Stiftung Warentest: Das beste Hundefutter kostet nur 59 Cent

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Hundefutter im Test bei Stiftung Warentest Foto: Horst Ossinger/dpa

Stiftung Warentest hat mehrere Sorten Nassfutter und Barf-Menüs getestet. Dabei kamen überraschende Ergebnisse heraus: Jedes dritte ist nicht geeignet.

Er gilt als der beste Freund des Menschen. Der treue Wegbegleiter unter den Haustieren - der Hund. Die Stiftung Warentest hat jetzt Hundefutterunter die Lupe genommen. Gleich mehrere Produkte sind "mangelhaft". Der Testsieger hingegen kostet nur 59 Cent.

Bei Futtermarken gibt es viele schwarze Schafe, die für den Vierbeiner gar nicht geeignet sind. Stiftung Warentest hat 26 klassische Nassfutter und fünf tiefgekühlte Barf-Menüs getestet.

"Barf" bedeutet biologisches artgerechtes Rohfutter. Klingt erstmal gut. Seinen Hundso Art- und Naturgerecht wie möglich zu ernähren, ist generell nicht verkehrt. Doch die getesteten Menüs schnitten im Vergleich deutlich schlechter ab als die Nassfutter.

Stiftung Warentest hat Barf-Kost aus dem Heimwerkermarkt und Onlinehandel überprüft. Alle getesteten Futtersorten waren Komplettmahlzeiten und Alleinfuttermittel. Alle Nährstoffe, die der pelzige Freund braucht, sollten demnach auch enthalten sein.

Stiftung Warentest: Barf-Menüs schneiden schlecht ab

Laut Stiftung Warentest sind neun der getesteten Hundefutter allerdings mangelhaft und damit nicht geeignet - darunter die Barf-Menüs. Ihnen fehlen wichtige Nährstoffe und die Keimbelastung war überdurchschnittlich hoch.

Als Testsieger kürteStiftung Warentest "Saftige Brocken mit Rind" von der Edeka-Eigenmarke Gut & Günstig. Das Futter kostet nur 59 Cent. Auch die Orlando "Schlemmerkern Pastete" von Lidlkonnte die Tester überzeugen.

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Die Futtermarken von den Discountern Aldi, Nettound Pennybekamen ebenfalls die Note "sehr gut". Das beweist, dass teuer nicht gleich besser sein muss. Insgesamt schnitten die preiswerteren Dosen besser ab als die teureren Markenprodukte. Erst kürzlich wurden bei Stiftung Warentest auch Gasgrills unter die Lupe genommen - auch dort überzeugen durchaus günstigere Produkte.

dm-Futter fällt im Test durch

Die Note "mangelhaft" erhielten zum Beispiel "Dein Bestes" von dm in der Richtung "Mit 4 Sorten Geflügel klassisch" und das teuerste Futter von Herzenshund in der Sorte "Hirsch mit Quinoa".

Dieses Futter hatte den höchsten Bleigehalt im ganzen Test. In dem Nassfutter von dm ist mehr Joderhalten, als es für Tierfutter erlaubt ist. Das kann bei Hunden zu Schilddrüsenfehlfunktionen führen, berichtet Stiftung Warentest.

Ein ähnliches Ergebnis erzielte Stiftung Warentest beim Test der Deoroller: Auch da kostet der Testsieger von dm lediglich 55 Cent. Ganz aktuell warnt Öko-Test vor dem Verzehr von Aldis Studentenfutter - dort sollen krankmachende Bakterien enthalten sein.

Die Stiftung Warentest hat sich außerdem die aktuellsten Smartphones am Markt vorgenommen. Die Testsieger kommen alle von der gleichen Marke. Und wer mit diesen Handys gern Musik hören will, sollte sich den Test der Bluetooth-Boxen anschauen.

Wer sich über neue Produkte informieren möchte, sollte unbedingt auf seriöse Testurteile achten. Die Stiftung Warentest warnt jetzt vor Fake-Testportalen im Netz, die eigentlich nur Profit machen wollen.