Blick ins Kleingedruckte

Sonnencreme mit kritischem Inhaltsstoff besser nicht kaufen – Gesundheitsrisiko

Sonnencreme ist im Sommer ein Muss. Doch was muss man beachten? Insbesondere bei einem Inhaltsstoff sollte man aufpassen.

Dortmund – Ob im Urlaub im Süden oder in heimischen Gefilden – wer sich der Sonne aussetzt, sollte seine Haut gut schützen. Dabei hilft nicht nur Kleidung, sondern auch die richtige Sonnencreme. Wer im Drogeriemarkt oder im Supermarkt vor den Regalen steht, hat allerdings angesichts der riesigen Auswahl die Qual der Wahl. Insbesondere auf einen Inhaltsstoff von Sonnencremes sollte man nach Meinung mehrerer Experten aber verzichten, berichtet wa.de.

Chemische VerbindungOctocrylen
WirkungSonnenschutzfilter in Kosmetika
ProblemMutmaßlich krebserregend

Sonnencreme ohne den Inhaltsstoff Octocrylen kaufen – er ist mutmaßlich krebserregend

Generell sollte man auf eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor setzen und diese 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen. Es sollte schon mindestens Lichtschutzfaktor 15 sein, für Kinder und empfindliche Menschen empfiehlt sich der Faktor 50 plus. Und das ist noch längst nicht alles an Tipps für die Anwendung von Sonnencreme.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum rät laut DPA, Sonnenschutzmittel nicht zu sparsam zu verwenden. Für Erwachsene sollten es zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut sein – das entspricht vier gehäuften Esslöffeln für den ganzen Körper. Wird nur die Hälfte der empfohlenen Menge verwendet, verringert sich der Lichtschutzfaktor um zwei Drittel – und es kommt viel schneller zu Sonnenbrand (mehr Warnungen bei RUHR24).

Sonnencreme mit bedenklichen Inhaltsstoffen – Zerfallsprodukt von Octocrylen krebserregend?

In Sonnencreme-Tests finden sich allerdings immer wieder auch bedenkliche Inhaltsstoffe, wie verschiedene Medien, darunter das Portal Gofeminin, berichten. Sehr häufig werde in Sonnencremes der chemische UV-Filter Octocrylen verwendet.

Dieser Wirkstoff sei aber umstritten – und Langzeitfolgen nicht bekannt. Das Problem an Octocrylen demnach: Es ist nicht klar, ob es in die Blutbahn gelangt.

Weitaus bekannter ist aber ein weiterer Grund, aus dem einige Experten von Sonnencreme mit Octocrylen abraten. Denn dieser Stoff zersetzt sich mit der Zeit – und als Zerfallsprodukt kann Benzophenon entstehen, das wiederum als mit hoher Wahrscheinlichkeit krebserregend gilt.

Der Inhaltsstoff Octocrylen steht bei Sonnencreme in der Kritik

Sonnencreme ohne Octocrylen kaufen – Produkt aus dem Vorjahr wegwerfen

Sonnencreme mit Octocrylen sollte deshalb nicht länger als ein Jahr verwendet werden, heißt es. Generell stellt sich öfter mal die Frage, ob man die Sonnencreme aus dem vergangenen Jahr noch verwenden kann. Doch funktioniert der UV-Schutz noch? Es kommt dabei auf mehrere Faktoren an.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch ausweichen auf Sonnencremes ohne den Inhaltsstoff Octocrylen. Davon gibt es inzwischen auch einige Produkte zur Auswahl.

Die nächste Hitzewelle für Deutschland und NRW steht jedenfalls schon in den Startlöchern. Wer für einen Aufenthalt im Freien gewappnet sein will, sollte sich nicht nur mit Sonnencreme ausrüsten, sondern auch die Warnzeichen von Sonnenstich und Hitzschlag kennen. Erst vor Kurzem kam ein Mann auf Mallorca wegen eines Hitzschlags ums Leben.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/picture alliance/DPA

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