Achtung, nicht klicken!

Fake-SMS mit „Ihr Paket wurde verschickt!“: Polizei warnt übler Betrugsmasche

Frau bedient Smartphone in der Hand, dazu ist ein Ausrufezeichen abgebildet. Die Polizei warnt aktuell vor einer gefährlichen SMS.
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Die Polizei in mehreren Bundesländern warnt aktuell vor einer gefährlichen SMS. Empfänger sollte auf keinen Fall den Link anklicken.

Betrüger versuchen es immer wieder: Irgendwie wollen sie unsere Smartphones knacken und Schaden anrichten. Aktuell versuchen sie es mit einer gefährlichen SMS.

Dortmund – Dieser Trick ist gerade in der Lockdown-Zeit gefährlich, dann wenn viele Menschen viele Pakete erwarten. Denn eine neue Betrugsmasche zielt genau darauf ab: Es wird eine scheinbare Paket-Benachrichtigung versendet – doch wenn der Empfänger auf den gesendeten Link klickt, kann es böse enden.

BetriebssystemAndroid
Erstveröffentlichung23. September 2008
BetriebssystemfamilieUnixoides System

Warnung der Polizei vor SMS zu angeblichen Paketversand: Auf keinen Fall klicken!

Die gefährlichen SMS wurden bereits in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin von der Polizei registriert. Nun sind sie auch in Nordrhein-Westfalen angekommen. Daher spricht die Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis eine dringende Warnung aus: „Klicken Sie auf keinen Fall auf einen Link in einer SMS, deren Herkunft Sie nicht genau nachvollziehen können!“

Die SMS, die Betrüger derzeit vermehrt verschicken, beinhaltet die Nachricht, dass ein Paket verschickt wurde und fordert den Empfänger auf, einen Link anzuklicken, um mehr über den angeblichen Paketversand zu erfahren. Zwar verschicken Versandunternehmen wie DHL Nachrichten zum Sendungsstatus, doch das geht in der Regel per E-Mail. Scheinbar nutzen die Täter die aktuelle Corona-Pandemie aus, in der vermehrt online bestellt wird.

Gefährliche SMS: Mit einem unachtsamen Klick wird Schadsoftware auf dem Smartphone installiert

In der Nachricht heißt es: „Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es. http://v…..jxgt.duckdns.org.“ Die Polizei bekräftigt, dass es sich dabei nicht um eine Nachricht eines Versandunternehmens handelt. Klickt der Empfänger oder die Empfängerin auf den Link, wird ähnlich wie bei einer aktuellen WhatsApp-Malware eine Schadsoftware auf dem Smartphone installiert, die unbemerkt sensible Daten klaut.

Diese Schadsoftware ist laut Polizei dazu in der Lage, SMS und MMS vom Smartphone zu versenden sowie eine Fernsteuerung vorzunehmen. Bei versendeten Nachrichten kann es zu Drittanbieterkosten kommen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen gibt Tipps, wie Empfänger und Empfängerinnen sich verhalten sollten, wenn sie eine solche Nachricht erhalten haben:

  • Auf keinen Fall den Link anklicken, wenn nicht klar ist, wer der Absender ist. Sollte der Absender bekannt sein, aber dennoch Zweifel aufkommen, sollte der Kontakt auf anderem Wege gefragt werden, was sich hinter dem Link verbirgt.
  • Nutzer sollten keine Installation von fremden Apps auf dem Smartphone bestätigen. Davon seien laut Landeskriminalamt besonders Android-Geräte betroffen.
  • Auch wenn iOS-Nutzer häufig vor der Installation fremder Apps geschützt sind, sollten sie dennoch nicht auf den Link klicken.
  • Android-Nutzer sollten in den Einstellungen die Möglichkeit deaktivieren, unbekannte Apps installieren zu können. So können Apps außerhalb des App-Stores nicht mehr installiert werden.
  • Um weitere Kosten zu vermeiden, können Nutzer und Nutzerinnen über den Mobilfunkprovider eine Drittanbietersperre einrichten.
  • Häufig kommt es vor, dass ein Empfänger gleich mehrere Nachrichten dieser Art bekommt. Das bedeutet laut Polizei nicht, dass das Smartphone bereits infiziert ist.

Video: Vorsicht Abzocke! Falsche DHL-SMS führt in teure Abo-Falle

Polizei warnt vor gefährlicher SMS: So werden Nutzer die Schadsoftware wieder los

Doch was, wenn diese Tipps zu spät kommen und Nutzer und Nutzerinnen bereits auf den Link geklickt haben? Um weiteren Schaden zu vermeiden, rät das Landeskriminalamt Niedersachsen dazu, das Smartphone direkt in den Flugmodus zu schalten und den Mobilfunkprovider zu informieren. Außerdem sollten Nutzer eine Drittanbietersperre einrichten, wenn noch nicht geschehen (mehr News rund um Digitales bei RUHR24.de).

So oder so ähnlich kann die gefährliche SMS aussehen, vor der die Polizei aktuell warnt.

Es sollte außerdem alles dokumentiert werden: Mögliche verursachte Kosten und Screenshots von den Nachrichten helfen, wenn Betroffene eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen. Um die Schadsoftware wieder loszuwerden, rät die Polizei dazu, das Smartphone im abgesicherten Modus neu zu starten und die App zu entfernen. Wie das geht, zeigt die Polizei in einem Video. Im schlimmsten Fall muss das Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen – dabei gehen allerdings alle Daten verloren.