Sommer 2020

Sonnencreme richtig auftragen: Nur so schützt sie vor Sonnenbrand

Sonnencreme soll Sonnenbrand und Hautkrebs vorbeugen. Doch beim Auftragen kann einiges schiefgehen. Wir haben Tipps, worauf man achten sollte.

  • Im Sommer sollte man sich gegen Sonnenstrahlen schützen.
  • Viele greifen für den Sonnenschutz daher gerne zu Sonnencreme.
  • Doch das ist nicht immer ausreichend – außerdem können beim Auftragen viele Fehler gemacht werden.

Nordrhein-Westfalen – Sommer, Sonne, Strand: In der Sonne zu faulenzen ist herrlich, keine Frage. Außerdem erhoffen sich viele einen frischen, sommerlichen Teint. Aber Vorsicht ist geboten: Wer sich zu lange der Sonne aussetzt, riskiert Sonnenbrand, Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung

Risiko:

Sonnenbrand

Ursache:

Verbrennung der Haut ersten bis zweiten Grades

Auslöser:

Ultraviolett-Strahlung der Sonne

Symptome:

Rötung, Hitzegefühl, Juckreiz, Schmerzen, Blasenbildung, Fieber

Sonnencreme: Schutz gegen Sonnenbrand und trotzdem braun werden

Um dem vorzubeugen, greifen viele zu Sonnencreme – und machen dabei oftmals Fehler beim Auftragen, warnt RUHR24.de*. Denn ein kleiner Klecks hier, ein Spritzer Sonnenmilch dort reicht längst nicht aus, um sich richtig vor Sonnenbrand zu schützen. 

Andere cremen sich gar nicht erst ein, da es sich um die Anwendung von Sonnencreme der Mythos rankt, dann nicht wirklich braun zu werden. Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, ist es falsch. 

Wer Sonnenmilch nutzt, schützt sich vor Sonnenbrand* und wird trotzdem braun. Denn die Bräune ist ein Zeichen, dass sich die Haut selbst gegen die Sonnenstrahlen schützt. Die Sonnencreme hält die Strahlen fern, wodurch die Haut einfach länger Zeit hat, einen eigenen Schutz aufzubauen. Dabei sollte die Sonnencreme aber unbedingt richtig aufgetragen werden. 

Sonnencreme richtig auftragen: Wichtige Tipps

Die oberste Regel beim Auftragen der Sonnen ist: Dick auftragen. Insbesondere zu Beginn des Sommers hat diese Faustregel Priorität. Laut Öko-Test kann man sich an folgenden Mengen orientieren: Drei bis vier Esslöffel Sonnencreme bei Erwachsenen oder einem Strang aus Creme, der so lange ist, wie die eigene Hand.

Nur mit solchen Mengen kann der Lichtschutzfaktor garantiert werden. Außerdem sollte man darauf achten, sich möglichst lückenlos mit der Sonnenmilch einzucremen. Eine Studie zeigte jedoch, dass beim Eincremen oftmals ganze Körperpartien schlicht und einfach vergessen werden. Zum Beispiel die Füße und Hände, die Augenlider oder die Ränder der Badekleidung (mehr News aus dem Service-Ressort von RUHR24*).

Und wenn mal was daneben geht, ist das kein Problem. Denn es gibt einfache Hausmittel, wie man Sonnencreme von Kleidung entfernen* kann. So hilft beispielsweise Natron.

Sonnenschutz: Das sollte man beim Auftragen der Sonnencreme beachten

Auch hält der Schutz der Sonnencreme nicht ewig an, weshalb es durchaus sinnvoll ist, sich alle zwei Stunden erneut einzucremen. Denn Baden, Schwitzen oder auch Abtrocknen mindern den Schutz durch die Sonnenmilch. 

Und auch wenn es inzwischen zahlreiche Sonnencremes mit der Angabe "wasserfest" gibt, empfiehlt es sich, nach der nassen Abkühlung noch einmal neu Sonnencreme aufzutragen. Zusätzlich empfiehlt es sich aber auch, nach rund zwei Stunden mal eine Sonnenpause einzulegen. So kann sich die Haut von der Sonne erholen – auch wenn man einen hohen Lichtschutzfaktor bei der Sonnencreme verwendet hat.

Sonnencreme richtig auftragen: Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige?

Ähnlich wie um den Mythos, dass man mit Sonnencreme nicht braun wird*, ranken sich die Gerüchte um den passenden Lichtschutzfaktor. Er gibt an, wie lange man in der Sonne bleiben kann, ohne sich einen Sonnenbrand einzuholen. 

Das Angebot an Sonnencreme ist groß - aber welche ist die richtige?

Welcher jedoch wirklich der richtige ist, hängt vom Hauttyp und dem sogenannten UV-Index der Sonne ab. Der UV-Index gibt Aufschluss über die Intensität der Sonnenstrahlung und kann beispielsweise beim Deutschen Wetterdienst täglich nachgeschaut werden.

Sonnenschutz: Lichtschutzfaktor berechnen

Je höher dieser Index und je heller die Haut ist, einen desto höher sollte der Lichtschutzfaktor (LSF) sein. Auch kann man den individuell benötigen Lichtschutzfaktor berechnen. Dafür muss man jedoch in etwa die Zeit kennen, wie lange man in der Sonne bleiben kann, ohne zu verbrennen.

Ein Beispiel: Menschen mit hellem Hauttyp, die ohne Sonnencreme höchstens 10 Minuten in der Sonne bleiben können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, nutzen Lichtschutzfaktor 10. Dadurch verlängert sich ihre Zeit in der Sonne und der Eigenschutz der Haut gegen die UV-Strahlen um mehr als eineinhalb Stunden (10 Minuten x LSF 10 = 100 Minuten). Ob diese jedoch voll ausgereizt werden sollten, ist fraglich.

Sonnencreme schützt nicht gegen Hautkrebs

Denn Sonnencreme schützt zwar gegen Sonnenbrand, nicht aber gegen die anderen Auswirkungen wie zum Beispiel Hautkrebs oder vorzeitige Hautalterung. Deshalb raten Experten immer wieder vom intensiven Sonnenbaden ab - auch wenn viele Menschen Bräune lieben und sie am liebsten vom Sommer bis in den Winter erhalten wollen

So sollte man, um seine Haut vor Hautkrebs zu schützen, insbesondere die Mittagssonne meiden und sich zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten aufhalten. Auch lange Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille sind dann zusätzlich angebracht. Ebenso sollten Kinder und Babys stets vor gefährlicher UV-Strahlung geschützt werden. Öko-Test untersuchte jetzt Sonnencremen für Kinder und enthüllte schädliche Inhaltsstoffe, berichtet Heidelberg24.de*.

Aber Sonnenschutz ist auch dann nötig, wenn die Sonne nicht ungehalten vom Himmel knallt. So sollte man sich auch vor der Sonne schützen und Sonnencreme auftragen, wenn es wolkig ist. Eine leichte Wolkendecke lässt 90 Prozent der UV-Strahlung durch! *RUHR24.de und Heidelberg24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Chri stin Klose / dpa, Collage: RUHR24

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