20 Produkte im Öko-Test

Smoothies im Öko-Test: Testergebnis zeigt fragwürdige Inhaltsstoffe

Öko-Test checkt Smoothies aus dem Supermarkt. Die Ergebnisse sind teils besorgniserregend.

Dortmund – Smoothies sind eine schnelle Lösung für den kleinen Hunger zwischendurch. Sie können sättigen und sollen dem Immunsystem durch ihre Inhaltsstoffe richtig Power geben. Doch nicht bei allen Produkten ist das auch der Fall, wie Öko-Test nun herausgefunden hat.

OrganisationÖko-Test
Gründung1985
GeschäftsführerHans Oppermann

Smoothies von bekannten Marken und Discountern im Test: Vitamin-Gehalt lässt zu wünschen übrig

Smoothies sind schon länger im Trend. Öko-Test hat nun einige Obst- und Gemüse-Produkte aus den Supermärkten genauer betrachtet.

Preislich liegen die 20 untersuchten Produkte zwischen 66 Cent und 2,39 Euro pro Getränk. Dabei wurden unter anderem bekannte Marken wie „True Fruits“ und „Innocent“ auf die Probe gestellt. Doch auch Eigenmarken von Discountern wie Rewe, Aldi und Lidl haben die Tester geprüft.

Die Inhaltsstoffe scheinen auf den ersten Blick zunächst vielversprechend zu sein: von Apfelsaft über Rote Beete bis hin zur Drachenfrucht. So könnte der Anschein entstehen, dass die Smoothies voller Vitamine stecken. Doch der Schein trügt, denn zumindest an Vitamin C herrscht Mangel, warnen die Tester. Bei einem der „gut“ bewerteten Produkt ist der Vitamin-C-Gehalt überhaupt nicht nachweisbar (alle Testberichte bei RUHR24).

Smoothies im Öko-Test: Schlechte Verpackungen und fragwürdige Inhaltsstoffe im Getränk

Von 20 getesteten Drinks konnten nur acht überzeugen. Die drei Verlierer schnitten im Gesamtergebnis mit der Note „mangelhaft“ ab. Ein Grund für die schlechten Benotungen ist unter anderem die Tatsache, dass die Verpackungen die Tester nicht überzeugen konnten.

Denn einige von den getesteten Smoothie-Flaschen lassen sich nicht recyceln und sind somit nicht umweltfreundlich. Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt. Auch die Inhaltsstoffe sind teils besorgniserregend für die Verbraucher. Und das nicht ohne Grund: In elf Produkten fand das Labor das krebsverdächtige Spritzgift Captan.

Zusätzlich wurden in fast allen Getränken Pestizide nachgewiesen. In zwei Artikeln fand man zusätzlich Chlorat. Dieser chemische Stoff wurde früher als Zündmittel für Sprengstoffe genutzt. Eine zu hohe Chlorat-Aufnahme kann laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit unter anderem zu Nierenversagen führen.

Die drei Verlierer des Smoothie-Öko-Tests sind:

Öko-Test bewertet Smoothies: Pure Kalorienbomben und auch der Geschmack lässt zu wünschen übrig

Der Geschmack von den Verlierern ist laut den Testern ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Einer soll erdig schmecken. Das Hit-Getränk enthält außerdem eine Menge Zucker und ist damit nicht pauschal gesund.

Bis zu 14,5 Gramm Zucker auf 100 Milliliter sind in dem Getränk enthalten. Wer einen typischen 250-Milliliter-Smoothie trinkt, hat seinen Tagesbedarf von 25 Gramm laut der Weltgesundheitsorganisation somit bereits überschritten.

Öko-Test hat Smoothies von True Fruits und Innocent getestet.

Smoothies im Öko-Test: Selbst gemacht ist teilweise deutlich gesünder und leckerer

Um dem Körper etwas Gutes zu tun, kann man sich die Smoothies genauso wie Saftkuren ganz einfach selbst zubereiten. Das hat einige Vorteile und ist zudem deutlich gesünder. Denn die Vitamine gehen bei Smoothies aus dem Supermarkt oft verloren, indem sie haltbar gemacht werden.

Das kann bei den Selfmade-Getränken nicht passieren, denn diese werden in der Regel frisch und deutlich schneller verzehrt. Hinzu kommt, dass auch der Zuckergehalt beim Zubereiten selbst bestimmt werden kann.

Rubriklistenbild: © Pixabay, Öko-Test, Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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