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Waschmaschine: Was spart das Kurz- oder Eco-Programm mehr Strom?

Eco-Programme sollen besonders wenig Strom verbrauchen, benötigen aber eine Menge Zeit. Ist ein Kurzprogramm da nicht ratsamer?

Dortmund – In Zeiten steigender Energiepreise versuchen derzeit viele Menschen, Strom zu sparen. Gerade beim Wäschewaschen bietet es sich an, genau auf die Einstellungen zu achten. So spielt nicht nur die Waschtemperatur eine entscheidende Rolle für den Stromverbrauch, sondern auch das Waschprogramm selbst.

WaschtemperaturStromverbrauch pro WaschgangStromkosten pro Waschgang bei 24 ct pro kWh
90 Grad1,90 kWh46 ct
60 Grad1,15 kWh24 ct
40 Grad0,65 kWh16 ct
30 Grad0,40 kWh10 ct
Quelle Tabelle: Klimaschutz-hannover.de

Wäsche waschen und Strom sparen: Stromverbrauch unterschiedlich je nach Waschprogramm

Die Anzahl an Waschprogrammen kann ganz schön verwirrend sein, sei es der Pflegeleicht-, Jeans- oder Kurz-Waschgang. Sie alle sind hinsichtlich Waschdauer, Temperatur und Schleuderzahl auf die jeweilige Sorte Wäsche abgestimmt. Deshalb sind die Unterschiede beim Stromverbrauch teils enorm.

Wer besonders viel Strom sparen möchte, sollte auf das Eco-Programm setzen, wie hna.de berichtet. Laut Öko-Test verbraucht das Eco-Programm rund halb soviel Energie wie ein Normalprogramm. Und das, obwohl die Laufzeit im Eco-Programm oft mehr als drei Stunden beträgt.

Der Grund ist relativ simpel: „Bei längerer Waschzeit arbeitet die Maschine nur kurze Zeit auf hoher Temperatur. In der übrigen Zeit verbraucht sie kaum Energie“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ gegenüber dem Portal Energie-tipp.de. Da kann selbst ein Kurzprogramm nicht mithalten.

Waschmaschine: Stromverbrauch mit richtigem Programm deutlich senken

Obwohl Kurzprogramme oft nur 30 Minuten für einen Waschgang benötigen, verbraucht das Schnellprogramm der Waschmaschine mehr Strom als der langsame Eco-Modus. Das Kurzprogramm muss nämlich innerhalb kürzester Zeit viel Energie aufbringen, um auf die nötige Waschtemperatur zu gelangen.

Das ist wie beim Autofahren: „Wer schnell mit dem Auto unterwegs ist, verbraucht mehr Sprit.“ erklärt Energie-tipp.de das Prinzip. Für stark verschmutze Kleidungsstücke eignet sich das Kurzprogramm ohnehin nicht – die Zeit reicht schlicht nicht aus, damit das Waschmittel seine volle Reinigungskraft entfalten kann. Im Eco-Modus hat das Waschmittel dagegen extra lange Zeit, um Flecken den Garaus zu machen (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Viele wählen bei der Waschmaschine den Kurzwaschgang, in der Hoffnung, weniger Strom zu verbrauchen.

Auch an anderen Orten im Haushalt lässt sich kräftig Strom sparen. So sollte man zum Beispiel den Kühlschrank auf die richtigen Einstellungen und den richtigen Standort hin überprüfen. Letztere können für den Stromverbrauch entscheidend sein. Heimliche Stromfresser in der Wohnung findet man mit der richtigen Methode.

Rubriklistenbild: © Ute Grabowsky/Photothek/Imago

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