Kunden sind irritiert

Kaufland kündigt Änderung an – nie wieder an der Kasse Schlange stehen

Kaufland testet ein neues System, das den Einkauf einfacher gestalten soll. Das müssen Kunden über die umstrittene „K-Scan“-Funktion wissen.

NRW – Selbstbedienungskassen, kurz SB-Kassen, bei Lidl, Aldi oder Rewe und anderen Supermärkten und Discountern werden immer wieder getestet und weiterentwickelt. Kaufland plant bereits seit geraumer Zeit, den Einkauf dank „K-Scan“ weiter zu digitalisieren und die Bezahlung zu vereinfachen – das System hat Vor- und Nachteile.

KauflandUnternehmen des Lebensmitteleinzelhandels
HauptsitzNeckarsulm
Gründung 1984

Kaufland: Neues Scan- und Bezahlsystem könnte flächendeckend kommen

Um insbesondere zu den Stoßzeiten zu verhindern, dass Kunden an endlos langen Kassenschlangen warten müssen, setzen zahlreiche Supermärkte und Discounter bereits auf SB-Kassen. Nachdem Lidl in der jüngeren Vergangenheit bereits ein neues SB-System erstmals getestet hat, könnte bei Kaufland nun ein neues Level an Kunden-Eigeninitiative erreicht werden.

Wie der Konzern auf seiner Homepage erklärt, sollen Kunden zukünftig vermehrt selbst Produkte einscannen und unkompliziert an den SB-Kassen bezahlen. Der dafür notwendige, leicht zu bedienende Handscanner werde aktuell in über 50 Filialen in Deutschland getestet.

Laut dem Unternehmen könnten bald schon weitere Standorte dazu kommen. Eine Übersicht über die Kaufland-Märkte, in denen „K-Scan“ bereits zum Einsatz kommt, finden Interessierte in der Pressemitteilung.

Kaufland: „K-Scan“ soll Einkauf für Kunden vereinfachen und lange Schlangen verhindern

So wolle der Neckarsulmer Konzern seinen Kunden „einen möglichst angenehmen und einfachen Einkauf“ anbieten, sagt Anika Maier, Leiterin Vertriebsorganisation Kassen. Zu der Möglichkeit, den Einkauf selbst bezahlen zu können, käme auch ein besserer Überblick über den aktuellen Einkaufsbetrag.

Außerdem müsse der Einkauf dank „K-Scan“ nicht mehr aufs Band an den Kassen gelegt werden, erklärt Kaufland auf seiner Homepage. So können Kunden beim Einkauf eine Menge Zeit sparen.

Voraussetzung für die Nutzung des Handscanners sei die Registrierung mit der Kaufland Card. Wenn Kunden diese am Eingang scannen, steht dem Einkauf per Handscanner nichts mehr im Wege.

Kaufland: „K-Scan“ auch mit der Kaufland-App über das Smartphone nutzbar

Die selbst gescannte Ware wird am Ende des Einkaufs vom Kunden per QR-Code an die SB-Kasse übertragen. Dort muss sie dann nur noch bezahlt werden. Kaufland informiert seine Kunden auf der Homepage auch darüber, dass man alternativ zum Handscanner auch das eigene Smartphone für das „K-Scan“-System nutzen kann.

Kaufland-Kunden, die beispielsweise aus Hygienegründen lieber ihr eigenes Smartphone zum Einscannen nutzen wollen, müssen sich zunächst die Kaufland-App herunterladen. Sofern im Menü der App „K-Scan“ ausgewählt wird, kann die Einkaufstour beginnen.

Dank des „K-Scan“-Systems sollen Kunden schneller und einfacher einkaufen können.

Kaufland: Kundin bei neuem Einkaufswagen irritiert – Supermarkt klärt auf

Die Idee, den Gang zur Kasse durch ein Self-Scan-System in Kombination mit SB-Kassen zu kombinieren, hatten auch schon andere Supermärkte und Discounter wie Netto, Aldi und Rewe. Diese haben jeweils eigene Scan-Systeme vorgestellt, bei denen jeweils eine eigene App oder ein Handscanner zum Einsatz kommen.

Die für den Scanner extra vorgesehene Aussparung an neuen Kaufland-Einkaufswagen hatte laut bw24.de zuletzt bei einer Kundin für Irritationen gesorgt. Bei Twitter fragte sie nach, wofür diese gedacht sei.

Kaufland: „K-Scan“ sorgt bei Verbrauchern auch für Kritik

Kaufland informierte sie daraufhin über die laufende Testphase der Handscanner. Auf Anfrage von wa.de teilte das Unternehmen mit, dass man umfassende Informationen zu „K-Scan“ erst nach Abschluss der Testphase mitteilen wolle.

Nicht alle Verbraucher sind bisher von „K-Scan“ überzeugt, berichtet bw24.de. Eine Facebook-Userin meint, dass durch das Scan-System „Arbeitsplätze eingespart“ würden. Ein anderer Nutzer geht von chaotischen Zuständen aus und stellt klar, auch zukünftig „den Einkauf an der Kasse zu bezahlen“.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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