Smartwatches im Test

Viele schlechte Noten: Stiftung Warentest nimmt Smartwatches unter die Lupe

Für die aktuelle Ausgabe ihres Magazin hat die Stiftung Warentest Smartwatches untersucht. Dabei konnten nur zwei Modelle die Experten überzeugen, viele andere erhielten schlechte Bewertungen.

  • In Deutschland werden immer mehr Smartwatches verkauft.
  • Die Stiftung Warentest hat nun 13 Modelle der intelligenten Uhren unter die Lupe genommen.
  • Dabei konnten nur zwei Smartwatch-Modelle überzeugen.

Smartwatches im Test bei Stiftung Warentest

Puls messen, die gelaufene Strecke bestimmt oder Nachrichten anzeigen: Hersteller von Smartwatches versprechen den Käufern ihrer intelligenten Uhren viel. Doch oft messen die sehr ungenau. Und es gibt noch mehr Probleme.

Zu diesem Urteil kommt die Stiftung Warentest. Für die aktuelle Ausgabe ihres Magazins ("test"-Ausgabe 12/19) haben die Experten der Stiftung 13 Smartwatches untersucht. Das Ergebnis: Nur zwei Modelle konnten überzeugen. Und selbst die erhielten nur die Gesamtnote "gut".

Nur zwei Smartwatches können Stiftung Warentest überzeugen

Insgesamt zeigten viele Smartwatches schon bei eigentlich grundlegenden Aufgaben wie Telefonieren, dem Versenden von Nachrichten oder der Navigation Schwächen. Beim Messen von Puls oder Kalorienverbrauch zeigten sich laut der Tester außerdem oft Ungenauigkeiten. Lediglich die Apple Watch Series 5 (480 Euro) und die Garmin Forerunner 245 Musich (335 Euro) erfassten fast alle Werte korrekt.

Dafür stammen die beiden Modelle, die aus dem Test letztlich auch als Sieger hervorgingen, auch aus der gehobenen Preisklasse - im Test sind sie sogar die teuersten. Günstigere Alternativen wiesen auch stets größere Mängel auf. Sie schnitten oft mit der Endnote "befriedigend" ab. Ein besonders günstiges Modell wurde sogar mit "mangelhaft" bewertet.

Stiftung Warentest: Probleme mit dem Datenschutz bei vielen Smartwatches

Ein Punkt, den die Tester außerdem bemängeln, betrifft die Datenschutzerklärungen der Hersteller. Laut Stiftung Warentest, die auch Raclette-Geräte getestet hat, gibt es diesbezüglich bei neun der 13 Modelle Mängel. Allgemein kritisieren Experten, dass die Smartwatches bei der Einrichtung eines Nutzerkontos sehr viele persönliche Daten abfragen würden.

Dazu gehören auch Daten wie die eigenen Telefonnummer, die für eine korrekte Funktion der Uhr eigentlich nötig wären. Hinzu kommt, dass sich sechs Hersteller das Recht einräumen, personenbezogene Daten zu speichern und an Dritte weiterzugeben. Hinweise darauf, dass Fitnessdaten ungefragt an Dritte weitergegeben wurden, fand die Stiftung Warentest allerdings nicht.

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