Immer weniger Automaten

Bargeld könnte teilweise knapp werden: Kunden sollten reagieren

An vielen Stellen kann man zwar mit Karte zahlen, aber Bargeld ist auch immer mal wieder nötig. Doch ausgerechnet das wird jetzt wohl knapp.

Dortmund – Seit der Corona-Pandemie kann man selbst bei den meisten Bäckern mit Karte zahlen. Bargeld ist nicht mehr an vielen Stellen zwingend notwendig, wenn man nicht selbst bewusst damit zählen möchte. Doch die bunten Scheine sollen jetzt knapp werden, wie die Gewerkschaft ver.di warnt.

Gewerkschaftver.di
Gründung19. März 2001
HauptsitzBerlin

Bald kein Bargeld mehr? Wo die Scheine knapp werden könnten

Auslöser der vermeintlich drohenden Knappheit ist allerdings auch die Gewerkschaft selbst. Denn ver.di hat Beschäftigte der Geld- und Wertbranche zum zweitägigen Warnstreik aufgerufen.

Arbeitnehmer in der Branche sind beispielsweise dafür zuständig, die Geldautomaten mit Bargeld zu beliefern. Und das könnte sich auf Kunden auswirken. Laut Focus übrigens auch beim Wechselgeld im Supermarkt.

Denn auch hier können Kunden oftmals Bargeld abheben. Penny und Rewe führen sogar einen Service ein, bei dem die Kunden Bargeld beim Supermarkt einzahlen können.

Ob das die Sparkasse und mehr bald überflüssig macht? Immerhin schließt das Unternehmen etwa in Dortmund schon wieder einige Geldautomaten.

Bargeld könnte in manchen Regionen knapp werden: Streik ist der Auslöser

Von dem drohenden Bargeld-Mangel sollen vor allem Geldautomaten in Niedersachsen und Bremen betroffen sein. Von insgesamt 40 geplanten Touren zum Bargeld-Auffüllen wurden beispielsweise in Hannover Anfang der Woche nur fünf wirklich angegangen, wie ein ver.di-Sprecher gegenüber Focus bestätigt.

Bargeld könnte in den nächsten Tagen knapp werden.

Der zweitägige Streik könnte sich laut der Gewerkschaft auch noch auf das Wochenende auswirken. Hintergrund des Streiks sind Tarifgespräche, die bisher nicht wie gewünscht für die Beschäftigten verlaufen sind. So fordert ver.di unter anderem einen Stundenlohn von etwa 20 Euro.

Für die Demonstration in Hannover am Dienstag (5. Juli) erwartet die Gewerkschaft rund 200 bis 300 Teilnehmer. Tatsächlich geht es aber um die Entlohnung von bundesweit etwa 11.000 Beschäftigen in der Geld- und Wertbranche. Die nächste Verhandlungsrunde soll am Mittwoch (6. Juli) beginnen.

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