Fleißaufgabe im Garten

Sommerflieder schneiden wenn er verblüht ist – aber Fehler vermeiden

Sommerflieder muss man richtig schneiden, damit er ein Schmetterlingsmagnet bleibt. Eigentlich ist das eine Winteraufgabe, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Dortmund – Sein honigsüßer Duft hängt im Sommer schwer in der Luft und zieht nicht nur schnuppernde Menschen an, sondern auch unzählige Schmetterlinge, Hummeln und Bienen. Der Sommerflieder ist ein blühender Magnet und es ist immer wieder ein beeindruckender Anblick, wenn bei einem Windstoß hunderte Schmetterlinge wie eine Wolke von ihm aufsteigen. Doch was ist bei der Pflege und beim Rückschnitt des Flieders zu beachten?

PflanzeSchmetterlingsflieder, auch Sommerflieder
Wissenschaftlicher NameBuddleja davidii
DüngenNicht nötig
RückschnittSpäter Winter, vereinzelt im Sommer
StandortSonniger und windgeschützter Standort im Garten

Sommerflieder schneiden: Warum der Rückschnitt auch im Sommer wichtig ist

Wenn man auch einen sogenannten Schmetterlingsflieder im Garten hat, oder sich überlegt, einen dieser schönen Sträucher zuzulegen, dann sollte man auch über seinen Rückschnitt Bescheid wissen, berichtet Merkur.de.

Denn den Sommerflieder richtig zu schneiden, ist der Schlüssel zur schönsten Blütenpracht. Eigentlich ist der Rückschnitt des Sommerflieders eine klassische Aufgabe für die letzten Wintertage, in denen keine schweren Fröste mehr zu erwarten sind. Aber auch im Sommer muss man den Sommerflieder mit der Schere bearbeiten.

Sommerflieder: Wann muss man den Schmetterlingsstrauch schneiden?

Der Sommerflieder blüht am neuen Holz. Wenn man sich die Arbeit sparen will und den Schmetterlingsflieder nicht schneidet, dann wird er mit der Zeit immer mehr altes Holz haben und immer weniger Platz für neues Holz mit wunderschönen Blütenrispen. Es nützt also nichts, man muss mit der Astschere ran.

Da der Sommerflieder am neuen Holz blüht, kann man alle Blütentriebe aus dem Vorjahr im späten Winter auf Fingerlänge stutzen. Den Rückschnitt sollte man sich für einen frostfreien Tag vornehmen, spätestens Mitte Februar. Schneidet man zu früh, könnte der frische Austrieb erfrieren.

Greift man zu spät zur Schere, braucht der Strauch zu lange, um auszutreiben und man bringt sich und alle Insekten, die ihn lieben, um die süße Sommerblüte. Wenn man dagegen rechtzeitig alle alten Triebe kürzen, treibt der Schmetterlingsflieder stark aus und bildet viele große Blütenkerzen.

Sommerflieder richtig schneiden: Details im eigenen Garten beachten

Für den Rückschnitt des Sommerflieders im eigenen Garten braucht man: eine scharfe Astschere und eine scharfe Gartenschere

  1. Zunächst sollte man sich den Schmetterlingsflieder einmal rundherum anschauen. Wo stehen Triebe zu eng und behindern einander? Wo sieht man zu dünne Ästchen? Diese Äste schneidet man komplett auf den Ansatz zurück, damit der Strauch nicht mit der Zeit zu dicht und innen kahl wird, oder zu viel Kraft in mickrige Äste steckt. Wenn die Astschere bei besonders dicken Ästen nicht ausreicht, greift man zur Säge.
  2. Nun kürzt man die restlichen Blütentriebe vom Vorjahr so ein, dass man sie oberhalb von zwei gegenüberliegenden Blattansätzen abschneidet. In der Regel bleibt so ein etwa fingerlanger Stummel zurück – ja, so radikal kann man zurückschneiden. Aus diesen Blattansätzen treibt der Sommerflieder im Frühling aus und hier bilden sich die beeindruckenden Blütenkerzen.
  3. Wenn man den Sommerflieder radikal zurückgeschnitten hat, bietet er erst einmal einen recht traurigen Anblick. Nur das Grundgerüst ist noch da. Aber keine Angst, jetzt hat der Strauch genug Kraft, um viele neue Blütentriebe und Blüten auszutreiben.
Der Sommerflieder braucht viel Pflege, damit er viele Blüten bildet.

Sommerflieder im Sommer schneiden? Rückschnitt sorgt für viele Blüten

Dieser Rückschnitt im Winter ist aber nicht die einzige Gelegenheit, bei der man dem Sommerflieder mit der Gartenschere zu Leibe rückt. Lässt man ihn in Ruhe, wird er nur einmal blühen und das war es für dieses Jahr. Wer allerdings fleißig ist und regelmäßig alle abgeblühten Blütenkerzen entfernt, sorgt dafür, dass der Schmetterlingsflieder immer neue Blüten bildet.

Ob das auch für Hortensien gilt, ist übrigens umstritten. Die längere Blütezeit ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern versorgt auch Bienen, Schmetterlinge und Hummeln viel länger mit Nahrung. Man sollte sich also einmal die Woche Zeit für diese kleine Arbeit nehmen. Es lohnt sich für den Betrachter und die Natur. An diesen drei Gehölzen sollte man jetzt auch noch die Schere ansetzen.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Wilfried Martin/Imago

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