Grüner oder weißer Spargel?

Kaum zu glauben: Eine Spargel-Sorte schlägt den Klassiker um Längen

Noch landet weißer Spargel deutlich häufiger auf dem Teller der Deutschen. Dabei hat der grüne Spargel einige Vorteile.

Dortmund – Es ist Spargelzeit! Für viele Deutsche beginnt nun kulinarisch die schönste Zeit des Jahres – nicht ohne Grund trägt Spargel die Bezeichnung „Königsgemüse“. Doch ob nun der grüne oder der weiße Spargel der bessere ist, darüber scheiden sich die Geister. Dabei ist das streng genommen ganz einfach.

GemüseSpargel
Wissenschaftlicher NameAsparagus officinalis
Spargelsaison (ungefähr)April bis Juni

Grüner oder weißer Spargel? Sorte hat entscheidende Vorteile

Kam bei unseren Großeltern in der Regel nur der weiße, der sogenannte Bleichspargel, mit einer klassischen Sauce Hollandaise auf den Tisch, lernen die nachfolgenden Generationen immer mehr den grünen Spargel zu schätzen. Und das ist auch kein Wunder, denn er kann in mehren Punkten gegenüber der weißen Stange überzeugen.

Auch wenn der Spargelpreis in diesem Jahr ungewöhnlich hoch ist, werden die Deutschen schon bald wieder in die Supermärkte pilgern und bei dem Spargel-Angebot zuschlagen. Und insbesondere Personen, die wenig Zeit haben oder auf eine gesunde Ernährung achten, werden dabei wohl bevorzugt auf den grünen Spargel zurückgreifen.

Spargel kochen: Grüner Spargel ist gesünder als weißer

Denn das grüne Stangengemüse ist nicht nur schneller zubereitet, sondern er überzeugt auch in puncto Geschmack und Inhaltsstoffe. Aber der Reihe nach.

Im Gegensatz zum weißen Spargel wächst der grüne nicht unter Erdhügeln, sondern oberirdisch in normalen Beeten im Sonnenlicht. Daher hat er auch seine grüne Farbe, denn durch die Sonne wird die Produktion des Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll angeregt. Weitere Unterschiede und was die Besonderheit von violettem Spargel ist, lest ihr bei 24garten*.

Durch sein Wachsen im Sonnenlicht enthält der grüne Spargel mehr Vitamin C und Beta-Carotin als die weiße Sorte.

Grüner oder weißer Spargel: Vorteil bei den Inhaltsstoffen

Und nicht nur das: Durch sein Wachsen im Sonnenlicht enthält der grüne Spargel mehr Vitamin C und Beta-Carotin als die weiße Sorte. Aber prinzipiell sind beide Sorten richtig gesund. Sowohl weißer als auch grüner Spargel enthalten viele B-Vitamine, Folsäure, Kalium, Magnesium und schwefelhaltige Stoffe, die entzündungshemmend wirken sollen.

Weiterer Pluspunkt: Laut dem SWR Marktcheck besteht Spargel zu 90 Prozent aus Wasser und hat nur 18 Kilokalorien pro 100 Gramm. Hinzu kommen sattmachende Ballaststoffe. Davon hat der grüne Spargel ebenfalls mehr als der Bleichspargel.

Spargel-Rezept: Grüner Spargel ist dünner und leichter zu schälen

Der ideale Spargel sollte nicht zu dünn, nicht zu dick und vor allem nicht holzig sein. Viele Spargel-Fans behaupten außerdem dicker Spargel sei qualitativ und geschmacklich besser als der dünne. Faktisch gibt es hier jedoch keinen Unterschied, sondern es ist reine Geschmacksache.

Grüner Spargel ist aber prinzipiell dünner als die weiße Sorte. Außerdem haben sie eine dünnere Schale, was dem grünen Gemüse zweifach Vorteile bringt. Denn der grüne Spargel muss - wenn er ganz frisch ist - nicht geschält werden. Die dünne Haut kann einfach mitgegessen werden (mehr Lifehacks auf RUHR24).

Grünen Spargel kochen: Tipps für schnelle Rezepte

Nur das untere Ende des Spargels sollte abgeschnitten werden. Die Faustregel, grünen Spargel müsse man im unteren Drittel schälen, stimmt laut dem SWR nicht. Das ist nicht der einzige Fehler, den viele bei der Zubereitung von Spargel machen. So sollte man beispielsweise immer von oben nach unten schälen.

Die Beschaffenheit des Spargels bringt aber auch noch Vorteile bei der Zubereitung mit. Entweder man isst den grünen Spargel gleich roh in einem Salat oder man gart ihn zwei bis fünf Minuten in leicht gesalzenem Wasser. Auch durch kurzes Anbraten wird der grüne Spargel verzehrfertig – und lecker obendrein. Weißen Spargel hingegen muss man mindestens eine Viertelstunde garen.

Grünen Spargel aufbewahren: Irrer Tipp hält das Gemüse länger frisch

Einen Nachteil hat der grüne Spargel aber dann doch gegenüber der weißen Sorte. Er hält sich deutlich kürzer frisch. Umso länger er lagert, desto weicher wird er. Deshalb sollte man bereits beim Kauf von Spargel darauf achten, dass dieser noch knackig und fest ist.

Eingeschlagen in einem feuchten Tuch hält sich grüner und weißer Spargel aber drei bis vier Tage im Kühlschrank. Stellt man den grünen Spargel in ein mit einem Zentimeter gefülltes Wasserglas, tut man ihm zusätzlich etwas Gutes und die Frische bleibt, bis er auf dem Teller landet. *24garten ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Christof Stache, Armend Nimani/AFP, Collage: RUHR24

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