Schmerzen lindern

Sonnenbrand mit Hausmitteln behandeln: Pflanzen-Trick hilft sofort

Ein Sonnenbrand kann nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich sein. Einige wirksame Mittel sollte man diesen Sommer im Hinterkopf behalten.

Dortmund – Der Sommer ist in Deutschland angekommen. Viele Menschen freuen sich über die hohen Temperaturen und viel Sonnenschein. Doch dabei wird der Schutz vor der Sonne oftmals vernachlässigt oder ganz vergessen. Schon einige Minuten zu viel in der Sonne können für einen üblen Sonnenbrand sorgen. Der sieht nicht nur nicht schön aus, sondern kann auch äußerst schmerzhaft und langfristig schädlich sein. Jeder Sonnenbrand erhöht nämlich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Welche Hausmittel können gegen einen Sonnenbrand helfen?

Sonnenbrandakute Entzündung der Haut
Ursachezu viel Sonnenlicht oder UV-Strahlung
BehandlungKühlung, Feuchtigkeit, Entzündungshemmung

Sonnenbrand behandeln: Sofort aus der Sonne gehen und Schatten suchen

Wenn man einen Sonnenbrand hat, sollte man zuallererst raus aus der Sonne. Auch wenn noch keine Rötungen zu sehen sind, Sie aber ein leichtes Brennen oder Jucken auf der Haut verspüren, ist zu raten, sofort in den Schatten zu gehen. Dann empfiehlt sich, ein feuchtes Handtuch auf die Stelle zu legen, das kühlend auf die Haut wirkt.

Normalerweise macht sich ein Sonnenbrand nach etwa sechs Stunden bemerkbar. Der Höhepunkt tritt etwa nach 24 bis 36 Stunden ein. Bei besonders schweren Fällen bilden sich Blasen.

Sogenannte After-Sun-Produkte sind beliebt, um im Nachhinein für Abhilfe zu schaffen. Dabei kann man jedoch auch auf verschiedene Hausmittel zurückgreifen, die sofort etwas gegen Sonnenbrand tun.

Sonnenbrand behandeln: Aloe Vera und Kokosöl sind beliebte Hausmittel

Eine Aloe-Vera-Pflanze ist das klassische Mittel gegen Sonnenbrand. Wer sie zu Hause hat, kann einfach ein Stück abschneiden, es halbieren und die gelartige Flüssigkeit vorsichtig über die betroffene Körperstelle streichen. Das „Aloe-Vera-Gel“ soll die Symptome von Sonnenbrand lindern.

Da es farb- und geruchlos ist, bietet sich das Mittel auch gut zur Behandlung im Gesicht an. Es wird häufig in Kosmetikprodukten verwendet, gilt als feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Aloe-Vera-Gel aus der Drogerie hilft ebenfalls. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Produkt auch einen hohen Aloe-Anteil hat.

Auch Kokosöl wirkt gegen Sonnenbrand. Wie das Aloe-Vera-Gel spendet es der Haut Feuchtigkeit. Darüber hinaus enthält Kokosöl Vitamin E, das bei einem Sonnenbrand die Regeneration ankurbeln soll und die Haut stärkt.

Sonnenbrand mit Apfelessig behandeln soll Juckreiz und Entzündung lindern

Ein weiteres Hausmittel gegen Sonnenbrand soll Bio-Apfelessig sein, wie utopia.de berichtet. Demnach sollte dieser „unbedingt aus ökologischer Produktion stammen oder selbst hergestellt werden“, um sicherzugehen, dass keine schädlichen Chemikalien enthalten sind.

Der Essig wirkt gegen die Entzündung, kann die Stelle leicht desinfizieren und den Juckreiz lindern. Allerdings darf man ihn nur verdünnt auf die Stelle auftragen. Eine 50-zu-50-Mischung mit Wasser sei ideal geeignet. Sogar Gurkenwasser kann bei Sonnenbrand helfen.

Sonnenbrand behandeln: Auch das Hausmittel Quark hilft

Bei einem Sonnenbrand setzen viele Menschen auch auf Quark oder Joghurt. Beide Mittel kühlen und wirken schmerzstillend. Der Quark kann direkt auf die betroffene Stelle oder mithilfe eines Quarkwickels verteilt werden. Für letztere streicht man den Quark (oder Joghurt) auf ein dünnes Leinen- oder Geschirrtuch und legt dieses für 20 bis 40 Minuten auf die Haut.

Man sollte allerdings den Quark wieder abspülen, bevor er auf der Haut trocknet. Auch wichtig: Brandblasen sollten nicht mit Quark behandelt werden, da die Milchsäure durch offene Wunden eindringen und weitere Entzündungen begünstigen kann (weitere Service-News auf RUHR24).

Ein Sonnenbrand kann fies sein. Aber was hilft wirklich?

Außerdem ist es wichtig, reichlich Wasser zu trinken. Der Körper benötigt die Flüssigkeit, da ein „Sonnenbrand mit einer erhöhten Hauttemperatur und Wasserverlust einhergeht“, sagt der Dermatologe Professor Eckard Breitbart der Apotheken-Umschau. Zudem ist es ratsam, bei einem Sonnenbrand auf enge Klamotten zu verzichten, da sie die betroffenen Stellen durch Reibung weiter reizen kann. Ideal sind also zu weite, luftige Kleidung mit möglichst wenig Kontakt zur Haut.

Sonnenbrand behandeln: So vermeidet man die Verbrennung

Am besten ist es natürlich, im Voraus Sonnencreme richtig aufzutragen und nicht zu lange in der Sonne zu bleiben. Nur so kann man einen Sonnenbrand gänzlich verhindern.

Überhaupt sollte man beachten, dass Hausmittel gegen Sonnenbrand erstens nicht immer zuverlässig wirken und zweitens ihre Grenzen haben. Sie können die Schmerzen zwar oftmals lindern, sollten jedoch nur als Ergänzung zu medizinischer Hilfe in Anspruch genommen werden. Sprechen Sie bei besonders schweren Fällen mit einem Arzt oder einer Ärztin.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

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