Bild: Christin Klose/dpa

Die Stiftung Warentest hat in der aktuellen Juli-Ausgabe flüssige Colorwaschmittel unter die Lupe genommen. Dabei gab es Überraschungen.

  • Stiftung Warentest nimmt flüssige Colorwaschmittel unter die Lupe.
  • Testsieger sind günstig und vom Discounter.
  • Gelkissen nicht zu empfehlen.

Colorwaschmittel verzichten anders als Vollwaschmittel auf die Bleiche und sind deshalb besonders geeignet für bunte Wäsche. Darüber hinaus sollen sie auch bei niedrigen Temperaturen alle Flecken aus der Kleidung entfernen.

Stiftung Warentest bewertet Coral mit „mangelhaft“

Das gelingt aber nicht immer, wie die Stiftung Warentest jetzt herausgefunden hat. Insgesamt nahm das Testinstitut 21 Flüssigwaschmittel und sechs Gelkissen unter die Lupe. Zu den beiden schlechtesten Produkten im Test, heißt es: „Schmutz wird von ihnen oft mehr verteilt als abgetragen und ausgespült.“

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Das bedeutet im Umkehrschluss die Note „mangelhaft“. Und zwar für gleich zwei teure Markenprodukte. Bei den Gelkissen sind das die Lenor 3in1 Pods und bei den Flüssigwaschmitteln Coral Optimal Color. Die beiden Produkte hätten zudem dafür gesorgt, dass die Textilien schmutzig-vergraut wirken.

Bei einem anderen Test konnten sich die Markenprodukte jedoch durchsetzen: Stiftung Warentest empfiehlt vor allem diese Tablets von Apple und Samsung.

Testsieger kosten nur wenig Geld

Gute Nachrichten gibt es hingegen für alle Sparfüchse. Denn von den neun mit „gut“ getesteten Produkten gibt es sieben beim Supermarkt um die Ecke für wenig Geld, die beiden Testsieger sogar beim Discounter. Tandil Color von Aldi Nord und Aldi Süd konnte bei der Stiftung Warentest überzeugen.

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Sie entfernten den Schmutz gut, haben die Farben erhalten und belasten die Kläranlagen nicht unnötig mit Tensiden. Bei den Gelkissen konnten die Persil Duo Caps Color als Testsieger nur das Urteil „befriedigend“ erreichen.

Markenprodukte überzeugen nicht immer

Das Urteil der Stiftung Warentest stellt somit wieder einmal unter Beweis, dass teure Markenprodukte nicht immer besser sein müssen als günstige Eigenmarken. Das gilt nicht nur bei Waschmittel, sondern beispielsweise auch bei Sonnencreme oder Hundefutter. Auch Wassersprudler von Sodastream & Co. beweisen laut Stiftung Warentest: Das teuerste Modell ist nicht immer das Beste.

Wenn sich die Stiftung Warentest Produkte vornimmt, dann testet sie unter anderen Voraussetzungen als beispielsweise Ökotest. Die Produkte ähneln sich dabei aber häufig. So nahm Ökotest erst kürzlich Sonnenschutzprodukte für sensible Haut unter die Lupe. Hier überzeugten aber eher die preisintensiven Produkte.