Am Nachthimmel über NRW

Supermond zum letzten Mal sehen: Pinker Mond sorgt für Spektakel am Himmel

Gerade erst ist der Sternschnuppenschauer der „Lyriden“ vorbei, steht das nächste Spektakel an. Heute Nacht leuchtet der Supermond am Nachthimmel in Deutschland und NRW.

Updaten, Montag (26. April), 21.55 Uhr: Dortmund – Gerade erst ist die Sternschnuppen-Nacht vorbei, steht das nächste Himmels-Spektakel im April an: In der heutigen Nacht ist der sogenannte Pink Moon besonders gut zu sehen – es ist der erste von nur zwei Supermonden im Jahr 2021.

Wer heute Nacht kein Blick auf den kreisrunden Mond erhaschen kann, hat auch in der Nacht auf Mittwoch noch einmal die Chance. Doch heute Nacht ist der Mond der Erde besonders nah, weshalb er in der Nacht nicht nur größer, sondern auch äußerst hell leuchtend zu sehen ist. Auch deshalb spricht man von einem Supermond.

Wirklich voll ist der Mond in den frühen Morgenstunden gegen 5.30 Uhr, wie wetter.de berichtet. Weiterer Pluspunkt: Die Wetterlage scheint es gut zu meinen und so soll die Nacht in den meisten Teilen Deutschlands weitgehend klar sein. Die Sicht auf den Supermond wird also durch kein Wölkchen getrübt. Jetzt muss man sich nur noch den Wecker stellen.

Update, Donnerstag (22. April), 16.30 Uhr: Die Sternschnuppen-Nacht 2021 steht am Donnerstag (22. April) an: Jedes Jahr im April sorgt der Meteorstrom für ein besonderes Himmels-Spektakel. Seinen Höhepunkt erreicht der Lyriden-Meteorschauer in der Nacht vom 22. auf 23. April 2021.

Wenn die Lyriden ihr Maximum erreichen, kann man mit bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde rechnen. Die beste Zeit, um das Spektakel zu beobachten, sollen die Stunden nach Mitternacht sein. Dieses Jahr könnte allerdings das Mondlicht den Ausblick auf die Sternschnuppen etwas stören.

Erstmeldung, Donnerstag (8. April): Strahlen die Sterne in einer klaren Nacht besonders hell, ist das schon ein Naturschauspiel für sich. Ziehen dann noch zahlreiche Sternschnuppen durch den Nachthimmel, ist das Spektakel perfekt. Schon bald ist die nächste Sternschnuppen-Saison eröffnet, dann ziehen die Lyriden durch die Nacht und wir können sie in NRW bestaunen.

MeteorstromLyriden
Maximum22. April
Geozentrische Geschwindigkeit49 km/s

Sternschnuppen über NRW im April 2021: Die Lyriden erhellen den Nachthimmel

Wer eine Sternschnuppe sieht, hat einen Wunsch frei – so heißt es. In der zweiten Aprilhälfte könnten dann einige Wünsche ausgesprochen werden, wenn in einer Stunde bis zu 18 Sternschnuppen den Himmel ein wenig erhellen. Denn dann ziehen die Lyriden durch die Nacht und lassen die Herzen von Astro-Fans höher schlagen.

Die Lyriden sind ein im jeden Frühling wiederkehrender Meteorstrom – dabei ist Meteor nur der Fachbegriff für eine Sternschnuppe. Ein Meteor – also eine Sternschnuppe – entsteht, wenn ein Meteoroid in die Erdatmosphäre eintritt und verglüht.

„Die Leuchtstreifen, die mal mehr und mal weniger über den Nachthimmel ziehen, sind kleine Partikel aus dem Weltall, die in unserer Erdatmosphäre durch die Reibung an den Luftmolekülen der Erde verglühen. Sie sind nur mehrere Millimeter groß, können aber bis zu 70 Kilometer pro Sekunde schnell werden“, erklärt Andreas Machalica, Meteorologe und Astronomie-Experte von wetter.com.

Lyriden 2021 über NRW: Bis zu 18 Sternschnuppen in der Stunde

Bleibt davon noch ein kleines Stück übrig und landet auf der Erde, spricht man von einem Meteorit. Asteroiden hingegen haben mit unseren Sternschnuppen nur wenig gemein. Sie können mehrere hundert Meter Umfang haben – so wie der Asteroid „2001 FO32“, der in diesem Jahr an der Erde vorbeigerast ist.

Die letzten großen Sternschnuppen-Ereignisse waren die Germiniden im Dezember 2020 und die jährlich wiederkehrenden Perseiden im August 2020. „Meteorschauer kommen regelmäßig vor und es gibt bestimmte Tage im Jahr, in denen wir sehr viele Sternschnuppen beobachten können. Der Grund: Auf dem Weg, den die Erde um die Sonne zurücklegt, trifft sie immer wieder zur gleichen Zeit auf Staubspuren von Kometen. So können viele Partikel in die Erdatmosphäre eindringen“, sagt Machalica.

Jetzt sind die Lyriden dran: Vom 16. bis zum 25. April 2021 können die Sternschnuppen am Himmel beobachtet werden. Absolutes Highlight, was sich Hobby-Astronomen im Kalender rot anstreichen sollten, ist die Nacht vom 22. auf den 23. April. Dann soll die Meteordichte besonders hoch sein und es können bis zu 18 Sternschnuppen in der Stunde gezählt werden.

Lyriden 2021 in NRW sehen: Den Blick Richtung Sternbild Leier und zur Kamera greifen

Um die Lyriden in NRW besonders gut beobachten zu können, sollten sich Astro-Laien auf jeden Fall einen dunklen Ort im Freien suchen, an dem keine Straßenlaternen oder andere Lichtquellen den Blick auf den Himmel beeinträchtigen. Außerdem muss das Wetter in NRW mitspielen – in wolkenverhangenen Nächten kann man nur wenig von den Sternschnuppen der Lyriden erhaschen.

Astro-Fans, die sich etwas besser mit dem Nachthimmel auskennen, können ihren Blick gezielt in Richtung Sternbild Leier richten. Denn dort liegt der Radiant – es ist der Punkt am Himmel, an dem die Sternschnuppen auftauchen, wie der Merkur.de* berichtet. Daher leitet sich auch der Name Lyriden ab.

Alle Jahre wieder begeistern uns die Sternschnuppen der Lyriden.

Wer das Spektakel am Himmel in Bildern festhalten will, sollte das Smartphone besser liegen lassen und zur Spiegelreflexkamera greifen. „Um gute Fotos zu machen, eignet sich eine Spiegelreflexkamera mit Stativ und kurzer Brennweite des Objektivs. So kann ein möglichst breiter Ausschnitt des Himmels eingefangen werden“, erklärt der Astronomie-Experte.

Nach den Lyriden 2021 kommt der Supermond

Es soll nicht das einzige Astro-Highlight im Monat April bleiben. Denn kurz nachdem die Lyriden den Himmel erhellt haben, kommen wir in den Genuss eines Supermondes. Am 27. April ist der Mond der Erde besonders nah und erscheint viel größer als in anderen Nächten. Dann ist er nur 357.400 Kilometer von der Erde entfernt. Das sind fast 50.000 Kilometer weniger als die weit möglichste Entfernung von Mond zur Erde, wie echo24.de* berichtet.

Dann erscheint uns der Mond rund sieben Prozent größer als in normalen Vollmondnächten. Wer spektakuläre Fotos schießen möchte, sollte auf Mondauf- oder Monduntergang warten, dann ist er dem Horizont besonders nahe und kann für Fotos mit Gebäuden in Szene gesetzt werden. So erscheint der Supermond noch imposanter. *Merkur.de und echo24.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Marcel Kusch/dpa

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