Änderung für Verbraucher

Sparkasse erhöht Zinsen – Kunden können Kosten-Falle verhindern

Kunden mit einem Konto bei der Sparkasse müssen künftig aufpassen. Denn im Ernstfall wird es künftig noch teurer für die Verbraucher.

Dortmund – Viele Verbraucher spüren beispielsweise die Inflation beim Preisanstieg von Lebensmitteln in Supermärkten wie Lidl und Aldi im Supermarkt. Auch bei den Heizkosten Zuhause sind die Auswirkungen spürbar, weshalb das Sparen immer mehr in den Fokus rückt. Jetzt erwischt es den nächsten Bereich, denn auch bei den Banken geht die Inflation nicht spurlos vorbei.

InstitutionSparkasse
Kunden50 Millionen
HauptsitzBerlin

Sparkasse erhöht Zinsen – Kunden müssen vielerorts mehr Gebühren zahlen

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung (SZ) sollen aktuell die Zinsen für sogenannte Dispokredite bei der Sparkasse, aber auch bei anderen Banken, aktuell gestiegen sein. Das ist für Kunden dann ein Problem, wenn sie wegen der Inflation weniger Geld auf ihrem Konto haben und der Kontostand droht, ins Minus zu rutschen. Wer sich dann Geld bei der Bank wie die Sparkasse leihen will, der muss dafür künftig einiges zusätzlich zahlen.

Die Sparkasse will Kunden nicht nur mit neuen Funktionen bei der EC-Karte locken. Auch das Angebot in Sachen Dispokredit hört sich zunächst verlockend an. „Die Bereitstellung ist kostenlos“, „für jeden beliebigen Verwendungszweck“ und Kunden können das Geld „als Gesamt­summe oder in Teilen jeder­zeit zurückzahlen“, heißt es beispielsweise vonseiten der Bank (weitere Service-News bei RUHR24).

Aber aufgepasst: Denn wer den Deal eingeht, der zahlt nicht selten hohe Gebühren. Wie hoch die Zinsen sind, hängt von der jeweiligen Filiale ab. So steigen laut der SZ die Zinsen bei der Stadtsparkasse in München von 10,64 Prozent im Oktober 2021 auf 11,60 Prozent pro Jahr.

Auch in anderen Städten ist die Summe ähnlich hoch, wie etwa in Düsseldorf. In Dortmund liegen die Gebühren, die bei einem Dispokredit fällig werden, immerhin aktuell nur bei 10,49 Prozent (Stand: 26. Oktober).

Sparkasse beschließt höhere Gebühren – Konto ins Minus treiben kann teuer werden

Kunden, die also beispielsweise ein Jahr lang jeden Monat aufgrund des Dispokredites das Konto um 1.000 Euro belasten, zahlen bei 11,60 Prozent Zinsen 116 Euro pro Jahr zusätzlich. Dies gilt laut Sparkasse allerdings nur, wenn man den Dispokredit wirklich nutzt. Wer die Option zwar hat, aber sein Konto nicht überzieht, hat demnach keine zusätzlichen Kosten zu befürchten.

Wer bei seinem Konto ins Minus rutscht, der muss hohe Zusatzkosten fürchten.

Doch damit nicht genug: Auch Personen, die ihr Konto noch weiter als den Dispokredit ins Minus treiben oder ins Minus gehen, obwohl sie keinen Dispokredit haben, zahlen nun je nach Sparkasse ebenfalls deutlich mehr. So werden bei der Stadtsparkasse in München im Falle von Überziehung statt zuvor 10,64 Prozent inzwischen 15,65 Prozent Zinsen fällig, berichtet die SZ.

Bei Verbrauchern, bei denen etwa durch die gestiegenen Heizkosten das Geld generell knapp ist, könnte daher der Dispokredit sinnvoller sein als sein Konto ohne die Option aufgrund der hohen Gebühren durch die Zinsen zu überziehen. Wer sich für den Kredit entscheidet, muss nach Angaben der Sparkasse einige Bedingungen erfüllen, wie volljährig zu sein, ein regelmäßiges Einkommen und eine positive Schufa zu haben.

Sparkasse erhöht Zinsen – Konkurrent macht Kunden verlockendes Angebot

Höhere Zinsen beim Dispokredit oder bei der Überziehung gibt es allerdings nicht nur bei vielen Sparkassen. Auch andere Banken gehen den Schritt. Dazu zählt beispielsweise die Targobank, bei der die Zinsen sogar noch höher liegen als bei der Sparkasse.

Anders sieht es hingegen bei der Postbank aus. Dort wurden die Gebühren in Form von Zinsen sogar im Vergleich zum Vorjahr gesenkt.

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