Winter in NRW

Spaziergang im Schnee: Achtung – im Wald lauern eisige Gefahren

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Bei einem Schnee-Spaziergang im Wald sollte man einiges beachten.

Wenn Schnee liegt ist ein Spaziergang im Wald etwas Besonderes. Aber er birgt auch Gefahren. Zur eigenen Sicherheit gibt es einiges zu beachten.

Dortmund – Das Schnee-Chaos hat Deutschland und NRW derzeit fest im Griff. Doch trotz all den Ärgernissen macht das weiße Pulver optisch viel her. Ein Schnee-Spaziergang ist etwas Besonderes! Dabei droht aber auch Gefahr.

BundeslandNordrhein-Westfalen / NRW
Einwohner17,93 Millionen (Stand 2019)
HauptstadtDüsseldorf

Wald-Spaziergang im Schnee: Auch zu Fuß können Unfälle passieren

Denn nicht nur auf der Fahrt zu Arbeit, wenn der Chef nicht Schnee-bedingt Urlaub gibt, kann es zu Unfällen kommen. Auch zu Fuß kann einiges passieren. Die Förster des Regionalverbandes Ruhr (RVR) weisen darauf hin, dass die Wege in den Waldgebieten des Verbandes nicht geräumt sind. Das kann für einen gemütlichen Spaziergang hinderlich sein. Doch es lauern auch andere Gefahren.

Nach Angaben der Förster besteht vor allem unter Nadelbäumen eine Schneebruchgefahr. Die Bäume können den Schnee oder das Eis nicht mehr halten. Äste können deswegen abbrechen aber auch große Mengen Schnee können herunterfallen. Daran seien auch die heißen Sommer der letzten Jahre schuld.

Gefahrenquelle Schneebruch: Vorsicht sollte im Wald geboten sein

„Gerade im Laubholz ist es so, dass durch die letzten drei Dürrejahre die Bäume insgesamt geschwächt sind. Und es dadurch ganz besonders leicht zu plötzlichen Astabbrüchen kommen kann“, so Jörn Hevendehl vom Landesbetrieb Wald und Holz gegenüber dem WDR. Wer im Wald unterwegs ist, sollte deswegen sehr aufmerksam und vorsichtig vorangehen.

Das besonders gefährliche bei einem Spaziergang im Wald: Einen Schneebruch kann man bei aller Vorsicht nur schwer im Vorfeld erkennen. „Man hört es nicht. Es kann ganz schnell und plötzlich passieren. Und gerade wenn man Sport macht, kann man nicht immer in die Kronen reinschauen“, so Hevendehl.

Wenn eine Route im Wald gesperrt ist, sollte man sie auf keinen Fall begehen.

Schneebruch als Gefahr: Was man bei einem Spaziergang im Wald beachten sollte

Auch die Polizei Kempten (Bayern) hat bereits vor Spaziergängen im Schnee gewarnt. Dabei sei es wichtig, die aktuelle Wetterlage zu beachten. Wenn man erkennt, dass der Schnee nass und schwer ist und in den Baumkronen hängt, sollte man die Strecke im Wald eher vermeiden. Das Gleiche gilt, wenn die Bäume auffallend schief liegen oder die Äste stark herunterhängen.

Vor allem sogenannter Altschnee, der schon länger liegt, ist die Gefahr eines Schneebruchs besonders hoch. Auch bei starkem Wind rät die Polizei davon ab in den Wald zu gehen.

In tiefer gelegenen Wäldern könnte der Schnee aber schon weggetaut sein. Dort ist die Schneebruch-Gefahr tendenziell geringer. Offenes Gelände ist beim aktuellen Schnee aber zu bevorzugen.

Spaziergang im Schnee-Wald: Polizei warnt vor Trampelfaden

Querfeldein sollte man dabei aber auch nicht gehen. Wie die Förster des RVR erklären, können dadurch Wildtiere aufgeschreckt werden. Bei ihrer Flucht verbrauchen sie möglicherweise unnötig Energiereserven, die bei Schnee und eisigen Temperaturen überlebenswichtig für sie sind.

Auch zur eigenen Sicherheit sollte man laut der Polizei Kempten nicht auf Trampelpfaden spazieren. Falls ein Weg gesperrt ist, sollte man das auch unbedingt beachten und die Route ändern. Darüber hinaus ist das Betreten von Eisflächen auf Seen und Teichen ist streng verboten.

Video: Sechs Fakten, die du über Schnee noch nicht wusstest

Bei Unsicherheiten kann man sich auch bei der zuständigen Forstverwaltung melden. Dort können alle Fragen zur Sicherheit bei Schnee im anvisierten Waldgebiet geklärt werden.