Michelin, Good Year, Continental

Revolution bei Autoreifen – ab 2023 ändert sich für Autofahrer alles

Im Jahr 2023 ändert sich für Autofahrer etwas Grundlegendes. Beim Thema Reifen geht der französische Hersteller Michelin ganz neue Wege.

Dortmund – Luftlos, pannensicher und nachhaltiger – die ersten Versprechen vom Reifenhersteller Michelin klingen für jeden Autofahrer erst einmal sehr gut. Doch wie sich der sogenannte „Michelin Uptis“ in der Praxis schlägt, muss jetzt erst einmal die DHL herausfinden.

Autoreifen ohne Luft – Autofahrer können für Praxistest die DHL beobachten

Bis Ende 2023 will der französische Reifenhersteller aus Clermont-Ferrand rund 50 Fahrzeuge von DHL Express in Singapur ausstatten. Bereits am 10. Januar ist das Projekt gestartet. Für Autofahrerinnen gibt es dabei zwei positive Nachrichten (mehr News zu Auto und Verkehr bei RUHR24).

Wie aus einer Pressemitteilung von Michelin hervorgeht, fängt der eigentlich erst für 2024 geplante Praxistest schon ein Jahr früher an. So kann das Ziel – ein serienmäßiger Einsatz der pannensicheren Autoreifen – wohl möglich früher erreicht werden. Denn eines ist sicher: Der Reifen „Michelin Uptis“ ist für Transporter und Pkw gedacht – also dürfen sich perspektivisch auch Autofahrende darüber freuen.

Autoreifen ohne Luft sollen Pannen, Wartung und Müll verringern

Was verspricht Michelin sich von den neuen Reifen und welche Vorteile sollen Autofahrer haben? Laut Unternehmen könne man Reifendruckprobleme und -pannen ausschließen. Das reduziere zum einen die zu entsorgenden Reifen und bedeute gleichzeitig eine verringerte Wartung.

Nach eigenen Angaben wolle man bis zum Jahr 2050 einen vollständig nachhaltigen Reifen haben. Die neue Technologie sei ein Schlüssel auf dem Weg dorthin. Man gehe nach eigenen Angaben davon aus, perspektivisch 200 Millionen Reifen pro Jahr (zwei Millionen Tonnen) einzusparen.

Autofahrer sollen umgerechnet mit Reifen fahren, die zwei bis drei Mal so lange halten wie aktuelle Modelle. Natürlich komme es laut Michelin weiterhin zu Abreibung und Verschleiß.

Für Autofahrer ändert sich in Sachen Reifen im Jahr 2023 alles.

Michelin hat mit „nicht-pneumatischen“ Reifen große Ziele – Continental und Good Year auch

Interessant und passend zum Thema ist die Mitteilung des Unternehmens, dass man bis zum Jahr 2030 ungefähr ein Drittel des Umsatzes abseits des Reifengeschäfts machen wolle. Klar – wer robustere Reifen baut, verkauft perspektivisch weniger. Das französische Unternehmen will zudem in den Bereichen Service & Solutions, flexible Verbundwerkstoffe, medizinische Geräte, 3D-Druck von Metallen und Wasserstoffmobilität wachsen.

Michelin ist jedoch nicht der einzige Reifenhersteller, der auf pannensichere und luftlose Reifen setzt. „Good Year“ geht mit einem sogenannten „nicht-pneumatischen Reifen“ in die kommenden Jahre, wie motorsport-magazin.com berichtet. Und auch „Continental“ hat eine Technologie entwickelt, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet hat.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Robert Poorten

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