Preise könnten steigen

Edeka, Kaufland und Rewe schlagen Alarm: Leergut schnell zurückbringen

Deutschlands Bier-Brauereien warnen vor einem Flaschenmangel. Aufgrund der Lieferengpässe sollen die Preise deutlich steigen.

Dortmund – Nachdem erst kürzlich die Bier-Preise gestiegen sind, folgt nun der nächste Rückschlag. Denn jetzt gerät sogar die Abfüllung der Getränke in Gefahr. Die Preise für neue Flaschen sind deshalb deutlich höher als zuvor.

GetränkBier
Artenu.a. Altbier, Kölsch, Pils, Weizen, Schwarzbier
Anzahl von Biermarken in DeutschlandÜber 6.000 Stück

Verbraucher sollen Leergut zurückbringen: Engpässe sorgen für Preissteigerungen bei Bier

Bierbrauer gehen davon aus, dass es schon bald einen Flaschenmangel in Deutschland gibt: „Engpässe sehen wir spätestens im Sommer“, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds, Holger Eichele, gegenüber der Bild. Schuld daran seien unter anderem die gestiegenen Kosten bei der energieintensiven Flaschenproduktion.

Doch auch der Mangel an LKW-Fahrern in der Logistikbranche sei Teil des Problems, denn dadurch sei es schwierig, die Lieferketten aufrechtzuerhalten. Somit ist die Lage „äußerst angespannt“ heißt es weiter. Das spiegelt sich auch in den Preisen der Glasflaschen wider, wie der Experte berichtet (mehr Service-News bei RUHR24).

Verbraucher sollen Bier-Leergut schnell zurückbringen: So teuer sind die neuen Flaschen

„Wer keine langfristigen Verträge hat, muss für neue Glasflaschen zurzeit 80 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr. Einigen Brauereien droht der Leerlauf, sie stehen vielleicht bald ohne Flaschen da“, erklärt Eichele. Verbraucher sollen ihr Leergut deshalb so schnell wie möglich im Handel zurückgeben, um die Situation zu entschärfen.

Der Bundesverband Glasindustrie warnt ebenfalls vor einer Energiepreiskrise, die die Branche vor große Herausforderungen stellt. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Energiekosten um bis zu 500 Prozent gestiegen, wie eine Verbandssprecherin mitteilt. Die Energie mache bis zu 20 Prozent der Betriebskosten der Glasindustrie aus.

Betroffen seien nach Angaben von Vize-Chef des Brauereiverbands Berlin-Brandenburg, Stefan Fritsche, vor allem kleine und mittelständische Brauereien. „Das bedroht die Vielfalt auf dem deutschen Biermarkt“, sagte Fritsche gegenüber der Bild. Wie es nun tatsächlich weitergeht, bleibt allerdings vorerst abzuwarten.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

Mehr zum Thema