Sparfüchse aufgepasst

Autofahrer-Trick: Trotz hoher Spritkosten kann man aktuell noch Geld sparen

Trotz staatlicher Tankrabatte sind die Spritkosten für Autofahrer weiter hoch. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Verbrauch aber reduzieren.

NRW – Autofahrer ächzen weiterhin unter den hohen Spritpreisen, die eine direkte Folge des Ukraine-Konflikts sind. Damit Pendler am Ende des Monats nicht mehr Geld für Sprit als für die Miete ausgeben müssen, hat die Bundesregierung mit dem Sommer-Tankrabatt im Sommer im Rahmen des „Entlastungspakets 2“ die Energiesteuer gesenkt.

Kanzler der BundesregierungOlaf Scholz
Kabinett besteht seit 8. Dezember 2021
RegierungsparteienSPD, FDP, Grüne

Spritkosten sparen: Regierung bietet Tankrabatt durch Senkung der Energiesteuer

Auch mit entsprechenden Kreditkarten bekamen Autofahrer Benzin und Diesel etwas billiger. Doch beim alltäglichen Fahrvergnügen kann man ebenso Sprit und Kosten sparen. Diese acht Tricks empfiehlt Matas Buzelis von der Prüfplattform für Gebrauchtwagen CarVertical, um die Ausgaben für Benzin und Diesel zu reduzieren (mehr zu Auto und Verkehr auf RUHR24).

1. Gleichmäßige Fahrweise: Ein aggressiver Fahrstil mit starken Beschleunigungen und Bremsmanövern kann die Kraftstoffeffizienz um 40 % senken. Stattdessen sollte man besonnen fahren und beispielsweise auch das Getriebe zum Bremsen benutzen. So werden der Motor, die Reifen und die Radaufhängung geschont.

Spritkosten sparen: Fahrweise und Klimaanlage beeinflussen Kraftstoffverbrauch

2. Einsatz der Klimaanlage reduzieren: Der starke Kompressor der Klimaanlage kann den Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 % erhöhen. Es empfiehlt sich ein sparsamer Einsatz der Klimaanlage an heißen Sommer- oder an regnerischen Herbsttagen, um die Luft und zu kühlen und zu trocknen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Klimaanlage nur dann läuft, wenn sie auch tatsächlich gebraucht wird.

3. Überprüfung des Reifendrucks: Ein zu niedriger Reifendruck kann den Rollwiderstand erhöhen und zu einem höheren Kraftstoffverbrauch führen. Wer Geld sparen will, sollte mindestens bei jedem vierten Tank-Stopp, aber zumindest einmal im Monat man den Druckmesser ans Ventil anlegen.

Ist der Reifen bereits um 0,1 bar zu wenig aufgepumpt, kann der Spritverbrauch laut Quarks zwischen 0,3 und einem Prozent zunehmen. Die Autozeitung gibt an, dass eine Abweichung von 0,5 bar sogar dazu führen kann, dass „das Auto gegebenenfalls schon fast einen halben Liter mehr Kraftstoff auf 100 Kilometern verbraucht.“

Spritkosten sparen: Autofahrer sollten Reifendruck und Gewicht des Autos überprüfen

4. Überflüssiges Gewicht reduzieren: Unnötiger Krimskrams sollte entfernt werden, da der Kraftstoffverbrauch mit dem Gewicht des Fahrzeugs ansteigt. Dadurch ist wirtschaftlicheres und agileres Fahren möglich.

5. Staus meiden: Ständiges Stop-and-Go bedeutet eine hohe Belastung des Motors, der Radaufhängung und des Getriebes. Daher gilt es, die Hauptverkehrszeiten zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr, besonders in Innenstädten, zu vermeiden. Auch Autobahnen wie die A2, auf denen wegen einer Baustelle ein hohes Stauaufkommen absehbar ist, sollten nach Möglichkeit gemieden werden.

Dank einfacher Tricks können Autofahrer den Kraftstoffverbrauch ihres Autos reduzieren.

Spritkosten sparen: Staus meiden und Kurzstreckenfahrten unterlassen

6. Reisen im Voraus planen: Wenn Motoren kalt sind, verbrauchen sie mehr Kraftstoff. Deshalb sind mehrere Kurzstreckenfahrten am Tag zu vermeiden, stattdessen sollten alle Aufgaben bestenfalls in einem Durchgang erledigt werden. Wie ein menschlicher Körper muss sich ein Motor vor dem Sport aufwärmen, andernfalls kann es sogar zu Motorschäden kommen.

7. Ein kraftstoffeffizientes Auto wählen: Anstatt Sprit-fressender, schwerer SUVs empfiehlt es sich, Kleinwagen sowie kleinere und kompaktere Familienmodelle zu fahren. Besonders im Stadtverkehr kann sich das auszahlen.

Spritkosten sparen: Regelmäßige Fahrzeuginspektion wichtig

8. Auto regelmäßig durchchecken: Die regelmäßige Wartung des Motors, der Aufhängung und der elektrischen Systeme kann im Nachhinein die Kraftstoffeffizienz erhöhen. Ein defekter Sauerstoffsensor kann beispielsweise zu einer doppelt so hohen Kraftstoffrechnung führen.

Insgesamt können Autofahrer den Kraftstoffverbrauch ihres Wagens reduzieren, indem sie sowohl Fahr- als auch Wartungsgewohnheiten verändern. Auch der Zeitpunkt für die Fahrt zur Zapfsäule ist entscheidend. Zwischen 18.00 und 19.00 Uhr sowie von 20.00 bis 22.00 Uhr ist der Sprit laut ADAC in der Regel am günstigsten, morgens hingegen am teuersten.

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/Imago

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