Achtung, nicht verwenden!

Strohhalm-Rückruf: Gefährlicher Stoff nachgewiesen

Ob Wasser, Saft oder Limonade: Insbesondere Kinder trinken ihre Kaltgetränke gerne aus Strohhalmen. Derzeit wird ein Produkt allerdings zurückgerufen.

Deutschland – Das Portal lebensmittelwarnungen.de des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt aktuell vor Strohhalmen. Sie sind mit einem bedenklichen Weichmacher belastet.

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Bundesoberbehörde
Gründung2002
SitzBraunschweig, Niedersachsen

Rückruf von Strohhalmen: Gesundheitsgefahr bei Verwendung

In seinem Rückruf gibt der Hersteller an, dass die Strohhalme aufgrund zu hoher Gehalte des Weichmachers DEHP (Diethylhexylphthalat) nicht verwendet werden sollten. DEHP ist laut greenfacts.org ein Phthalat – also eine Substanz, um Kunststoffe flexibler zu machen. In den 1990er Jahren sei es der gebräuchlichste Weichmacher gewesen, erklärt das Portal.

Seit 1999 ist die Verwendung von Phthalaten wie DEHP in Spielzeug in der Europäischen Union verboten, wie die Europäische Kommission auf ihrer Webseite verdeutlicht. Eine Gefahr bestünde insbesondere für Spielzeug, das von Kleinkindern in den Mund genommen wird.

Auch in Kosmetik ist DEHP seit 2005 verboten. Der Weichmacher gilt als gefährlich: Er soll sowohl krebserzeugend als auch erbgutverändernd und fortpflanzungsschädigend sein.

Rückruf: Diese Strohhalme enthalten einen gefährlichen Weichmacher

In Strohhalmen, die grundsätzlich in den Mund genommen werden, hat die Substanz daher nichts zu suchen. Vom aktuellen Rückruf betroffen ist das folgende Produkt:

  • Produkt: Strohhalm mit Ente 26,5 cm
  • EAN: 8711252519722
  • Lieferant: Edco Eindhoven B.V., Mulderweg 9-11, 5657 EM Eindhoven - Niederlande 
  • Lieferantennummer: 51972 
Werden zurückgerufen: Strohhalm mit Ente 26,5 cm

Strohhalm-Rückruf: Wichtige Infos für betroffene Kunden

Der Hersteller gibt an, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Verwendung der Strohhalme nicht ausgeschlossen werden könnten. Kunden, die die Strohhalme erworben haben, können sie in den Verkaufsstätten zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

Hersteller und Händler sind stets dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Produkte sicher sind. Ansonsten müssen Verbraucher per Rückruf gewarnt werden. Neben den Strohhalmen sind derzeit weitere mangelhafte Produkte im Umlauf. So warnt beispielsweise H&M aktuell vor einem Kinder-Produkt, das schwere Verletzungen verursachen kann.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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