Tipp für Verbraucher

Abschlagszahlungen für Strom und Gas selbst berechnen und Kosten-Hammer vermeiden

Monat für Monat leisten Verbraucher Vorauszahlungen für Strom und Gas. Bald könnten Nachzahlungen drohen. Wie hoch die Abschlagssumme ist, lässt sich berechnen.

Dortmund – Aufgrund der aktuell steigenden Energiekosten fürchten sich viele Verbraucher bereits vor steigenden Vorauszahlungen für Strom und Gas. Einige Energieanbieter müssen im Zuge der Gaskrise ihre Preise erhöhen. Bei der Jahresabrechnung könnten zudem teure Nachzahlungen drohen. Wie man überraschend hohe Kosten vermeidet, weiß RUHR24.

BegriffAbschlagszahlung
BedeutungVorauszahlung der Strom- und Gasrechnung
InformationRichtige Berechnung der Abschlagszahlung für Strom und Gas

Abschlagszahlungen für Strom und Gas selbst berechnen – überraschende Kosten vermeiden

Verbraucher müssen für Strom und Gas gegenwärtig tiefer in die Tasche greifen. Hat der Energieanbieter die Preise erhöht, steigt meist auch die Abschlagszahlung. Doch in einigen Fällen bleibt die Abschlagssumme konstant und erst bei der Jahresabrechnung zeigt sich ein echter Kosten-Hammer.

Es empfiehlt sich daher, die Kosten des Abschlags vorher einzukalkulieren, um überraschende Hinzuzahlungen zu vermeiden. Zudem sollte man darauf achten, nicht zu viel oder zu wenig zu zahlen. Um die Höhe der Abschlagszahlung im Vorhinein zu berechnen, benötigt man nur die letzte Strom- oder Gasrechnung und die aktuellen Preise.

Abschlagszahlungen für Strom und Gas selbst im Abschlagsrechner der Verbraucherzentrale berechnen

Wer nicht gerne selber mit Zahlen jongliert, kann ganz einfach auf den Abschlagsrechner der Verbraucherzentrale zurückgreifen. Die Zahlungen für Strom und Gas werden getrennt voneinander berechnet. Folgende Daten werden für die Rechnung der Summe benötigt:

  • Der letzte Jahresverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr
  • Der bisherige Brutto-Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde (zu finden auf der letzten Stromrechnung)
  • Der neue Brutto-Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde (Information vom Anbieter)
  • Der alte Grundpreis in Euro pro Jahr (zu finden auf der letzten Stromrechnung oder durch Ankündigung des Anbieters)
  • Der neue Grundpreis in Euro pro Jahr
  • Das Messentgelt, falls dies für den betreffenden Zähler anfällt
Nachzahlungen für Strom und Gas können teuer sein.

Um einen Wert für die Abschlagszahlung zu erhalten, sind die ersten drei Punkte erforderlich. Die Berechnung kann eine Summe ergeben, die nicht zum aktuellen Abschlag passt. Diesen gibt der Rechner zum Vergleich ebenfalls an. Sollte dies der Fall sein, empfiehlt es sich, mit dem Versorger Rücksprache zu halten. Gegebenenfalls kann eine Anpassung notwendig sein. Auch die Verbraucherzentralen können helfen (mehr Service-News bei RUHR24).

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