Draconiden, Tauriden, Orioniden

Sternschnuppen-Sensation: Im Oktober sind gleich drei Himmelsspektakel zu sehen

Aktuell sind mal wieder besonders viele Sternschnuppen am Nachthimmel zu beobachten. Doch die Chance, welche zu sehen, gibt es nicht mehr lange.

Deutschland - Sternschnuppen erfreuen sich nicht nur bei Hobbyastronomen großer Beliebtheit, sondern auch bei anderen Personen. Das liegt an ihrem Ruf, Wünsche zu erfüllen sowie an ihrer Seltenheit. Im Herbst gibt es sogar drei Meteorschauer, die bei Dunkelheit auftauchen.

SternschnuppenOrioniden
Zeitraum2. Oktober bis 7. November
Höhepunkt/ Maximum21. Oktober

Sternschnuppen im Herbst beobachten: mehrere Meteorschauer am Himmel aktiv

Der Sommer mit dem Meteorschauer der Perseiden hat sich längst verabschiedet. Aber der Herbst hat neben den bunten Blättern am Tag nach Sonnenuntergang ebenfalls einige Highlights zu bieten. Der Oktober eignet sich daher, um Sternschnuppen zu beobachten.

Gleich drei Meteorschauer gibt es in diesem Monat. Daher lohnt sich der Blick zu den Sternen nun besonders. Den Anfang machen die sogenannten Delta-Draconiden. Sie sind am 4. Oktober gestartet und sind vor allem zu ihrem Maximum am 8. Oktober zu erkennen – sofern das Wetter mitspielt. Die Bruchstücke eines Kometen, die als Feuerbälle verglühen, sollen allerdings schon am 11. Oktober wieder verschwunden sein.

Doch danach ist das Spektakel am Himmel noch nicht vorbei. Denn eine Chance, den Meteorschauer der Orioniden zu entdecken, gibt es noch bis Ende Oktober. Astro-Fans sollten sich speziell den 21. Oktober merken. Während des Maximums können bis zu 20 der kleinen Kometenbruchstücke am Nachthimmel auftauchen. Ihren Namen verdanken die schnellen Feuerbälle übrigens dem Sternbild Orion. Allerdings sollte man auch bei der Beobachtung der Orioniden nicht zögern.

Meteorschauer im Oktober: Sicht auf Tauriden durch Vollmond beeinträchtigt

Einen Tag zuvor, also am 20. Oktober, ist Vollmond, sodass das helle Licht des Mondes die Sternschnuppen überdecken könnte. Im Herbst rauscht nachts aber noch ein dritter Meteorschauer über den Himmel: die südlichen Tauriden, die nach dem Sternbild Taurus, also Stier benannt sind.

Seit September sind sie schon aktiv und erreichen ihren Höhepunkt am 10. Oktober. Aber auch Ende Oktober gibt es noch eine Möglichkeit, sich etwas durch Sternschnuppen zu wünschen. Denn ab dem 20. Oktober folgen die nördlichen Tauriden.

Der Meteorschauer der Orioniden ist im Oktober ebenso zu sehen, wie die Sternschnuppen der Tauriden.

Sowohl die südlichen also auch die nördlichen Tauriden sollen bei passendem Wetter sogar bis in den November erkennbar sein. Nach Informationen von Wetter.de gibt es neben den drei Meteorschauern sogar noch weitere Highlights am dunklen Himmel zu beobachten.

Neben Sternschnuppen: Planeten im Oktober am Himmel zu sehen

Mehrere Planeten sollen zu unterschiedlichen Zeiten mit dem bloßen Auge zu sehen sein. Hobby-Astronomen können sich unter anderem über den Anblick von Jupiter und Saturn freuen. Laut Wetter.de sind die Gasplaneten in der ersten Nachthälfte zu sehen. Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied.

Während der Jupiter sich schon früh in der Nacht wieder zurückzieht, ist Saturn momentan auch noch bis 2 Uhr nachts sichtbar. Das ändert sich aber zum Ende des Monats hin. Dann verabschiedet sich der Saturn schon gegen Mitternacht. Dafür taucht Ende Oktober der Merkur auf.

Voraussetzung dafür sind allerdings gute Sichtverhältnisse und Wetterbedingungen. Zudem sind Frühaufsteher im Vorteil. Denn der Merkur soll sich ab dem 20. Oktober „in der Morgendämmerung knapp über dem Horizont im Osten“ zeigen. Aufgang des kleinsten Planeten des Sonnensystems soll demnach gegen 6.15 Uhr sein, sodass er etwa 20 Minuten später am Horizont zu sehen sein wird.

Sternschnuppen und Sternbilder im Oktober: Großer Wagen verschwindet vom Himmel

Einen Nachteil gibt es im Oktober trotzdem. Denn eines der bekanntesten Sternenbilder sucht man aktuell meist vergeblich. Der große Wagen soll in diesem Monat kaum bis gar nicht am Himmel erkennbar sein.

Rubriklistenbild: © Jorge Guerrero/ AFP

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