Vorsicht bei Abkühlung bei Hitze

Baden in NRW: DLRG warnt vor lebensgefährlichen Fehlern im Sommer

Wer während der aktuellen Hitze im Sommer leichtsinnig in NRW baden geht, kann sich in Lebensgefahr begeben.
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Wer während der aktuellen Hitze im Sommer leichtsinnig in NRW baden geht, kann sich in Lebensgefahr begeben.

Bei der Hitze in NRW freuen sich viele auf eine Abkühlung im Wasser. Doch falsches Verhalten kann laut der DLRG im Sommer zur tödlichen Gefahr werden.

  • Durch die Hitze in NRW zieht es viele Besucher nicht nur ins Freibad, sondern auch in andere Gewässer, wie Kanäle und Seen.
  • Doch dadurch können zahlreiche Gefahren entstehen, weshalb die DLRG warnt.
  • In Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2020 durch leichtsinnige Fehler bereits zahlreiche Menschen ertrunken.

Nordrhein-Westfalen - Der Sommer ist endlich in Nordrhein-Westfalen (NRW) angekommen. Daher freuen sich Sonnenanbeter und Wasserratten auf eine angenehme Abkühlung im Wasser. Doch dabei kann leichtsinniges Verhalten schnell zum Problem werden. Deshalb warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nun.

Egal, ob Freibad, Spaßbad oder Seen zum Baden in NRW - es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um sich zu erfrischen bei der aktuellen Hitze. Damit dies nicht zur Gefahr wird, sollten Besucher einige Regeln beachten.

Organisation

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)

Gründung

19. Oktober 1913, Leipzig

Mitglieder

565.826 (2018)

Rechtsform

eingetragener Verein

Hauptstandort

Bad Nenndorf

Vorsitz

Achim Haag (Präsident), Klaus Wilkens (Ehrenpräsident)

Freiwillige

45.000 (2018)

Baden beim Hitze-Sommer in NRW: DLRG warnt vor leichtsinnigen Fehlern

Eines der größten Probleme in NRW ist das Schwimmen in unbewachten Gewässern. Dort überschätzen Personen nicht selten ihre Fähigkeiten und vor allem die dort herrschende Strömung im Wasser.  

Das traurige Ende: Die Schwimmer können dann oftmals nicht mehr gerettet werden. Im Jahr 2020 mussten deshalb in Nordrhein-Westfalen bislang 26 Personen den Spaß beim Baden mit ihrem Leben bezahlten. Damit liegt das Bundesland auf Platz zwei im Vergleich, hinter Bayern mit 35 Fällen. 

Ertrinken während Hitze-Sommer in NRW: Das sind die Gründe

Dabei sind die Hauptgründe laut dem Präsidenten der DLRG leicht auszumachen: "Leichtsinn, Selbstüberschätzung oder Unkenntnis über die Gewässer waren die häufigsten Ursachen", erklärt Achim Haag in einer Pressemitteilung. 

"Flüsse, Seen oder Kanäle sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht. Das Risiko, dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern", so der Vorsitzende der DLRG in einer Pressemitteilung.

Durch die Hitze in NRW am Silbersee in Haltern können Gefahren für das Baden entstehen.

Ein weiteres Problem stellt die Hitze dar. Der Körper heizt sich bei den hohen Temperaturen auf, weshalb Badegäste oftmals direkt ins Wasser springen. Auch das kann ungeahnte Konsequenzen haben. Besser daher erst die Arme und Beine abkühlen und sich - wenn möglich - vorher abduschen, anstatt direkt mit dem ganzen Körper ins Wasser zu gehen.

Baden während Hitze: Diese Personen sollten laut DLRG vorsichtig sein

Besonders gefährdet sind Kinder, die sich bei der Hitze in NRW im Wasser erfrischen wollen. Denn dadurch, dass immer mehr Schwimmbäder schließen, gibt es laut dem DLRG zunehmend weniger Schwimmunterricht in der Schule, um die wichtigsten Grundlagen zu erlernen. 

Doch auch Wassersportler setzen sich ungewollten Gefahren aus, wenn sie ihren Sport in unbewachten Gewässern betreiben. Dadurch seien auch die Rettungskräfte der DLRG bedroht, die sich während der Ausbreitung des Coronavirus in NRW und den weiteren Teilen von Deutschland bei der Rettung der Gefahr einer Ansteckung aussetzen.

Um solche ungewollten Situationen zu vermeiden, hat die DLRG die wichtigsten Baderegeln online veröffentlicht. Dazu gehört auch, dass der Bauch vor dem Schwimmen nicht zu voll oder zu leer sein soll. Außerdem soll das Baden bei Unwetter wie Gewitter dringend vermieden werden, da sonst Lebensgefahr besteht.

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