Teure Konsequenzen

Kaufland, Edeka und Aldi: Nächster Engpass bei süßem Produkt

Aufgrund des Krieges steigen in Deutschland die Preise rapide an. Verbraucher müssen nun für das nächste Produkt tiefer in die Tasche greifen.

Dortmund – Die Folgen des Krieges sind auch in Deutschland deutlich spürbar. Nachdem in den letzten Wochen bereits die Kosten für Öl, Mehl und andere Lebensmittel gestiegen sind, wird nun ein weiteres beliebtes Produkt aus dem Supermarkt teurer, wie RUHR24* berichtet.

ProduktHonig
Sortenu.a Waldhonig, Blütenhonig, Akazienhonig, Lavendelhonig
VitamineVitamin C, B2, B6

Preiserhöhung bei Aldi, Edeka und Kaufland: Dieses Produkt wird nun ebenfalls teurer

Erst kürzlich hat Aldi die Preiserhöhung von 400 Produkten bekannt gegeben*. Deutsche Verbraucher müssen sich nun zusätzlich auf eine Erhöhung der Honig-Preise einstellen, wie chip.de berichtet. Denn Honig wurde zum Großteil aus der Ukraine geliefert – zumindest bis jetzt.

Denn durch die russischen Angriffe, die Generalmobilmachung in der Ukraine und die beschlossenen Sanktionen muss mit einem massiven Einbruch der Honigimportmengen aus dem Kriegsgebiet sowie der Schwarzmeerregion gerechnet werden, wie Bienenprodukte-Versand.de berichtet.

Für Deutschland hat dies verheerende Konsequenzen, denn 2020 war die Ukraine noch das bedeutendste Honig-Importland. In dem Jahr wurden insgesamt 88.000 Tonnen Honig aus 60 Ländern geliefert, wovon 15.741 Tonnen aus der Ukraine kamen. Aufgrund des Krieges kommt es in Deutschland nun zu einem Versorgungsengpass.

Aldi, Edeka und Kaufland erhöhen die Preise: Warum der Krieg nicht der einzige Grund ist

Doch der Krieg ist nicht der einzige Grund für die steigenden Preise bei den Supermärkten und Discountern*. Die Lage sei nach Angaben von chip.de schon länger angespannt. Zu den steigenden Kosten steuere auch die Inflation bei, demnach gäbe es – wie in vielen anderen Bereichen – erhöhte Produktions-, Transport- und Energiekosten.

Wie rasant die Preise bei Aldi, Lidl und Kaufland steigen werden, stünde allerdings noch nicht fest. Es sei jedoch sicher, dass deutsche Händler wohl keine alternativen Lieferanten finden werden.

Exporte aus Ländern wie Argentinien und Mexiko gehen vor allem in die USA. Hierzulande wird sich noch zeigen, wie hoch die Händler die Honig-Preise setzen. Auch bei einem anderen beliebten Produkt sollen die Preise bei Edeka, Aldi und anderen Discountern deutlich steigen, wie 24hamburg.de* berichtet.

Steigende Preise bei Aldi, Edeka und Kaufland: Sind deutsche Imker jetzt die Lösung?

Nach Angaben von Bienenprodukte-Versand.de wird das Imkern in Deutschland allerdings immer beliebter. Seit 15 Jahren soll die Zahl der Imkerinnen und Imker in Deutschland kontinuierlich ansteigen. Somit gab es im Jahr 2021 bereits 170.000.

Die Preise in den Supermärkten steigen. Nun sollen Verbraucher auch für den Honig tiefer in die Tasche greifen.

Auch die Anzahl der Bienenvölker steigt demnach in Deutschland deutlich an. Während es 2019 noch 942.000 gab, sind es 2021 bereits 1,14 Millionen gewesen. Sollten die Zahlen in den nächsten Jahren weiterhin in die Höhe gehen, soll der Importausfall aus der Ukraine in fünf Jahren kompensiert werden können. *RUHR24 und 24hamburg.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Leon Kuegeler/AFP

Mehr zum Thema