Welche Maßnahme greift

Sankt-Martins-Umzüge trotz Corona: Welche Regeln in diesem Jahr gelten

Die St. Martins Umzüge sind in diesem Jahr grundsätzlich untersagt. Einige Ausnahmen gibt es dennoch.
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Die St. Martins Umzüge sind in diesem Jahr grundsätzlich untersagt. Einige Ausnahmen gibt es dennoch.

Sankt-Martins-Umzüge können wegen des Coronavirus nicht stattfinden wie üblich. Ein paar Ausnahmen gibt es aber - das sind die Regeln.

Deutschland - Für Kinder ist der alljährliche Sankt-Martins-Umzug ein absolutes Highlight. Mit selbstgebastelten Laternen ziehen dann vor allem Kita-Gruppen bei Dunkelheit durch die Straßen und singen Lieder. In diesem Jahr fällt das allerdings flach.

Corona: Sankt-Martins-Umzug kann 2020 nicht stattfinden, wie gewohnt

Laut dem Beschluss des NRW-Landesgesundheitsministeriums vom 30. Oktober ist die Durchführung von den bekannten Martinsumzügen in diesem Jahr im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen untersagt. Die aktuelle Schutzverordnung besagt, dass Veranstaltungen nur mit einem ausdrücklichen Ausnahmetatbestand möglich sind. Dazu zählt der Laternenumzug, genau so wie der abendliche Spaziergang an Halloween, nicht.

Mit Erziehern, Eltern und vielleicht sogar Geschwistern umherziehen ist für Kita-Kinder in diesem Jahr also nicht wie gewohnt möglich. Komplett ausfallen muss das Sankt-Martins-Fest deswegen aber nicht, denn das ein oder andere Schlupfloch für Kindergärten und Ideen für zu Hause bleiben noch (alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Sankt-Martins-Umzug trotz Coronavirus: Diese Möglichkeiten gibt es

Denn als mögliche Ausnahme und Alternative zum Sankt-Martins-Umzug kommt etwa eine rein interne Veranstaltung infrage (Stand: 9. November). Das bedeutet, dass Kitas oder Schulen auf dem eigenen Gelände einen Laternenzug veranstalten können, allerdings dürfen Eltern oder andere externe Personen laut Landesgesundheitsministerium nicht daran teilnehmen, wie der Westfälische Anzeiger berichtet.

Hier kommt es allerdings auf die jeweilige Einrichtung an: Welche Kita oder Schule tatsächlich einen privaten Sankt-Martins-Umzug durchführen möchte, muss von den Eltern individuell abgeklärt werden. Wie der Saarländische Rundfunk berichtet, haben sich allerdings schon einige Kitas deutschlandweit gegen eine solche Veranstaltung entschieden.

Sankt-Martins-Umzug zu Hause: So klappt es trotz Corona

Fällt der Sankt-Martins-Umzug für die Kinder in diesem Jahr dann im Zweifel komplett aus? Nicht unbedingt. Denn auch im privaten Rahmen helfen einige Ideen, die selbstgebastelte Laterne trotz Corona präsentieren zu können. Ein Spaziergang mit dem eigenen Haushalt ist auch bei Dunkelheit nach wie vor möglich. Wichtig dabei: Auf offenes Feuer in den Laternen sollte unbedingt verzichtet werden.

Auch ohne Laternen lässt sich der Sankt-Martins-Tag gemeinsam zelebrieren: Habt ihr schon einmal traditionelles Martinsgebäck wie Stutenkerle, auch Weckmänner genannt, oder die Martinsbrezel selbst gebacken? Wenn nicht, ist dieses Jahr vielleicht die perfekte Gelegenheit dafür.

Doch auch eine besondere Aktion schlägt in diesem Jahr Wellen: Die Lichtschneiderei Brenzinger aus St. Leon-Rot in Baden-Württemberg hat vor wenigen Wochen dazu animiert bei den „Laternenfenstern“ mitzumachen.

Laternen Fenster statt Sankt-Martins-Umzug: Die Aktion schlägt wegen Corona Wellen

Seitdem wird der Aufruf über Facebook von mehreren Gemeinden und auch Kitas verbreitet. Die Idee dahinter: Beim „Laternenfenster“ sollen die Laternen statt beim Sankt-Martins-Umzug in den eigenen Fenstern präsentiert werden. Vom 1. bis 11. November sollen die Lichtobjekte entweder nahe der Scheiben aufgehängt oder aufgestellt werden, damit in möglichst vielen Fenstern Laternen zu sehen sind (mehr Ratgeber und Tipps auf RUHR24.de).

Bei einem abendlichen Spaziergang mit den Eltern sollen sich die Kinder so trotzdem über die bunten Lichter freuen können. „Ganz im Sinne von Sankt Martin wollen wir in dieser schwierigen Zeit mithilfe der Laternen Hoffnung schenken“, so Jennifer Brenzinger in ihrem Rundschreiben zu der Aktion.