Bild: dpa

Teurer heißt nicht unbedingt gleich besser. Das bestätigte auch Stiftung Warentest in einem Vergleich zwischen Markenprodukten wie Ariel und Nivea und Eigenmarken von dm und Co.

Gegenübergestellt wurden insgesamt 371 Drogerie­artikel aus 21 Tests aus dem letzten und vorletzten Jahr. Aufgeteilt in 176 Eigenmarken und 195 Markenprodukte.

Insgesamt waren Eigenmarken häufiger sehr gut oder gut als Marken­produkte und seltener mangelhaft. Beim Durchschnittswert schnitten Markenprodukte und Eigenmarken allerdings beinahe gleichauf ab“, sagt die
Verbraucherorganisation.

Dabei gibt es allerdings bei der Preisfrage erhebliche Unterschiede. Wasch- und Putzmittel der Eigenmarken sind im Schnitt fast 60 Prozent günstiger. Und auch bei Kosmetikprodukten lassen sich bei den Eigenmarken einige Euro sparen. Der Preisunterschied liegt bei bis zu 80 Prozent. Und die Qualität muss nicht unbedingt schlechter sein.

Das zeigt sich zum Beispiel beim Kauf von Sonnenmilch. Ausgerechnet der günstige Schutz „Cien Sun Sonnenmilch Classic“ von Lidl war 2018 der Testsieger unter den Sonnenschutzmitteln bei der Stiftung Warentest und erhielt dort die Note „sehr gut“ (1,3).

Und auch beim Waschmittel haben die Eigenmarken die Nase vorn. Stiftung Warentest erklärte jetzt das Colorwaschmittel von Aldi zum Testsieger. Die Marken-Konkurrenz konnte nicht überzeugen.

Stiftung Warentest erklärt: Daher kommt der Unterschied!

Eigenmarken sind oft schlichter im Design und verzichten auf Werbung. „Diese Händler geben Auftragsherstellern Qualität und Budget vor und verzichten meist auf teure Werbung für einzelne Produkte“, sagt Stiftung Warentest.

Markenprodukte gehören dagegen dem Hersteller, der für seine Vermarktung oft teure Werbemittel zahlt. Das zeigt sich dann auch im Endpreis.

+++ Mit diesem Trick bekommt ihr noch mehr im Geschirrspüler unter +++

Wer sich also den einen oder anderen Euro sparen möchte, kann mit gutem Gewissen auf die Eigenmarken zurückgreifen. Denn qualitativ büßt man nichts ein, nur teure Werbemaßnahmen spart man sich.

Bei den Smartphones sieht das übrigens ein bisschen anders aus. Die besten Geräte im Test waren auch die teuersten.