Alarmstufe rot für den Körper

Gefahr im Sommer: Was bei Sonnenstich und Hitzschlag hilft

Zu viel Sonne und zu wenig Trinken kann beim Hitze-Sommer in NRW nicht nur Kopfschmerzen. sondern auch schlimmere Folgen haben.
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Zu viel Sonne und zu wenig Trinken kann beim Hitze-Sommer in NRW nicht nur Kopfschmerzen. sondern auch schlimmere Folgen haben.

Aktuell ist die Hitze groß. Doch der heiße Sommer bringt auch schmerzhafte Gefahren für die Gesundheit mit sich, wie Sonnenstich und Hitzschlag.

  • Im Hitze-Sommer von NRW setzen sich unzählige Menschen großen Gefahren aus.
  • Neben einem Sonnenbrand kann es zu schlimmen Erkrankungen und sogar zum Hitzetod kommen.
  • Mit einigen Tipps können solch gefährliche Situationen allerdings vermieden werden.

Nordrhein-Westfalen - Die warmen Temperaturen und der massige Sonnenschein locken viele Personen in NRW aktuell nach draußen an die frische Luft. Doch wer sich nicht richtig schützt, könnte dies anschließend bereuen.

Bei mehr als 30 Grad Celsius in der Sonne wird bei einigen Sommer-Fans der Schutz vernachlässigt. Deshalb warnt der D eutsche Feuerwehrverband vor Schäden für die Gesundheit. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Kreislaufprobleme sind keine Seltenheit. Auch ein Hitzschlag oder Sonnenstich sind möglich.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen (NRW)

Bevölkerung

17,93 Millionen (2019)

Größte Stadt

Köln

Hauptstadt

Düsseldorf

Hitze-Sommer in NRW: Sonnenstich, Sonnenbrand und Co. - diese Unterscheidungen gibt es

Normalerweise reguliert der Körper durch das Schwitzen seine Temperatur. Das funktioniert allerdings nicht mehr, wenn der Aufenthalt in der Sonne zu lange dauert. Denn daraus kann eine sogenannte Hyperthermie entstehen. Dabei wird zwischen Hitzeerschöpfung, Hitzekollaps, Hitzschlag und Sonnenstich unterschieden.

Der Sonnenstich hat dabei eine andere Entstehung. Denn hier steht die starke Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf oder Nacken im Vordergrund. Die Hitze, die sich dort angestaut hat, verursacht "eine Reizung der Hirnhaut", wie es in der Pressemitteilung vom Deutschen Feuerwehrverband heißt.

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Puuuh, heute und am Wochenende war es super heiß. Was macht ihr bei so einer Hitze? Viele von euch sind dann bestimmt draußen - im Park oder Schwimmbad. Ihr wisst ja: In der Sonne immer mit Sonnencreme eincremen, damit es keinen Sonnenbrand gibt. Aber ihr solltet euch auch vor einem Sonnenstich schützen. Wir erklären euch, was dabei passiert. #ZDFlogo #logoerklärt .⁣⁣ .⁣⁣ .⁣⁣ .⁣⁣ .⁣⁣ #ZDF #TV #NachrichtenFürEuch #logoNachrichten @ZDFheute @ZDFMediathek #EinfachErklärt #KinderNachrichten #Sonne #Sonnenbrand #Sonnenstich #Sonnencreme #Sonnenschutz #HoheTemperaturen #Heiß #Sommer #Hitze #Wasser #Schatten #Kühlen #Sonnenschein #Sonnencreme #Sonnenhut #trinken

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Die Symptome sind nicht zu unterschätzen. Neben dem erhitzten roten Kopf kann es zu Kopfschmerzen, Nackensteife, Schwindel und Übelkeit sowie zum Erbrechen kommen. 

Sonnenbrand durch Hitze-Sommer: So haben Verbrennungen keine Chance im Sommer

Nicht zu unterschätzen ist außerdem der klassische Sonnenbrand. Die Verbrennungen, die die Haut durch zu viel Sonne erlitten hat, sollten richtig behandelt werden. Beispielsweise mit Cremes. Bei großen Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Sonnenbrände verändern zudem das Erbgut der Haut und können Hautkrebs fördern.

Um sich vor einem Sonnenbrand im Hitze-Sommer von NRW zu schützen, hilft Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor.

Wer es gar nicht so weit kommen lassen möchte, sollte sich mindestens 30 Minuten vor dem Sonnen gründlich mit Sonnencreme einschmieren und die Mittagshitze mit ihrer hohen UV-Belastung meiden. Dazu sollte draußen eine Kopfbedeckung getragen werden. Außerdem helfen noch weitere Tipps, einen Sonnenbrand zu vermeiden und zu behandeln.

Hitzeerschöpfung und Hitzekollaps im Sommer: Das sind die Symptome 

Bei der Hitzeerschöpfung steht weniger die hohe Temperatur im Vordergrund, sondern vor allem der Verlust von zu viel Flüssigkeit und Elektrolyten. Dies kann entstehen, wenn Personen viel schwitzen, aber nur wenig trinken. Typische Symptome für die Hitzeerschöpfung sind dabei nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbandes "Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und heiße, trockene Haut", wie es in der Pressemitteilung heißt. 

Durch seltenes Trinken sinkt dazu der Blutdruck, was eine kurze Bewusstlosigkeit, also den Hitzekollaps zur Folge haben kann. Das passiert, da der Sauerstoff in diesem Moment nicht mehr zum Gehirn transportiert werden kann. 

Hitzeerschöpfung und Hitzekollaps passieren zum Beispiel bei Open-Air Konzerten oder bei zu viel Sport im Sonnenlicht, weil das Blut dann in die unteren Extremitäten des Körpers rutscht. Dabei hilft es, wenn die betroffene Person sich ruhig hinlegt, sodass sich das Blut wieder im ganzen Körper verteilen kann. 

Achtung bei Hitzschlag! Bei diesen Symptomen sollte schnell gehandelt werden

Lebensbedrohlich kann die Situation bei einem Hitzschlag werden. Die Temperatur des Körpers erreicht dann 40 Grad Celsius, kann aber nicht durch das Schwitzen reguliert werden. Dadurch kann sogar das Hirngewebe anschwellen und zu einem Hirnödem führen. Personen mit einem Hitzschlag haben ähnliche Symptome wie bei hohem Fieber.

Dazu gehört ein getrübtes Bewusstsein, das Fehlen von Schweiß und Krämpfe. Dabei muss schnell gehandelt werden, denn werden die Symptome nicht behandelt, droht der Hitzetod.

Im Video: So funktioniert Erste Hilfe bei einem Hitzschlag im Sommer

Sonnenstich, Sonnenbrand und Co: Diese Tipps helfen bei den Folgen vom Hitze-Sommer in NRW

Betroffene, deren Körper überhitzt ist, sollen an einen kühlen und dunklen Ort gebracht werden, wo es keine direkte Sonneneinstrahlung gibt. Bei der Bekleidung gibt es einiges zu beachten. Sind Pulli und T-Shirt zu eng, müssen sie ausgezogen werden. Auch besonders warme Sachen, wie Jacken sollten nicht mehr getragen werden. Allerdings sollte die Person nicht komplett entkleidet werden, da sonst eine Unterkühlung droht.

Wer als Helfer agiert, sollte die Person in die sogenannte Schocklage bringen und die Beine hochlagern. Wichtig sind außerdem isotonische Getränke, um den Körper nicht nur mit Flüssigkeit, sondern auch mit Elektrolyten zu versorgen. Wasser oder Fruchtschorlen seien Alternativen, falls keine isotonischen Getränke verfügbar sind.

Achtung Gefahr! Diese Hilfen sollten auf jeden Fall vermieden werden

Absolut vermieden werden sollten in dem Zustand Alkohol und kalte Duschen. Bei einer Hitzeerschöpfung sollte die betroffene Person zudem zu einem Arzt gebracht werden. 

Gefährlicher ist die Situation, falls der Patient bewusstlos ist. Dann sollte in jedem Fall der Rettungsdienst gerufen werden. Hierbei ist es zudem wichtig, die Person in eine stabile Seitenlage zu bringen und die lebenswichtigen Funktionen ständig zu überprüfen.