Stiftung Warentest prüft 18 Modelle

Spülmaschinen im Test: Kein Gerät ist „sehr gut“ – aber Testsieger haben einen Vorteil

Stiftung Warentest hat 18 Geschirrspülmaschinen getestet. Mit der Reinigungsleistung waren die Tester zufrieden, Kritik gab es an anderer Stelle. Keine Spülmaschine bekam die Note „sehr gut“.

Dortmund – Stiftung Warentest prüft nicht nur Getränke und Lebensmittel, sondern auch technische Alltagsgeräte. In einem neusten Test hat sich das Verbrauchermagazin jetzt Spülmaschinen näher angesehen und dabei festgestellt: „Sehr gut“ ist keiner der Geschirrspüler.

OrganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964, Berlin
CEOHubertus Primus (seit 2. Jan. 2012)
RechtsformSelbständige rechtsfähige Stiftung

Stiftung Warentest: Spülmaschinen von Marken wie Miele, Siemens, Beko und Ikea im Test

Immer wieder prüft Stiftung Warentest Spülmaschinen. In dem neuesten Test hat sich das Verbrauchermagazin aber vor allem Modelle angesehen, die bereits mit dem neuen, seit März 2021 gültigen Energielabel ausgezeichnet sind. Insgesamt 18 Geschirrspüler, die es aktuell auf dem Markt zu kaufen gibt, wurden auf ihre Reinigungsleistung, ihre Kurz- und Sparprogramme sowie auf Handhabung und Lautstärke hin untersucht.

Im Spülmaschinen-Test waren teure Top-Marken wie Miele, Bosch und Siemens dabei. Aber auch günstigere Anbieter wie zum Beispiel Beko oder Modelle von Ikea wurden unter die Lupe genommen. Außerdem hat Stiftung Warentest zwischen Produkten, die 60 Zentimeter breit sind, und Modellen, die nur 45 Zentimeter breit sind, unterschieden.

Spülmaschinen-Test 2021: Geschirrspüler überzeugen bei der Spülleistung

Die gute Nachricht zuerst: Stiftung Warentest konnte feststellen, dass alle Spülmaschinen gut oder sehr gut reinigen. Und darauf kommt es den meisten Verbrauchern ja in der Regel an. Denn die Geschirrspüler sollen das lästige Spülen mit der Hand ersetzen. Die Spülleistung wurde anhand von getrocknetem Haferbrei, Spinatresten, eingebranntem Hackfleisch sowie hartnäckiger Teereste überprüft. Die Geschirrspüler mussten Teller, Tassen, Gläser und Besteck davon befreien.

„Für fast alle Modelle war das kein Problem“, heißt es bei Stiftung Warentest. „Egal ob im Spar-, Kurz- oder Automatikprogramm: Sie spülten bergeweise Geschirr sauber“, lautet das Fazit des Verbrauchermagazins. Nur ein günstiges Modell geriet im Kurzprogramm an seine Grenzen, sorgte nur im Eco-Modus für strahlend sauberes Geschirr (mehr Testberichte bei RUHR24).

Geschirrspülmaschinen-Test 2021: Das sind die besten Spülmaschinen laut Stiftung Warentest

Dennoch bekam im Gesamtfazit keine Spülmaschine ein „sehr gut“. Woran lag das? Bei den meisten Geschirrspülern gab es aufgrund des Stromverbrauchs ordentlich Minuspunkte. So hatten die Spülmaschinen einen besonderes hohen Energieverbrauch, wenn man sich für das Kurz- oder Automatikprogramm entscheidet.

Das Spar-Programm ist somit bei allen Spülmaschinen das beste. Der Nachteil daran: Die Eco-Programme laufen in der Regel unglaublich lange, im Durchschnitt bis zu vier Stunden. Ein Geschirrspüler im Test braucht dafür sogar fünf Stunden. Das liegt mitunter daran, dass die Geräte mit niedrigerer Temperatur spülen und trocknen – dafür aber mit mehr Zeit und weniger Energie.

Das sind die Testsieger beim Spülmaschinen-Test von Stiftung Warentest:

  • Miele G 5260 SCVi Active Plus: Note 2,1 – Kosten: 1030 Euro (vollintegriertes Modell)
  • Miele G 5210 SCi Active Plus: Note 2,1 – Kosten: 935 Euro (teilintegriertes Modell)
  • Bosch SMV6ZCX49E: Note 2,2 – Kosten: 805 Euro (vollintegriertes Modell)
  • Bosch SMI6ZCS49E: Note 2,2 – Kosten: 745 Euro (teilintegriertes Modell)
  • Alle Verlierer und Gewinner im Test gibt es bei Stiftung Warentest (Bezahlartikel).
Spülmaschinen von Miele schnitten bei Stiftung Warentest gut ab – sie haben aber einen Nachteil.

Geschirrspüler im Test: Miele und Bosch sind Testsieger – aber mit einem Nachteil

Miele und Bosch gehören also zu den großen Gewinnern im Spülmaschinen-Test. Denn sie überzeugten die Tester nicht nur in Sachen Spülleistung, sondern auch mit ihrem Geräuschpegel. Die Testsieger sind die einzigen Modelle die in der Kategorie „Geräusch“ ein „sehr gut“ bekamen. Die Geschirrspüler gelten also als besonderes leise. So liegt der Dezibelwert beim Testsieger gerade mal bei 39,6 db. Bei Bosch ist er mit 40,1 nur minimal höher.

Punktabzug gab es aber auch bei den beiden Modellen für den hohen Stromverbrauch im Kurzprogramm. Ein weiterer Haken an der Sache: die Kosten. Die Spülmaschinen von Miele waren zugleich die teuersten im Test. Auch die Geräte von Bosch sind nicht gerade günstig.

Spülmaschinen: Schmale Modelle schneiden bei Stiftung Warentest miserabel ab

Wer daher weniger für seine Spülmaschine ausgeben will, muss zu einem günstigeren Modell greifen. Aber auch hier gibt es Entwarnung. Von den 18 getesteten Modellen schnitten nur vier Produkte mit „befriedigend“ ab – das war zeitgleich auch die schlechste Note im Geschirrspüler-Test von Stiftung Warentest.

Spülmaschinen, die jedoch nur eine Breite von 45 Zentimetern haben, schnitten deutlich schlechter ab. Hier war die beste Note eine 2,3 (befriedigend) für ein Bosch-Modell. Die Teste bemängelten bei den schlanken Geräten, dass diese verhältnismäßig mehr Wasser und Strom verbrauchen. Stiftung Warentest ist daher der Meinung, dass sie nur als Notlösung dienen sollten – etwa wenn man nur eine kleine Küche mit wenig Platz hat.

Rubriklistenbild: © Robert B. Fishman, Sigrid Stege/dpa

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