Temperaturen über 20 Grad

Schlafzimmer im Sommer kühl halten: Sieben Tipps bringen guten Schlaf

Der Sommer ist da und mit ihm die schlaflosen Nächte. Tropennächte können einem den Schlaf rauben – doch mit einigen Tricks wird es etwas angenehmer.

Dortmund – Wenn der Schweiß die Schläfen hinunterrinnt, das Eis wieder richtig gut schmeckt und die Sonnencreme zum ständigen Begleiter wird, steht fest: Der Sommer ist in Deutschland angekommen. Die Sommertage kann man sich mit allerlei Erfrischungen angenehm gestalten. Doch wenn die ersten Tropennächte anstehen, sehen sich viele Menschen dem gegenüber hilflos ausgesetzt. Doch auch in der Nacht gibt es Möglichkeiten zur Abkühlung.

EreignisTropennacht
TemperaturÜber 20 Grad
Zeitpunkt18 und 6 Uhr

Tropennacht in Deutschland: Temperaturen über 20 Grad gefährden erholsamen Schlaf

Wenn das Thermometer in Deutschland das erste Mal die 30-Grad-Marke knackt, ist auch die erste Tropennacht des Jahres nicht mehr fern. Diese Nächte sind besonders warm – wenn es nachts nicht kühler als 20 Grad wird, ist das nicht nur unangenehm, es steht auch der erholsame Schlaf auf der Kippe.

Die ideale Raumtemperatur für einen erholsamen Schlaf beträgt eigentlich um die 18 Grad. In einer Tropennacht kann das allerdings nicht garantiert werden, wenn draußen noch mindestens 20 Grad herrschen.

Ist es nachts zu warm, hat das Auswirkungen auf den Körper. Wie die Apotheken Umschau berichtet, konnten amerikanische Forscher in einem kleinen Versuch nachweisen, dass hohe Temperaturen während der Nachtruhe die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit am nächsten Tag maßgeblich beeinträchtigen können.

Tropennacht entspannt überstehen: Tipps und Tricks für einen erholsamen Schlaf

Was also tun, wenn man den Luxus einer Klimaanlage und somit eines perfekt temperierten Schlafzimmers nicht genießen kann? Ein paar Tricks und Kniffe gibt es, wie man die Nacht doch noch erholt überstehen kann.

Die richtige Vorbereitung ist das A und O, um entspannt durch die Tropennacht zu kommen und erholt wieder zu erwachen. Hier ein paar Lifehacks, die helfen können:

  • Pyjama aus dem Eisfach: Experten raten generell dazu, nicht auf den Pyjama zu verzichten – auch wenn es sehr warm ist. Schon in normalen Nächsten schwitzen wir rund einen halben Liter Flüssigkeit – der würde dann ungefiltert im Bett landen. Um es angenehmer zu gestalten, sollte man auf leichte Nachtwäsche aus natürlichen Stoffen setzen. Profi-Trick: Vor dem Schlafengehen, den Pyjama einige Stunden im Eisfach lagern.
  • Hitze aussperren: Tagsüber sollten die Jalousien oder Gardinen im Schlafzimmer geschlossen bleiben – ebenso die Fenster. So schließt man die Hitze bestmöglich aus und verhindert das Aufheizen des Raums.
  • Lüften: Morgens und abends, wenn die Temperaturen draußen etwas heruntergekühlt sind, sind die besten Zeitpunkte, um zu lüften. Dann am besten zwei gegenüber liegende Fenster komplett öffnen, damit ein Durchzug entsteht.
  • Duschen: Die Versuchung dürfte groß sein, kalt zu duschen. Allerdings wirkt das einerseits als natürlicher Wachmacher und andererseits ziehen sich dann die Poren zusammen. Wenn wir hingegen lauwarm duschen, öffnen sich die Poren und der Körper kann Wärme besser abgeben.
  • Nasse Textilien: Ein nasses Bettlaken vor dem geöffnetem Fenster kann dem Raum Hitze entziehen und ihn über Nacht abkühlen. Auch ein nasser Waschlappen kann helfen. Auf der Stirn oder an den Handgelenken sorgt er für Abkühlung.
  • Decke: Wer ganz ohne Decke schläft, riskiert trotz Tropennacht eine Sommergrippe. Besser ist es, mit einer speziellen Sommerdecke zu schlafen, die die überschüssige Wärme ableitet oder zumindest mit einem Laken die Nacht zu verbringen.
  • Ernährung: Schweres oder scharfes Essen vor dem Schlafengehen ist nicht zu empfehlen. Besser ist ein leichtes Abendessen mindestens zwei Stunden vor dem zu Bett gehen. Wie wäre es mit einem Salat, Joghurt oder gekochtem Gemüse? Ausreichend Flüssigkeit ist im Sommer ohnehin Pflicht. Wichtig ist dabei, dass das Getränk weder zu kalt noch zu warm ist. Bei kalten Getränken produziert der Körper mehr Wärme. Heiße Getränke können das Schwitzen verstärken.
In Tropennächte schlafen viele Menschen nicht besonders gut.

Heiße Nächte überstehen: Einige Investitionen können sich lohnen

Wer darüber hinaus etwas Geld investieren kann, um sich die Nächte im Sommer so angenehm wie möglich zu gestalten, muss nicht unbedingt in eine Klimaanlage investieren. Die fressen nicht nur sehr viel Strom, sondern sind teilweise auch laut und erschweren eine erholsame Nacht zusätzlich.

Allerdings gibt es spezielle Matratzenauflagen, die die Wärme besser abtransportieren können. Zudem kann es sich lohnen, in neue Bettwäsche zu investieren. Baumwolle saugt Schweiß sehr gut auf, Seide hat einen angenehm kühlenden Effekt.

Rubriklistenbild: © Evelyn Taubert/Imago