Lifehacks im Haushalt

Spülmaschine richtig beladen und einstellen spart Strom und Wasser

Spülmaschinen verbrauchen Wasser und Energie. Beides sind aktuell kostbare Güter. Um Geld zu sparen gibt es einige Tricks, die den Verbrauch senken.

Dortmund – Die Spülmaschine ist in vielen Haushalten ein Alltagsheld. Das dreckige Geschirr kann einfach schnell eingeräumt werden und wenn die Maschine voll ist, stellt man sie an. Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. Heiße Sommer könnten in Zukunft zu Wasserknappheit führen und Energieträger wie Gas werden durch den Krieg in der Ukraine teuer. Wer Wasser und Strom sparen will, sollte beim Einräumen also einige Tipps beachten.

ThemaStrom- und Wasserverbrauch
Durchschnittlicher Stromverbrauch in Deutschland pro Person2.300 kWh pro Jahr
Durchschnittlicher Wasserverbrauch in Deutschland pro Person46.500 Liter pro Jahr

Spülmaschine spart Energie und Wasser gegenüber dem Spülen von Hand

Die Spülmaschine spart nicht nur Nerven, sondern auch Wasser und Energie gegenüber dem Spülen von Hand. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz macht das im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 40 Prozent weniger Energie aus. Ein Spülgang verbraucht nämlich im besten Fall nicht mehr als neun Liter Wasser.

Strom und Energie sparen: Spülmaschine richtig einstellen spart auch Geld

Trotzdem, auch wenn die Maschine nur zweimal die Woche läuft, sind das im Jahr mehr als 1.200 Liter. Zu dem Wasserverbrauch kommen außerdem noch die Stromkosten hinzu. Es lohnt sich also, sich Gedanken über Sparmaßnahmen zu machen.

Energie wird vor allem gebraucht, um das Spülwasser zu erwärmen. Bei zwei wöchentlichen Waschgängen kostet der Strom je nach Größe der Spülmaschine zwischen 20 und 30 Euro im Jahr. Das gilt aber nur bei optimalen Bedingungen. Also, wenn ein sparender Waschgang ausgewählt ist und auch die Strompreise nicht zu hoch sind. Ansonsten kann es nämlich auch teurer werden (mehr Lifehacks zum Energiesparen bei RUHR24).

Strom sparen: Händische Vorspülen ist bei einer Spülmaschine unnötig

Unnötig viel Wasser verbraucht, wer das Geschirr vor dem Einräumen in die Spülmaschine wäscht. Für das Waschen sollte ausschließlich die Maschine zuständig sein. Es ist in den meisten Fällen völlig ausreichend, wenn grobe Speisereste zum Beispiel mit der Gabel entfernen werden, damit das Geschirr sauber wird.

Spülen per Hand ist kostet deutlich mehr Wasser und Energie als mit der Spülmaschine.

Wenn einfache Verschmutzungen nicht weggehen, sollten Siebe und Sprüharme der Maschine gecheckt werden. Bei Bedenken wegen unangenehmen Gerüchen oder Pilzbefall durch die Essensreste helfen Hausmittel und die richtige Reinigung der Maschine.

Spülmaschine richtig einräumen: Dreckiges Geschirr gehört nach unten

Ein besonders häufig gemachter Fehler ist es, das Geschirr wahllos in den Geschirrspüler zu stellen. Beim Einräumen sollte besonders dreckiges Geschirr ganz unten in die Maschine, damit es das andere Geschirr nicht zusätzlich befleckt. Deshalb sind Tassen und Gläser auch über Teller und Töpfen. Nur leicht verschmutzte Schüsseln oder Brotdosen sollten auch ins obere Fach.

Spülmaschine nur bei richtiger Menge Geschirr laufen lassen

Wer einen Besteckkorb hat, sollte die Griffe von Gabeln und Löffeln nach unten zeigen lassen. So kann das Wasser leichter in die Zwischenräume fließen und das Besteck wird besser sauber. Lücken-lassen ist grundsätzlich für die ganze Spülmaschine wichtig. Es gilt: Lieber nicht überladen, sonst muss sie im schlimmsten Fall doppelt laufen. Auf der anderen Seite ist es ratsam, den Geschirrspüler aber auch nicht halb-voll laufen lassen.

Dieser Besteckkorb ist zu eng beladen. Außerdem zeigen nicht alle Griffe des Bestecks nach unten.

Eco-Programm der Spülmaschine spart Energie und Wasser

Die Auto-Spüloption ist vielleicht praktisch und macht das, was sie soll. Aber am meisten Wasser und Energie spart das Eco-Programm. Das dauert länger, aber das Wasser wird dabei nicht so stark erwärmt. Das spart im Vergleich zum Automatik-Programm rund ein Drittel an Strom, so der Berliner Kurier.

Aber Vorsicht: Wird Fett aufgrund der niedrigeren Temperaturen nicht richtig abtransportiert, kann es die Maschine verstopfen.  Deshalb empfiehlt das Umwelt-Ministerium ab und zu mit höherer Temperatur zu waschen. Ein guter Richtwert ist einmal monatlich. Übrigens: „Smart Home”-Funktionen und WLAN in der Waschmaschine sollten nur bei Bedarf aktiviert werden, weil sich sonst der Energieverbrauch im Stand-by-Modus erhöht

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