Ungebetene Tierchen

Stinkwanzen im Herbst – welche Tipps gegen die ekeligen Insekten helfen

Im Herbst sind Stinkwanzen auf dem Vormarsch – auch in unseren Wohnungen. Dort will sie jedoch keiner haben. Sechs Tipps helfen, um sie loszuwerden.

Nordrhein-Westfalen – Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt 'ne kleine Wanze. So nett das Kinderlied auch ist, so unbeliebt ist das Krabbeltier selbst. Im Herbst erleben wir allerdings eine regelrechte Invasion der Stinkwanzen. Höchste Zeit also, sich etwas zu überlegen, wie man die lästigen Viecher loswird – denn wer den Fehler schon einmal gemacht hat, weiß: Töten ist die denkbar schlechteste Idee. 

Insekt:Grüne Stinkwanze
Wissenschaftlicher Name:Palomena prasina
Familie:Baumwanzen
Größe:12 bis 13,5 Millimeter
Farbe:Grün, im Herbst und Winter braun

Stinkwanzen im Herbst: Töten ist keine gute Idee

Im Herbst, wenn die Temperaturen draußen langsam kühler werden, verbringen nicht nur wir mehr Zeit im heimischen Wohnzimmer, sondern auch Stinkwanzen mögen es trocken und warm. Die Krabbeltiere zieht es dann in unsere Wohnungen und sie werden schnell zu höchst unbeliebten Mitbewohnern in Küche, Wohn- oder Schlafzimmer. 

Um sie zu vertreiben, sollten man es allerdings unbedingt vermeiden, sie hektisch zu verscheuchen oder sie sogar zu töten. Denn dann machen die Stinkwanzen ihrem Namen alle Ehre. Wenn die Insekten sich bedroht fühlen, sondern sie eine stinkende Substanz aus, die sich stundenlang in der Wohnung halten kann.

Tipp Nummer zwei um lästige Stinkwanzen loszuwerden

Das will man um jeden Preis vermeiden. Dank ein paar einfachen Tricks und Tipps bekommt man die krabbelnden Stinkbomben aber wieder aus der Wohnung, ohne dass sie ihre Spuren hinterlassen, oder verhindert, dass sie ihr Winterquartier gar nicht erst in den eigenen vier Wänden aufschlagen.

Stark riechende Substanzen und Öle sollen helfen, Stinkwanzen zu vertreiben. Dazu einfach etwas Wasser mit der Flüssigkeit vermengen und in einer kleinen Schale in Fensternähe aufstellen. Der Duft von Nelken, Salmiak, Wacholder oder Niemöl gefällt Wanzen wohl gar nicht, weshalb sie lieber weiterfliegen (mehr Ratgeber-News auf RUHR24.de).

Stinkwanzen bekämpfen mit Essig

Wie OP-Online.de berichtet, sollen Insektengifte an der Außenwand dafür sorgen, dass die lästigen Tiere gar nicht erst in die Wohnung kommen. Doch um die Stinkwanzen zu vertreiben muss es kein teures und chemisches Gift sein. 

Um Stinkwanzen an den Kragen zu gehen, sollte man sie auf keinen Fall töten. Einfache Hausmittel helfen gegen die Plagegeister.

Mischt man 120 ml Essig, 60 ml Spülmittel mit 250 ml heißem Wasser und besprüht Fenster- und Türrahmen mit diesem Gemisch, bleiben Stinkwanzen fern. Denn den sauren Geruch mögen sie ganz und gar nicht, weiß auch 24garten.de*.

Stinkwanzen im Herbst: Mit diesen Tricks kommen die Tiere nicht in die Wohnung

Wer ganz sicher gehen will, dass die stinkenden Wanzen nicht in die Wohnung kommen, kann noch folgende Tricks anwenden:

  • Undichte Stellen im Haus überprüfen. Auf dem Dachboden oder im Keller befinden sich häufig kleine Lecks, durch die die Stinkwanzen unbemerkt ins Haus kommen. Mit einer Dichtungsmasse wie Silikon beseitigt man die Schlupflöcher schnell und einfach und die Stinkmonster müssen sich ein neues Winterquartier suchen.
  • Die Eindringlinge werden von Wärme und Licht angezogen. So sollte man bei angeschaltetem Licht nicht lüften. 
  • Wer darauf nicht verzichten mag, bringt Insektenschutzgitter an Fenster und Türen an. Das hält nicht nur Stinkwanzen fern, sondern auch lästige Stechmücken im Sommer.

Stinkwanzen schnell loswerden, sonst droht ein Problem

So eklig die kleinen Tiere auch sind und so unangenehm ihr Geruch, so ungefährlich sind sie für den Menschen. Denn Stinkwanzen ernähren sich ausschließlich von Pflanzensaft. Vor juckenden Stichen müssen wir uns also nicht fürchten. Allerdings sollte man Früchte in der Küche stets abdecken, denn das ist eine beliebte Nahrungsquelle für Wanzen.

Und auch wenn die Stinkwanzen uns nichts antun können, sollte man die Tiere dennoch schnellstmöglich aus der Wohnung vertreiben. Denn hat es sich die Stinkwanze erst einmal gemütlich gemacht, kann es für uns regelrecht ungemütlich werden. Ein Wanzen-Weibchen kann bis zu 450 Eier legen – und somit können die Krabbeltiere zu einer echten Plage in der Wohnung werden. 

Übrigens: Die langen, heißen und trockenen Sommer der letzten Jahre im Zuge des Klimawandels, haben die perfekten Bedingungen geboten, damit sich die Wanzen noch besser vermehren konnten. Es ist also damit zu rechnen, dass wir den Stinkwanzen in den kommenden Jahren häufiger begegnen. *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Jochen Lübke/dpa, Collage: RUHR24.de

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