Produkte sorgen für Ärger

Ärger im Supermarkt: Kundin kocht nach Einkauf vor Wut

Gurke in der Plastikfolie, große Packungen mit wenig Inhalt. Im Supermarkt sind Kunden immer wieder über Produkte verärgert. Im jüngsten Fall hat der Hersteller aber darauf reagiert.

Berlin – Mal sorgen Ekel-Funde in Lebensmitteln für Verärgerung, mal sorgen skurrile Fehler beim Einkaufen für Lacher bei den Kunden. Dass im Supermarkt und Discounter Fehler passieren, kommt nun mal ab und an vor. Wenn Kunden aber wittern, von Herstellern absichtlich hinters Licht geführt zu werden, ärgert sie das in der Regel besonders heftig. Das war auch bei einer Kundin der Fall, die eine Dose Wiener Würstchen gekauft hatte.

UnternehmenDöllingHareico Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG
GeschäftsfokusMarke im Würstchen- und im Mettwurstsegment
HauptsitzMittelangeln

Ärger im Supermarkt: Kundin fühlt sich von Wurst-Fabrikant „betrogen“

Konkret geht es dabei um Verpackungsärger: Sprich, wenn Hersteller Produkte in Verpackungen stecken, die weit größer sind als der eigentliche Inhalt. Das stößt vielen Supermarkt-Kunden bitter auf, weil sich dann viel unnötiger Plastikmüll ansammelt. Aber auch, weil viele Unternehmen klammheimlich die Inhaltsmenge reduzieren und so Preiserhöhungen durchsetzen.

Die Verbraucherzentrale in Hamburg kürt daher stets die „Mogelpackung des Monats“ und offenbart dadurch besonders dreiste Preiserhöhungen. Auch bei Stiftung Warentest können Kunden Produkte einreichen, die sie aufgrund der Verpackung besonders verärgern. Das Verbraucherportal geht dem oftmals nach und fühlt den Herstellern auf den Zahn (mehr Supermarkt-News bei RUHR24).

Kundin im Supermarkt nach Wurst-Kauf sauer: Dosen-Größe sorgt für Ärger

Auch im aktuellen Fall hat die Stiftung Warentest bei Hareico nachgefragt und eine überraschende Antwort bekommen. Aber von Anfang: Eine Kundin hatte im Supermarkt vier Wiener Würstchen in der Dose der Marke Hareico gekauft. Zu Hause angekommen, ließ ihr das Öffnen der Dose allerdings nicht das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern die Wut hochkochen.

Denn die Würstchen waren mit rund zwei Zentimetern deutlich kleiner als die Dose suggerierte. „Ich fühlte mich irgendwie betrogen, da die Größe der Dose mehr Inhalt suggerierte“, macht die Kundin gegenüber der Verbraucherorganisation ihrem Ärger Luft.

In welchem Supermarkt die Kundin eingekauft hat, ist nicht bekannt. Allerdings gibt es die Wurst-Produkte von Hareico bei allen gängigen Einzelhändlern wie beispielsweise Rewe, Edeka, Kaufland, aber auch bei Discountern wie Lidl und Aldi zu kaufen.

Supermarkt-News: Wurst-Hersteller reagiert auf Verpackungsärger

Die Stiftung Warentest hat bei Hareico, eine Marke des Fleisch- und Wurstgiganten Mühlen Gruppe, nachgefragt und eine überraschende, aber auch plausible Antwort erhalten. So seien die verwendeten Schafs­därme unterschiedlich dick. Dadurch entstünden bei gleichem Gewicht mal kürzere, mal längere Würst­chen.

Weiterhin liefert der Wiener Würstchen-Fabrikant die Antwort, dass es auch aus technischer Sicht nicht möglich sei, eine Konservendose bis unter den Deckel zu füllen.

Wiener Würstchen im Glas: Weniger Müll und mehr Transparenz für die Kunden.

Wie auch die Verbraucherzentrale anmerkt, gibt es für die meisten Hersteller stets eine Möglichkeit, Produkte mit einer abfallärmeren oder transparenteren Alternative zu verpacken. Wie andere Marken beweisen, könnte das auch der Hareico-Wurst der Fall sein. So gibt es zahlreiche Unternehmen, die Wiener Würstchen im Glas anbieten. Diese sind meist bis unter den Deckel gefüllt – außerdem sieht der Kunde auf Anhieb was ihn erwartet.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP, Collage: RUHR24

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