Ergebnisse im Überblick

Sonnencreme für Kinder im Test: Öko-Test entdeckt bedenkliche Schadstoffe

Für die eigenen Kinder soll es nur das Beste sein - auch beim Sonnenschutz. Öko-Test hat jetzt einige Lotionen für die Kleinen untersucht. 

  • Öko-Test hat verschiedene Sonnencremes für Kinder getestet.
  • In einigen Produkten wurden dabei erschreckende Inhaltsstoffe gefunden.
  • Insgesamt sind viele Lotionen aber laut den Testergebnissen zu empfehlen.

Magazin

Öko-Test

Verkaufte Auflage

106.876 Exemplare

Verlag

Öko-Test AG

Chefredakteur

Hans Oppermann

Sonnenschutz für Kinder: Zwei Lotionen sind laut Öko-Test bedenklich

Was sein muss, muss sein: Auch wenn Eincremen für die meisten Kinder eher lästig ist, ist ausreichender Sonnenschutz im Sommer ein Muss. Auch wenn mal was daneben geht, ist das kein Grund sich oder seine Kinder nicht einzucremen. Denn es gibt einfache Hausmittel, um Sonnencreme aus Kleidung zu entfernen* – so kann beispielsweise Natron hilfreiche sein.

Doch Eltern sind oft unsicher, welcher UV-Filter geeignet ist und welche Sonnencreme die Beste für das eigene Kind ist.

Allerdings ist der Rat von den meisten Dermatologen in Bezug auf Sonnenschutz eindeutig, hat RUHR24.de* erfahren. Sind Kinder während der UV-intensiven Stunden im Freien, brauchen sie auf unbekleideten Hautpartien eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Denn ihre Haut ist sehr dünn und starke UV-Belastungen oder gar Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko für Hautkrebs.

Öko-Test: 21 Sonnenschutz-Lotionen für Kinder unter die Lupe genommen

Öko-Test hat deshalb Sonnenschutz für Babys und Kinder mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor von 50 oder höher untersucht. Alle Sorten wurden speziell für empfindliche Kinderhaut entwickelt und sind deshalb entweder als "sensitiv" oder "parfümfrei" deklariert. Ein besonderes Augenmerk legte das Verbrauchermagazin dabei auf bedenkliche Substanzen im Sonnenschutz.

Was bei der Untersuchung schnell auffiel: Acht von 21 untersuchten Cremes verwenden UV-Filter, die nichts auf Kinderhaut zu suchen haben. Es handelt sich dabei um die Wirkstoffe Octocrylen und Homosalat, die – wie andere chemische Filter auch – in die Blutbahn gelangen können. Diese beiden stehen jedoch im Verdacht, das Hormonsystem zu stören.

Besonders im Strandurlaub wichtig: Sonnenschutz für Kinder. Bei Öko-Test konnten die meisten Cremes überzeugen.

Bedenklich: Öko-Test findet Plastik und Hormone in Sonnenschutz für Kinder

Diese Auswirkung ist besonders bei Kindern, die noch mitten im Wachstum stecken, kritisch. Und die Experten von Öko-Test, die auch stilles Mineralwasser getestet haben*, fand noch mehr Unerfreuliches heraus: Einige Lotionen für Kinder enthielten die Kunststoffverbindungen Silikon und Acrylate. Das Plastik setzt sich entweder beim Baden direkt ins Wasser ab oder gelangt über das Abwasser in die Umwelt, wo es kaum abgebaut werden kann.

Laut einigen Herstellern von Sonnenschutz seien diese Verbindungen aber notwendig, um die Produkte wasserfest zu machen. Aber andere Hersteller im Test kommen ohne aus und versprechen ebenfalls, dass ihre Lotionen wasserfest sind (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de*). 

Sonnenschutz: Naturkosmetik schneidet bei Öko-Test nicht "sehr gut" ab

Was im Öko-Test überrascht: Kein Sonnenschutz aus der zertifizierten Naturkosmetik hat mit "sehr gut" abgeschnitten. Und das, obwohl die Tester mit den Inhaltsstoffen der Lotionen zufrieden waren. Ihr UV-Schutz beruht auf den mineralischen UV-Filtern Titandioxid und Zinkoxid, welches nach heutigem Wissensstand bei Kindern die bessere Wahl ist.

Lediglich Formfehler haben zum Abzug von Punkten und damit für die etwas schlechtere Note "gut" geführt. Grundsätzlich gilt bei dem Öko-Test, wie so oft, aber: Nicht alles, was teuer ist, ist auch empfehlenswert.

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Ob am Strand, im Freibad, auf der Wiese oder auf Balkonien: Sonnenschutz ist wichtig. Doch wie viel Sonnencreme benötigt man? Und welche eigentlich? Unser #WednesdayFact zum Thema „Sonnenschutz" ➡️ Worauf sollte man beim Eincremen achten? Idealerweise sollte man die Sonnencreme mindestens eine gute halbe Stunde vor dem Sonnen auftragen, damit der Sonnenschutz auch tatsächlich wirkt. Viele vergessen allerdings, sich auch unter der Badekleidung einzucremen, damit es gerade in den Randbereichen nicht zu Sonnenbrand kommt. Ganz besonders wichtig sind beim Eincremen Nase, Stirn, Ohren, Schultern, Dekolleté und Füße, da hier durch die direkte Sonneneinstrahlung die Gefahr für Sonnenbrand besonder groß ist. Nach jedem Kontakt mit Wasser sollte man ordentlich nachcremen. ➡️ Welche Creme ist geeignet und wie viel braucht man? Sonnenprodukte gibt es in vielen verschiedenen Konsistenzen. Ob Cremes, Gels oder Sprays - die Auswahl ist groß. Doch welches Produkt ist für wen geeignet? Sonnencremes sind dank ihres hohen Fettanteils besonders für Menschen geeignet, die zu trockener Haut neigen. Gels beinhalten nahezu kein Fett und passen daher besonders gut zu Mischhaut. Sprays ziehen besonders schnell ein. Doch viel wichtiger als die Konsistenz eines Sonnenprodukts ist sein Lichtschutzfaktor und da gilt: je höher, je besser. Der Lichtschutzfaktor besagt, wie viel länger jemand in der Sonne bleiben könnte, als es ohne Schutz möglich wäre. Um den durch den Lichtschutzfaktor gegebenen Schutz aber auch wirklich erreichen zu können, darf man mit der Sonnencreme allerdings nicht zu sparsam umgehen, was die meisten Menschen leider tun. Zusätzlicher Schutz wie Sonnenschirme oder Hüte, die die Kopfhaut schützen, sind übrigens immer ratsam. #Sonnenschutz #Sonnen #Sonnencreme #Sonnengel #Sonnenspray #LSF #Lichtschutzfaktor #Sonne #Urlaub #Balkonien #Sommer #Freibad #Gesundheit #aporot #Versandapotheke #aporotVersandapotheke

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Sonnenschutz muss nicht teuer sein - Hochpreisige Artikel fallen bei Öko-Test durch

Denn ausgerechnet zwei Lotionen von hochpreisigem Sonnenschutz für Kinder waren im Öko-Test, die kürzlich erst Reis untersuchten, die Verlierer. Darunter:

  • La Roche-Posay Anthelios Dermo-Pediatrics 50+ Lotion, Preis pro 200 ml 16,72 Euro mit dem Gesamturteil: "mangelhaft"
  • Garnier Ambre Solaire Kids Sensitive Expert+ LSF 50+ von L'Oreal, Preis pro 200 ml 9,45 Euro mit dem Gesamturteil: "ungenügend"

Insgesamt aber erfreulich: Mehr als die Hälfte der Lotionen fiel im Test mit den Noten "gut" oder "sehr gut" ab. Die meisten Cremes sorgen also für einen hohen Sonnenschutzohne gesundheitsschädliche Substanzen. Unter ihnen sind viele Produkte mit chemischen UV-Filtern sowie Naturkosmetika mit mineralischem UV-Schutz. 

Auch beim Trinken bei großer Hitze gibt es zahlreiche Dinge, die man richtig oder falsch machen kann - einige Getränke sind zum Beispiel sinnvoll, andere wiederum nicht. 

Wenn es im schlimmsten Fall doch zu einem Sonnenbrand kommen sollte, lassen sich durch hilfreiche Tipps die Schmerzen lindern*. Bei Kindern heißt es im Sommer aber grundsätzlich: Cremen, cremen, cremen!

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Ingo Wagner/Sina Schuldt/dpa; Collage: RUHR24

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