geld sparen können

Autofahren wird derzeit immer mehr zum Luxus. Der Krieg in der Ukraine (alle Entwicklungen dazu im Live-Ticker bei RUHR24) sorgt unter anderem dafür, dass der Sprit massive Preissprünge nach oben macht und sogar Diesel aktuell teurer ist als Benzin. Für eine Tankfüllung werden je nach Auto um die 100 Euro oder sogar noch deutlich mehr fällig.

Wer Geld sparen will und in der Großstadt wohnt, greift auf das Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr zurück. Aber was tun, wenn es keine Alternative zum Auto gibt? Dann sollten Autofahrer darauf achten, beim Fahren nicht allzu viel Sprit zu verbrauchen.

Mit einfachen Tricks kann man bis zu 30 Prozent an Kraftstoff einsparen. Aber Achtung, es gibt auch einige Fehler beim Autofahren, die sich beim Tanken im Geldbeutel bemerkbar machen, wenn man sie nicht beachtet.

Geld sparen trotz hoher Spritpreise: Preise für Diesel und Super in einer App vergleichen

Preise vergleichen: Um herauszufinden, welche Tankstelle die günstigsten Preise für Sprit anbietet, lohnt sich ein Vergleichsportal. Mittlerweile gibt es viele entsprechende Apps oder Websites im Internet.

Die Spritpreise steigen immer weiter - der Frust bei den Autofahrern auch. Wie kann man noch Geld sparen?

Tankstellen passen ihre Spritpreise heutzutage im Tagesverlauf zig mal an, wobei der Kraftstoff in den Morgenstunden und im Feierabendverkehr am teuersten ist. Deshalb ist es überhaupt nicht egal, zu welcher Uhrzeit man tankt.

Spar-Tipp beim Tanken: Autofahrer sollten auf teure Kraftstoffsorten verzichten

Keine teuren Kraftstoffsorten tanken: Ihr tankt gerne Super Plus, weil ihr glaubt, dass euer Auto dadurch schneller wird? Aktuell solltet ihr darauf besser verzichten, denn Super Plus ist deutlich teurer als Super 95. Dazu kommt, dass viele Motoren die vermeintlichen Leistungsvorteile durch Super Plus gar nicht erbringen können.

Wer noch günstiger als Super 95 tanken möchte, kann auch auf E10 zurückgreifen, allerdings sollte man hier vorab checken, ob der Motor des Autos für die Verwendung des Kraftstoffs überhaupt zugelassen ist. Bei neuen Autos ist E10 oft kein Problem – bei älteren Karossen hingegen schon.

Teurer Sprit in Deutschland: Tanken an der Autobahn kommt Autofahrern besonders teuer zu stehen

Nicht an der Autobahn tanken: Wer eine längere Strecke vor sich hat, sollte vor der Fahrt unbedingt checken, ob er noch genug Sprit im Tank hat. Denn Tanken ist an der Autobahn mit Abstand am teuersten!

Wenn das aus Zeitgründen nicht klappt oder man unterwegs doch mal länger fahren muss als gedacht und der Sprit ausgeht, kann sich der Weg von der Autobahn runter trotzdem lohnen. Meist befinden sich weitere Tankstellen in der Nähe von Abfahrten, sodass man nur ein paar Minuten fahren muss, um zu tanken. Und das Beste: Der Umweg bringt eine Ersparnis von bis zu 26 Cent pro Liter.

Tanken: Viele Autofahrer machen teure Fehler – und die fressen Sprit

Doch nicht nur die Wahl der Tankstelle, die Uhrzeit und die Kraftstoffsorte machen einen Unterschied im Geldbeutel. Auch einige Fehler beim Autofahren selbst wirken sich aus. Wenn Autofahrer die Fehler vermeiden, können sie ordentlich Sprit und somit auch Geld sparen, berichtet echo24*.

So sollte der Motor erst eingeschaltet werden, wenn die Sitze und Spiegel richtig eingestellt sind und alle Insassen sich angeschnallt haben. Was simpel klingt, machen doch einige Autofahrer ganz automatisch falsch. Doch dadurch kann immerhin eine geringe Menge Sprit gespart werden, was sich am Ende in Summe doch auszahlt.

Um Sprit zu sparen, sollte man den Motor erst anmachen, wenn alles sitzt.

Sprit und Geld sparen: Autofahrer sollten teure Fehler beim Fahren vermeiden

Dann geht es direkt weiter – sobald der Motor läuft, sollte es direkt losgehen. Es ist nicht nötig, den Motor des Autos „warmlaufen“ zu lassen. Wie der ADAC in einem Test feststellte, hat das „Warmlaufenlassen“ tatsächlich sogar den Effekt, den Spritverbrauch unnötig steigen zu lassen. Das gilt auch für den Leerlauf (mehr zu Auto und Verkehr bei RUHR24).

Wer ein Auto hat, das sich an der Ampel oder am Bahnübergang im Leerlauf nicht automatisch abschaltet, sollte das dringend tun. Ab einem Leerlauf von 20 Sekunden ist es laut Allianz Direct sinnvoll, den Zündschlüssel zu drehen. Denn auch wenn das Fahrzeug nicht fährt, verbraucht es etwa 0,5 bis 1 Liter Kraftstoff pro Stunde. Inzwischen gibt es jedoch viele Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik, die manuelles Eingreifen überflüssig machen.

Kurzstrecken vermeiden: 500 Meter zum Supermarkt fahren? Mal eben um die Ecke einen Bekannten mit dem Auto besuchen? Fahrten wie diese sollten in der heutigen Zeit vermieden werden, wenn man Geld beim Tanken sparen will. Denn ein Motor verbraucht in der Warmlaufphase deutlich mehr Sprit als im betriebswarmen Zustand.

Autofahrer in Deutschland können durch einfache Tricks deutlich an Sprit einsparen

Vorausschauend fahren und nicht rasen: Es klingt eigentlich ebenfalls logisch – wer schneller mit dem Auto fährt, verbraucht auch mehr Sprit. Dennoch gibt es auf Deutschlands Straßen und Autobahnen noch genug Raser, die ihren Fuß nicht vom Gaspedal bekommen können.

Doch gerade jetzt, wo die Spritpreise so massiv steigen, lohnt es sich, auch mal etwas gemäßigter zu fahren. Denn ab einer Geschwindigkeit ab 100 Kilometern pro Stunde steigt der Spritverbrauch mit steigendem Tempo immer weiter an. Besonders spritfressend sind Geschwindigkeiten ab 130 km/h. Gemütliches Fahren wirkt sich daher doppelt positiv aus: Man spart Geld und ist viel sicherer unterwegs.

Wer noch mehr Geld sparen will, achtet darauf, künftig nicht mehr abrupt zu bremsen. Denn wer sein Auto langsam ausrollen lässt, anstatt kräftig auf die Bremse zu treten, verbraucht beim Bremsen gar keinen Kraftstoff. *echo24 ist wie RUHR24 ein Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Wilhelm Mierendorf/Imago

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