Vorsicht vor diesen gefährlichen E-Mails

Warnung vor fieser Corona-Betrugsmasche - Sparkassen-Konten und Geld in Gefahr

Während der Coronavirus-Krise sind im Namen der Sparkasse mehrere Phishing-Mails verschickt worden. Es besteht Gefahr für Konten von Kunden. Hier alle Infos.

  • Im Namen der Sparkasse werden derzeit betrügerische E-Mails verschickt.
  • Die Verbraucherzentrale warnt vor einer fiesen Masche, die mit dem Coronavirus zu tun hat.
  • Kunden könnten Geld von ihrem Konto verlieren.

Dortmund/NRW - Wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft hat die Bundesregierung ein umfassendes Konjunkturpaket geschnürt. Doch genau das rückt nun in den Fokus fieser Betrüger. Die Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen Masche.

Verbund

Sparkassen-Finanzgruppe

Gründung

1975

Sitz

Berlin

Anzahl der Sparkassen

385

Sparkasse: Fiese Betrugsmasche im Umlauf - Kriminelle nutzen Corona-Konjunkturpaket

Kriminelle versuchen in Deutschland derzeit über gefälschte E-Mails an persönliche Daten von Bankkunden zu kommen. Sie nutzen dafür die Entwicklungen der Corona-Krise. Dieses Mal im Fokus: das neue Konjunkturpaket der Bundesregierung.

In einer Phishing-Mail vom 7. Juni behaupten Kriminelle, dass durch dieses neu beschlossene Konjunkturpaket die monatlichen Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse abgeschafft werden würden. Wer den Vorteil nutzen will, muss auf einen Button in der Mail klicken und die entsprechenden Schritte ausführen. Und genau hier fängt die Betrugsmasche an.

Sparkasse: Betrugsmasche per E-Mail - Empfänger oft ahnungslos

Denn auch wenn die Mail das typische Logo der Sparkasse enthält, professionell geschrieben ist und die Empfänger mit dem richtigen Namen begrüßt werden: Von einer Sparkasse stammt die beschriebene Mail nicht. 

Wer denLink in der Mail anklickt, landet direkt auf einer gefälschten Website, die keiner Sparkasse oder sonstigen Bank gehört. Die Daten, die dort von den Kunden abgefragt werden, gehen direkt weiter an die Betrüger. Sie können damit das Bankkonto leer räumen oder andere Straften begehen.

Sparkasse: Betrugsmasche zum Start des Corona-Lockdowns

Bereits im März, als die Corona-Pandemie in Deutschland so richtig begann und der Lockdown einsetzte, war eine Phishing-Mail der "Sparkasse" im Umlauf. Damals behaupteten Kriminelle, dass die Sparkasse kleinere Filialen zum Schutz ihrer Mitarbeiter vor dem Covid-19-Erreger schließe.

Das stimmte zwar mit den tatsächlichen Maßnahmen überein, allerdings war der restliche Inhalt der Mail gelogen. Kunden hätten angeblich nur dann weiterhin Hilfe von der Sparkasse bekommen, wenn sie ihre Adresse(n), Telefonnummer(n) und E-Mail-Adresse(n) überprüfen. Das sollte über einen entsprechenden Link in der E-Mail gemacht werden. 

Während der Coronavirus-Pandemie sind mehrere Phishing-Mails im Namen der Sparkasse verschickt worden.

Sparkasse: Betrüger nutzen Corona-Gefahr aus

Am Ende der Mail appellierten die Betrüger sogar ans Gewissen der Empfänger: "Prävention ist keine Hysterie, und Ignoranz ist auch kein Mut! Wir hoffen sehr auf Ihre Solidarität und Ihr Verständnis!"

Doch von Solidarität ist hier keine Spur: Wer auf den Link klickt, landet direkt auf einer gefälschten Seite. Die eingegeben Daten bekommen die Betrüger, nicht die Sparkasse.

Sparkasse: Phishing-Mails sind professionell aufbereitet

Normalerweise sind Phishing-Mails gut an der schlechten Rechtschreibung und Grammatik im Text erkennbar. Außerdem ist die Anrede oft unpersönlich. Betrüger greifen hier gerne auf den Satz "Sehr geehrte Kundinnen und Kunden" zurück.

Das ist bei den aktuellen Phishing-Mails der Sparkasse leider nicht der Fall. Stattdessen sind die Mails professionell gemacht, mit Logo versehen und sprachlich korrekt. Zudem wurden die Empfänger persönlich mit Namen angesprochen.

Sparkasse: Absender der Phishing-Mails direkt erkennen

Doch das sind keine Gründe, nicht trotzdem misstrauisch zu sein. Wer Zweifel hat, schaut sich den Absender der Mail an. Betrüger nutzen keine Mailadressen der Sparkasse oder anderer Banken. 

Eine andere Möglichkeit, Phishing-Mails auf Anhieb zu erkennen, ist die Frage an sich selbst: Bin ich überhaupt Kunde bei der Sparkasse oder einer anderen Bank? Falls nein, ist es ganz sicher Betrug.

"Phishing-Mails werden in der Regel wahllos verschickt und die Betrüger bauen darauf, dass genügend Empfänger bei den vorgegebenen Unternehmen ein Konto haben", teilt die Verbraucherzentrale auf ihrer Website mit.

Phishing-Mails: Links in E-Mails auf gar keinen Fall öffnen

In jedem Fall empfiehlt es sich, Links in dubiosen E-Mails nicht einfach zu öffnen, sondern das Linkziel vorher zu checken. Das kann man ganz einfach dadurch machen, indem man mit der Maus über den Link fährt, ihn aber nicht anklickt. Dann wird eine Vorschau angezeigt.

Weitere Informationen darüber, wie man Phishing-Mails erkennt und wie man sich selbst schützen kann, gibt es übrigens bei der Sparkasse.

Rubriklistenbild: © dpa/Arne Dedert