Angebote im Einzelhandel

Ärger im Supermarkt: Kunden gucken wegen Schnäppchen-Tricks in die Röhre

Immer wieder versuchen Supermärkte ihre Kunden mit Rabatten zu locken. Doch nicht immer geht es mit rechten Dingen zu.

Dortmund – Jeder Kunde freut sich, wenn er durch die Gänge der Supermärkte schlendert und Schnäppchen entdeckt. Manchmal führen diese Angebote aber zu Frust bei Kunden. Denn nicht wenige Supermärkte setzen auf ein paar Kniffe.

RabattIndirekter Preisnachlass von einem Listenpreis für Waren oder Dienstleistungen
Nutzen Steigerung der Nachfrage bei Kunden
RabattartenBspw. Aktionsrabatte, Mengenrabatte, Sonderrabatte

Schnäppchen-Enttäuschung im Supermarkt: Rabatte sind nicht immer Rabatte

Beispiel: Am Vortag noch ein verlockendes Angebot im Prospekt gesehen, doch im Supermarkt angekommen, ist es wie von Zauberhand verschwunden und die Regale sind leer.

Beim genauen Hinsehen des Prospekts kann man dann eine kleingedruckte, oft kaum sichtbare Info erkennen: „Nur in ausgewählten Filialen erhältlich“ steht da dann etwa, oder „Nur solange der Vorrat reicht“. Dieses Phänomen treibt Schnäppchenjäger oft in den Wahnsinn. Doch das ist längst nicht alles, was die Kunden in manchen Supermärkten stört.

Noch ärgerlicher ist es, wenn man meint, eine tolle Rabattaktion entdeckt zu haben, die eigentlich gar keine ist. Denn: Der neue Preis ist derselbe wie der Alte - vom Schnäppchen keine Spur. Zuletzt etwa entdeckt bei Lidl.

Fake-Angebote im Supermarkt: Wie sich Kunden gegen Rabatt-Schummel wehren können

Haben Kunden die Chance, dagegen vorzugehen? Bezieht man sich auf Angaben der Verbraucherzentrale, so sieht es erstmal schlecht aus. Von dieser heißt es nämlich, dass Kunden gar keinen Rechtsanspruch darauf haben, Angebote aus Prospekten tatsächlich zu erhalten – auch nicht am nächsten Tag, wenn der Artikel dann doch wieder zum Originalpreis erhältlich ist.

Durch die Werbeaktionen sind die Händler nämlich nicht an die Preise gebunden, auch nicht durch eine Werbeaktion. Wenn allerdings der Verdacht auf ein irreführendes Angebot bestehen sollte, so haben Kunden durchaus das Recht, sich an die Verbraucherzentrale zu wenden. Auf der Internetseite gibt es für solche Fälle ein Beschwerdeformular.

Bei Lidl wunderte sich ein RUHR24-Leser über einen Rabatt, der gar kein Rabatt ist.

Schnäppchen-Schummel: Wie Kunden gegen Lockangebote vorgehen können

Wer selbst etwas unternehmen möchte, kann auch einen anderen Weg wählen, um gegen den Rabatt-Schummel vorzugehen. Zuerst kann der Filialleiter angesprochen werden. Mit etwas Glück bestellt er ein vergriffenes Produkt nach, oder lässt es in einer anderen Filiale telefonisch zurücklegen.

Falls es nicht dazu kommt, kann auch ganz einfach der Kundenservice kontaktiert werden. Diesen findet man auf den dazugehörigen Websites. Dort kann entweder ein Kontaktformular ausgefüllt, oder telefonisch nach Hilfe gefragt werden. Wichtig ist dabei, dass das irreführende Problem des vermeintlichen Angebots genau erläutert, und nach einer Erklärung verlangt wird.

Vermeidliche Angebote: Wenn Social Media zum letzten Ausweg bei Rabatt-Schummel wird

Social-Media-Nutzer können als allerletzten Ausweg noch zur Geheimwaffe greifen, und die Angebotsteller über Instagram oder Facebook kontaktieren. Ein Kommentar unter dem aktuellsten Post kann dazu führen, dass der Supermarkt dazu gezwungen ist, sich mit dem Rabatt-Schummel auseinanderzusetzen.

Dort können Kunden außerdem oft feststellen, ob andere Verbraucher ähnliche oder sogar dieselben Erfahrungen gemacht haben.

Rubriklistenbild: © Privat

Mehr zum Thema