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Spotify-Schock: Konto-Sperrungen und Preiserhöhung drohen

Wer unterwegs Musik hören will, kommt mittlerweile an Spotify kaum vorbei. Doch jetzt müssen sich Nutzer auf Neuerungen einstellen, die nicht erfreulich sind.

Dortmund – Wenn alles zu viel wird, ist die Lösung manchmal ganz einfach: Kopfhörer rein, Musik an und Gedanken schweifen lassen. Wofür früher noch der Walkman oder Discman bemüht wurde, braucht man jetzt nur noch ein Handy. Besonders beliebt: der Streamingdienst Spotify. Doch Nutzern droht jetzt eine böse Überraschung.

UnternehmenSpotify
CEO Daniel Ek
SitzStockholm, Schweden

Spotify: Preisanstieg droht – Streamingdienst sperrt Konten und führt drastische Änderung ein

Ob Hörbuch, das Lieblingsalbum oder die aktuelle Playlist: Auf Spotify wird jeder fündig, der was auf die Ohren will. Doch einige Nutzer dürften zuletzt verblüfft worden sein. Denn der Musik-Streamingdienst sperrt jetzt offenbar einige Konten. Ähnlich schockierend war die Nachricht, als Spotify plötzlich tausende Songs löschte.

Der Grund für die gesperrten Konten: Im Mai passte der App-Anbieter die Nutzungsbedingungen an. Wer diesen nicht bis zum 30. Juni zustimmte, wird bis Ende September offenbar gesperrt. Dem Fachmedium Golem.de sollen mehrere E-Mails von Spotify an Nutzern vorliegen, in denen das Unternehmen mitteile, die Konten bis zum 30. September zu sperren (mehr Digitales auf RUHR24).

Spotify: Neue Nutzungsbedingungen haben Konsequenzen für Nutzer – freie Bahn für neuen Preis

Wie viele davon in Deutschland betroffen sind, ist nicht klar. Spotify ist allerdings wohl der beliebteste Musik-Streamingdienst und verzeichnete im zweiten Quartal 2021 immerhin 365 Millionen Nutzer weltweit und 165 Millionen besitzen einen Premium-Account. Dass die Bedingung bei Nicht-Annahme der Nutzungsbedingungen eine Sperrung ist, sei nicht klar gewesen.

Wessen Konto gesperrt wird, dem empfiehlt das Unternehmen einfach ein neues anzulegen. Allerdings bedeutet das automatisch die Einwilligung der aktuellen Nutzungsbedingungen. Außerdem gingen damit laut Golem.de alle Daten aus dem alten Konto – darunter Favoriten und Playlists – verloren. Der Hintergrund, warum Spotify jetzt diese drastischen Schritte zieht, dürfte die Nutzer nicht erfreuen. Es kann sich um einen möglichen Preisanstieg handeln.

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat offenbar Pläne. Nutzer sind nicht erfreut.

Spotify führt drastische Änderung ein: Preisanstieg bahnt sich an – erste Beispiele aus anderen Ländern

Denn in den neuen Nutzungsbedingungen behält sich der Streamingdienst vor, den Preis anzuziehen. So heißt es, dass der Anbieter „nach billigem Ermessen die Abonnementgebühren und sonstigen Preise ändern“ könne.

Damit sollen „die gestiegenen Gesamtkosten für die Bereitstellung der Spotify-Dienste“ ausgeglichen werden. Konkret nannte das Unternehmen: die Inhalte, die Kosten für die IT-Infrastruktur und die allgemeinen Gemeinkosten.

Spotify: Musik-Streamingdienst ebnet Weg für höheren Preis – letzte Chance nutzen

Aktuell hat Spotify zwar noch nicht am Preis gedreht, durchaus denkbar aber ist, dass der Musik-Anbieter erst alte Konten sperrt, um dann den Schritt zu gehen. In anderen europäischen Ländern stiegen die Kosten für ein Konto bereits.

Das Einzelabo stieg um 1 Euro auf 11 Euro pro Monat, das Duo-Abo auf 14 Euro und das Familienabo erhöhte sich um 3 Euro auf 18 Euro monatlich. In Deutschland wäre es der erste Preisanstieg bei Spotify seit acht Jahren.

Wer also eine E-Mail von Spotify im Postfach hat, sollte sie aufmerksam lesen. Und wem ein gesperrtes Konto droht, sollte noch mal die Chance nutzen und das Lieblingshörbuch oder das aktuelle Lieblingslied in Dauerschleife hören – so lange es noch geht.

Rubriklistenbild: © Mikko Stig/dpa

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