Achtung Betrug!

Gefährliche SMS-Masche zieht Opfern das Geld aus der Tasche 

Mit einer SMS-Betrugsmasche versuchen Kriminelle, ahnungslose Verbraucher zu riskanten Investments zu verleiten. So können sich Handynutzer schützen.

NRW – Das Handy vibriert, schnell fällt der Blick auf das Display – eine neue, vermeintlich verheißungsvolle SMS leuchtet auf. Was auf den ersten Blick wie eine echte Wohltat erscheint, erweist sich als skrupellose Betrugsmasche von Kriminellen.

Verbraucherzentrale Beratung und Information zu Verbraucherschutz
Hauptstandort Düsseldorf
KostenE-Mail je nach Thema 20 bis 30 Euro, telefonisch 1,86 €/Minute

SMS-Betrug: Link „sichernow.com“ als Krypto-Investment-Falle

Ein unachtsamer Klick auf den Link der Betrüger und schon schnappt die Krypto-Investment-Falle zu. Bei folgender Nachricht sollten alle Alarmglocken schrillen: „Sehen Sie sich dieses Video sichernow.com an. Sie sollten es auch versuchen!“

Hat der Smartphone-Nutzer erst einmal auf den betrügerischen Link geklickt, so öffnet sich eine Werbe-Website, auf der einem sprichwörtlich das Blaue vom Himmel versprochen wird: Man solle sich schnell bei SecureNow registrieren, schließlich warte das Geld nur darauf, einkassiert zu werden (mehr zu Rückrufen und Warnungen auf RUHR24.de).

Unrealistische Gewinnversprechen sollen bei SMS-Betrug zum Investieren verleiten

„Beginnen Sie mit 250 € und verdienen Sie diese Woche 1370 €!“ Ausgestattet mit Logos der Kronen Zeitung oder der Finanzmarktaufsicht soll die Betrugswebseite mit dem dazugehörigen Video so etwas wie Seriosität vermitteln.

Die Krypto-Investment-Falle schnappt bereits zu, sobald man sich auf der unseriösen Webseite SecureNow (sichernow.com) registriert. Dann wird automatisch ein Konto auf der Trading-Plattform Crypto Prime (trade.cryptoprime.eu oder cryptoprime.eu) erstellt.

Datenmissbrauch und Geldverlust auf Krypto-Trading-Plattform durch SMS-Betrug

Achtung, Überraschung: Die Gewinnversprechen sind natürlich totaler Blödsinn! Denn hier versucht ein betrügerischer Anbieter, der nicht in der Europäischen Union registriert ist, an die Daten von Nutzern zu gelangen – sprich Ausweiskopien sowie Fotos von der eigenen Kreditkarte, die man bei Crypto Prime hochladen kann.

Handynutzern wird dringend empfohlen, dieser Bitte auf keinen Fall nachzukommen. Laut Mimikama, einer Internetplattform zur Aufklärung von Internetbetrug, Falschmeldungen und Internetmissbrauch, drohen bei Investitionen hohe Geldverluste. Außerdem kann es zum Missbrauch der angegeben persönlichen Daten kommen.

Vorsicht vor Krypto-Investment-Fallen!

SMS-Betrug: Mit diesen Tricks schützen Verbraucher ihre Daten

Sich vor derartigen Betrugsmaschen zu schützen ist einfacher, als man vielleicht zunächst glauben mag. An diesen vier Merkmalen erkennt man in der Regel schnell, ob eine Krypto-Investment-Plattform betrügerisch ist.

Erstens sollten bereits bei unrealistisch hohen Gewinnversprechen die Alarmglocken schrillen. In den allerwenigsten Fällen werden diese in kurzer Zeit erzielt, ein solches Versprechen ist mehr als unseriös.

Betrugsmasche per SMS kann leicht aufgedeckt werden

Zweitens ist die Angabe der eigenen Telefonnummer ein Hinweis auf Betrug. Kriminelle Anbieter verlangen dies häufig bereits bei der Registrierung.

Drittens sollte man auf unseriösen Trading-Plattformen und ähnlichen Webseiten stets Ausschau nach einem Impressum halten. Sollte dies fehlen, ist das ein klarer Hinweis für eine betrügerische Angelegenheit!

Werbewahn und fehlendes Impressum weist auf SMS-Betrug hin

Viertens verraten sich betrügerische Plattformen häufig schon durch die Art und Weise, wie sie ihre Opfer anlocken und zum Investieren bewegen wollen. Durch intensive Werbung in den sozialen Netzwerken, auf Online-Zeitungsartikeln, über SMS oder Whatsapp- sowie Telegram-Gruppen wird die Krypto-Investment-Falle aufgestellt.

Sollte man bereits auf Trading-Plattformen investiert haben, empfiehlt sich ein sofortiger Einzahlungsstopp. Auch vor penetranten Beratern sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen.

SMS-Betrug: Verbraucherschutz, Bank und Polizei können Verbraucher helfen

Eine weitere Möglichkeit, den Betrügern das Handwerk zu legen, ist selbstverständlich auch, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Ebenso kann bereits verloren geglaubtes Geld womöglich über die eigene Bank oder das Kreditkarteninstitut zurückgeholt werden.

Um andere Verbraucher zu schützen, können unseriöse Betrugsseiten bei der Finanzmarktaufsicht oder auf Seiten wie Watchlist Internet gemeldet werden. Dort wird auf die Verbraucherzentralen hingewiesen, wo Betrugsopfer Hilfe und eine Beratung für das weitere Vorgehen erhalten.

Rubriklistenbild: © Antonio Guillem/Imago; Paulo Lopes/Imago

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