Verbraucherschützer warnen

Sms von Spotify – Achtung, Kurznachricht sofort löschen

Der Streamingdienst Spotify hat den Weg schon in so manches Ohr gefunden. Und jetzt auch in das SMS-Postfach? Vorsicht, hier handelt es sich um einen Betrug.

Dortmund – Zu den beliebtesten Musik-Streamingplattformen in Deutschland gehört wohl Spotify. In der zehnjährigen Geschichte haben Hörer insgesamt 450 Milliarden Mal Musik auf Spotify gestreamt. Doch Nutzer des Dienstes sollten jetzt aufpassen, denn aktuell kursiert eine gefährliche SMS, die vorgibt, es gäbe Probleme mit dem eigenen Account.

Spotify-Betrug: Kriminelle wollen mit Fake-SMS Daten abgreifen

SPOTIFY: Wir können Ihre Zahlung nicht verarbeiten. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um Ihre Zahlungsdetails zu überprüfen“, heißt es in der betrügerischen SMS. Diese Kurznachricht stammt laut dem Verbraucherschutzportal Watchlist Internet allerdings nicht von dem Streamingdienst.

Der Link, der mit der Fake-SMS versendet wird, führt demnach auf eine gefälschte Login-Seite, die lediglich Daten abgreifen will. Es handelt sich um Phishing.

Fake-SMS angeblich von Spotify: Kurznachricht sofort löschen und keine Daten angeben!

Neben den Login-Daten zum Spotify-Konto werden es die Betrüger vor allem auf Bankdaten abgesehen haben. Daher sollten Nutzer auf keinen Fall auf den Link klicken und Daten angeben. Die SMS sollte sofort gelöscht werden (mehr digitale News bei RUHR24).

Der Fake ist leicht zu durchschauen. Nutzer können zunächst überprüfen, ob die Warnung in der SMS tatsächlich stimmt, indem sie sich über die gewohnten Wege in ihrem Konto anmelden. Gibt es dort keine Benachrichtigung, handelt es sich um einen Fake. Auch der Link in der SMS ist nicht richtig. Die richtige Adresse zum Spotify-Login lautet: accounts.spotify.com/de/login.

Achtung: Aktuell kursiert eine Fake-SMS im Spotify-Look.

Auf Spotify-Betrug hereingefallen? Das ist jetzt zu tun

Wenn es dafür zu spät ist und User auf der gefälschten Spotify-Seite ihre Daten angegeben haben, müssen sie schnell handeln:

  • Wenn es noch möglich ist, sollten Nutzer sofort das Passwort ihres Accounts ändern.
  • Geht das nicht mehr, finden Nutzer Support auf der echten Spotify-Hilfe-Seite.
  • Wurden auch Bankdaten angegeben? Dann unbedingt die Bank oder das Kreditinstitut kontaktieren. Eventuell muss die Karte gesperrt werden.
  • Zudem kann eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Phishing per Mail und SMS: Betrüger versuchen alles, um an Daten zu kommen

Solche Betrugsversuche erfolgen auch immer wieder per Mail. Darauf bezogen, teilt Spotify mit, dass das Unternehmen nie um persönliche Daten wie Zahlungsinformationen, Passwort, Sozialversicherungs- oder Steueridentifikationsnummer bitten wird. Auch wird Spotify seine Kunden nicht auffordern, Zahlungen über ein Drittunternehmen zu tätigen oder etwas aus einer E-Mail herunterzuladen.

Betrüger versuchen es immer wieder mit verschiedenen Maschen, um irgendwie an die Daten der Nutzer zu kommen. Die Daten selbst können sie teuer verkaufen und mit den richtigen Bankdaten haben sie die Möglichkeit Konten leerzuräumen.

Rubriklistenbild: © Jakub Porzycki/Imago

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