Matratzen im Test

Stiftung Warentest zeigt: Gute Matratzen müssen nicht teuer sein

Stiftung Warentest prüft Matratzen. Foto: Christin Klose/dpa
+
Stiftung Warentest prüft Matratzen. Foto: Christin Klose/dpa

Auch 2019 hat Stiftung Warentest Matratzen untersucht. Nur zwei davon schnitten mit "gut" ab, doch die beweisen: Gute Modelle müssen nicht teuer sein.

Guter und erholsamer Schlaf ist wichtig. Dabei spielt die Matratze eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Doch welche ist die richtige? Stiftung Warentest hat verschiedene Modelle untersucht.

  • Stiftung Warentest hat auch 2019 wieder verschiedene Modelle untersucht.
  • Im Fokus des Tests standen Matratzen die für jeden Körpertyp geeignet sein sollen.
  • Zwei Modelle schnitten mit der Note 1,7 am besten ab - eine davon ist von "Emma".

Stiftung Warentest untersucht Matratzen für jeden Körpertyp

Bereits seit 2009 testet Stiftung Warentest zweimal im Jahr Matratzen. Mehr als 300 Modelle wurden dabei schon unter die Lupe genommen - egal ob Kalt­schaum­matratzen, Latex­matratzen, Federkern­matratzen oder Boxspringbetten.

Im letzten Test standen nun Kaltschaummatratzen im Fokus, die laut Hersteller für jeden Körpertyp geeignet sein soll. "One fits all" heißt hier das Schlagwort. 18 Modelle hat Stiftung Warentest in Hinblick auf Liegeeigenschaften, Haltbarkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt getestet.

Stiftung Warentest: zwei Matratzen schneiden mit 1,7 ab

Bei den 18 neu untersuchten Modellen waren unter anderem bekannte Marken wie bett1.de, Breckle, Emma oder Matratzen vom Dänischen Bettenlager oder dem Einrichtungshaus Höffner dabei. Und nur bei zwei Matratzen kam Stiftung Warentest zu einem guten Ergebnis.

Den ersten Platz des Tests teilen sich somit zwei Modelle: Zum einen ist das die "Elements" von Dunlopillo und zum anderen die "One" von Emma. Beide liegen preislich bei einer Größe von 90x200 Zentimetern unter 400 Euro. Stiftung Warentest, die übrigens auch Raclette-Geräte bewertet, bewertete die beiden Matratzen mit 1,7. Sie wiesen gute Liegeeigenschaften auf, seien gut waschbar und reagierten äußerst gut auf Wärme und Feuchtigkeit.

Stiftung Warentest: Testsieger Emma kostet weniger als 300 Euro

Und damit ist klar: Gute Matratzen müssen nicht unbedingt teuer sein. Das zeigte schon der Test im letzten Jahr. Hier kam der Testsieger von Aldi. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam Stiftung Warentest bei ihrer Untersuchung von Bettdecken. Auch hier fiel auf: Günstige Produkte vom Discounter können mit den teuren Modellen mithalten. Das gilt ebenso für Make-up, das Stiftung Warentest ebenfalls getestet hat.

Zwar kommt der Matratzen-Testsieger von Emma mit 299 Euro nicht ganz an die Niedrigpreise vom Discounter ran, aber die Kosten bewegen sich immerhin im mittleren Preissegment. Ganz im Gegenteil zu den wirklich teuren Modellen ab 800 Euro. Und die schneiden dann auch noch mit "befriedigend" oder sogar "ausreichend" ab.

Anders sieht es beim Test der Smartwatches aus. Hier liegen ausgerechnet die teuersten Modelle vorne. Doch nur zwei konnten überhaupt mit der Note "gut" abschneiden. Ähnliche Ergebnisse lieferte die Untersuchung von Spülmaschinentabs. Keines der Mittel konnte mit "sehr gut" bei Stiftung Warentest, das kürzlich Virenschutz-Programm unter die Lupe genommen hat, abschneiden. 

Ganz anders verlief hingegen der Test von Zahnseide, den Stiftung Warentest durchgeführt hat. Hier konnte vor allem ein Produkt von dm überzeugen.

Welche Matratze ist die Richtige?

Insgesamt schnitten acht der 18 neu getesteten Matratzen bei der Untersuchung von Stiftung Warentest nicht sonderlich gut ab. Sie erhielten nur die Bewertung "Befriedigend". Alle anderen bewegten sich im Test-Noten-Bereich zwischen 2,0 und 2,5. Darunter auch das Modell "Bodyguard Weich" von Bett1.de

Wer keine Schlafprobleme und Rückenschmerzen kann, kann also getrost auf diese Testergebnisse zurückgreifen. Doch es ist nicht gesagt, dass die Kaltschaummatratzen für jeden etwas sind. Jeder Matratzen-Typ hat seine Vor- und Nachteile - sucht man eine Matratze sollte man sich besser richtig beraten lassen.

Auch ein anderer Test des Verbrauchermagazins hat indirekt etwas mit Matratzen zu tun. So untersuchte Stiftung Warentest erst kürzlich Kupferspiralen und Verhütungsringe und kam zu einem erschreckenden Ergebnis, was die Empfängnisverhütung betrifft.

Mehr zum Thema