Informationen fehlen

Süßigkeiten-Rückruf: Hersteller lässt seine Kunden im Dunkeln – Gefahr droht

Zuckermäuler aufgepasst: Ein Hersteller startet jetzt einen Rückruf von Süßigkeiten. Dabei lässt er seinen Kunden aber nicht alle Informationen zukommen.

Deutschland – Es ist nicht der erste Rückruf von Süßigkeiten in letzter Zeit. Erst Anfang November wurden in einer Spezialität Salmonellen nachgewiesen. Nun trifft es erneut eine Süßigkeit. Diesmal ist dem Hersteller allerdings ein Fehler unterlaufen, der für einige Kunden gefährlich werden könnte.

Süßigkeiten-Rückruf: Hersteller lässt Kunden im Dunkeln – Gefahr bei Verzehr

Es handelt sich um den Sediq Großhandel. Er informiert darüber, dass der Artikel „Gaz, Persische Süßigkeit“ zurückgerufen wird. Dabei handelt es sich um die 300-Gramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10.05.2022. Der Grund für den Rückruf: Die Zutaten auf der Verpackung seien fehlerhaft deklariert.

Es fehle die Bezeichnung, dass diese Süßigkeit Mandeln und Pistazien enthalte, schreibt das Unternehmen in einem Schreiben. An Verkäufer richtet Sediq Großhandel die Bitte, die Süßigkeit sofort aus dem Sortiment zu nehmen und an den Hersteller zurückzugeben (mehr Rückrufe bei RUHR24).

Er wolle die Produkte ordnungsgemäß etikettieren. Außerdem warnt der Hersteller, dass bei Kontrollen durch die Lebensmittelbehörden Bußgelder oder Strafanzeigen drohen.

Süßigkeiten-Rückruf: Dieses Produkt ist betroffen

  • Hersteller: Sediq Großhandel
  • Produkt:  Gaz, Persische Süßigkeit
  • Inhalt: 300 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 10.05.2022
Ein Hersteller startet einen Süßigkeiten-Rückruf. Allerdings lässt er seine Kunden im Dunkeln.

Süßigkeiten-Rückruf: Hersteller hält wichtige Informationen zurück – falsche Inhaltsangabe

Für die Kunden hat der Hersteller allerdings weniger Informationen übrig: Angaben zur Rückgabe für Endverbraucher wurden keine gemacht, wie produktwarnungen.eu mitteilt. Das Portal empfiehlt dennoch die Rückgabe in den Verkaufsstellen. Wo die Süßigkeiten allerdings verkauft wurden, gibt der Sediq Großhandel jedoch nicht an.

Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz wurden die Süßigkeiten vor allem in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen angeboten. Ob sie jedoch auch in bekannten Supermärkten wie Rewe, Edeka oder Kaufland zu kaufen waren, ist unklar.

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Einen ähnlichen Vorfall gab es vor Kurzem bei einem Oliven-Rückruf, bei dem der Hersteller ebenfalls Informationen zurückhielt. Auch lässt der Hersteller seine Kunden im Dunkeln, ob möglicherweise eine Gesundheitsgefahr von den Produkten ausgeht oder was es zur Folge haben kann.

Fehler bei Süßigkeiten: Gesundheitsgefahr für einige Kunden droht

Aufgrund von anderen Rückrufen ist jedoch davon auszugehen, dass insbesondere Menschen, die gegen die Nüsse allergisch sind, die Süßigkeiten auf keinen Fall essen sollten. Die fehlende Deklaration kann zur Folge haben, dass Kunden die Süßigkeiten trotz einer Möglichen Allergie gegen Mandeln oder Pistazien essen.

Der Kontakt oder der Verzehr von Nüssen trotz Allergie kann von typischen allergischen Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock nach sich ziehen, wie das European Centre for Allergy Research Foundation (Ecarf) berichtet.

Das Verbraucherportal produktwarnung.de kritisiert deshalb die Sediq Großhandel für die unzureichenden Informationen zu dem Süßigkeiten-Rückruf. So heißt es: Der „Hersteller, Händler oder Verkäufer des/der betroffenen Produkte informiert Endkunden unserer Meinung nach nicht umfangreich und vorbehaltlos. So ist nicht gewährleistet, dass möglichst viele Endverbraucher diese Information auch erhalten.“

Rubriklistenbild: © Koen van Weel/dpa, Collage: RUHR24

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