Bild: Arne Dedert/dpa

Wassersprudler sind auf dem Vormarsch – aber was taugen die Modelle eigentlich? Stiftung Warentest hat die Geräte unter die Lupe genommen. Darunter sind auch Modelle von Sodastream.

  • Stiftung Warentest hat sieben Modelle untersucht.
  • Nur wenige liefern Sprudel auf „Classic“-Niveau.
  • Marktführer Sodastream sorgt für Überraschung.

Schluss mit schweren Wasserkästen, kein Plastikmüll mehr und Sprudelwasser auf Knopfdruck. Das Konzept hinter Wassersprudlern von Sodastream & Co. lockt mit einer Reihe von Vorteilen. Aber wie gut sind die Produkte wirklich?

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Stiftung Warentest hat sieben Wassersprudler getestet und sich vor allem mit dem Aufsprudeln und der Handhabung beschäftigt. Die getesteten Modelle:

  • Carbonator II von Aarke
  • Soda Trend Style
  • Kitchenaid Artisan
  • Sodastream Easy
  • Pearl Rosenstein & Söhne WS-110.Soda
  • Sodastream Crystal 2.0 Titan
  • „Sharon up“ von My Sodapop

Die Überraschung: Marktführer Sodastream landete mit seinem Modell „Crystal 2.0 Titan“ auf dem vorletzten Platz.

Bei einem kürzlichen Tablet-Test war das jedoch anders: Dort lagen die Tablets von Apple und Samsung vorne, so Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Wassersprudler von Sodastream liefert zu wenig Kohlensäure

Freunde von Wasser mit viel Kohlensäure wird Sodastream mit seinem Modell „Crystal 2.0 Titan“ nämlich nicht überzeugen. In der Kategorie „Aufsprudeln“ erreichte der Wassersprudler die Note 3,0. Das Modell schafft damit laut der Stiftung Warentest gerade mal medium gesprudeltes Wasser.

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Das zweite getestete Modell „Easy“ landete hingegen auf dem vierten Platz. Auch hier mangelte es jedoch an Kohlensäure im Wasser.

Im Test von Stiftung Warentest schnitt eines der Modelle von Sodastream nicht gut ab. Foto: dpa
Im Test von Stiftung Warentest schnitt eines der Modelle von Sodastream nicht gut ab. Foto: dpa

Schlechter schnitt nur das Modell „Sharon up“ der Marke „My Sodapop“ ab. Der Wassersprudler für 70 Euro macht das am wenigsten spritzige Wasser von allen getesteten Geräten. Außerdem fanden die Experten den Weichmacher „Diethylhexylphthalat“ in auffälliger Menge im Sprudelwasser. Die Werte lagen jedoch noch innerhalb des europäischen Grenzwertes.

Diese Wassersprudler konnten bei Stiftung Warentest überzeugen

Am besten haben bei dem Test die Wassersprudler von Aarke (229 Euro) und Soda Trend (80 Euro) abgeschnitten. Die Testsieger erreichten beide die Note 2,0 und erzeugten das spritzigste Wasser im Test.

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Dabei lag der „Soda Trend Style“ sogar noch vor dem teuren Modell von Aarke. Abzüge gab es aber zum Beispiel bei der Handhabung, da der Knopf zum Aufsprudeln etwas schwer zu bedienen ist.

Beide Modelle werden mit einer Kunststoff-Flasche geliefert, die von Hand gereinigt werden muss. Einzig die Wassersprudler „Sharon up“ (My Sodapop) und „Crystal 2.0 Titan“ (Sodastream) arbeiten mit Glasflaschen, die auch in die Spülmaschine dürfen.

Wassersprudler: Laut Stiftung Warentest oft teurer als günstige Mineralwasser

Auch wenn Wassersprudler eine Reihe von Vorteilen aufweisen können – billiger sind sie meistens nicht. Nur zwei Sprudler kommen an den Preis günstiger Mineralwässer heran: Das Modell von Pearl und der Sodastream Easy. Dort kostet der Liter 11 bzw. 13 Cent. Jedoch erzeugen die Geräte maximal Medium-Wasser. Die billigsten Classic-Mineralwässer im Handel kosten 13 Cent pro Liter.

Wer spritziges Classic-Wasser möchte, muss bei den Modellen von Aarke, Kitchenaid und Soda Trend mindestens 14 bis 16 Cent pro Liter zahlen.

Der Preis-Leistungs-Sieger Soda Trend Style sprudelt mit einem Gaszylinder rund 46 Liter Wasser auf. Das erspart laut Stiftung Warentest das Schleppen von gut 30 Mineralwasserflaschen á 1,5 Liter.

Beliebtes Supermarkt-Wasser im Test durchgefallen

Aber wie sieht es mit Mineralwässern im Supermarkt aus? Das Institut Ökotest hat sich 53 Sorten vorgenommen. Ein besonders beliebtes Mineralwasser ist dabei jedoch durchgefallen. Der Grund: Zu viele problematische Stoffe.

Besonders gut hat dagegen das Leitungswasser in Dortmund abgeschnitten, so die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest. Und die Stadt will die Qualität sogar weiter erhöhen. Hier können sich Verbraucher also ohne Bedenken am Wasserhahn bedienen. Und das sollten sie auch: Denn am Wochenende soll es wieder richtig heiß werden.

Trinkwasser aus dem Brunnen kann in Dortmund bedenkenlos getrunken werden. Das sagt auch die Stiftung Warentest. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24
Trinkwasser aus dem Brunnen kann in Dortmund bedenkenlos getrunken werden. Das sagt auch die Stiftung Warentest. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat deshalb eine Empfehlung herausgegeben, wie viel Erwachsene bei der Hitze trinken sollen. Bei zu wenig Wasser droht ein Hitzschlag, der sogar zum Tod führen kann.

Nächste Hitzewelle im Anmarsch – diese Tipps helfen

Am Samstag und Sonntag klettern die Temperaturen wieder über 30 Grad. Mit diesen zehn Tipps könnt ihr die Hitzewelle aber problemlos überstehen.

Damit auch eure Wohnung erträglich bleibt, solltet ihr zum Beispiel Geräte, die auf Standby laufen vom Strom nehmen. Aber auch andere Tricks helfen, dass eure Wohnung auch bei 35 Grad noch angenehm bleibt.

Wem es drinnen trotzdem zu heiß ist, der kann sich in einem der zahlreichen Badeseen rund um Dortmund abkühlen.