Angst bei Feuerwerk

Haustiere an Silvester: Diese Tipps helfen bei nervösen Tieren zum Neujahrsfest

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Gerade Tiere reagieren auf die laute Geräuschkulisse an Silvester oft ängstlich. Viele Vierbeiner lassen sich aber mit einfachen Tipps beruhigen. Fotos: dpa / Collage: RUHR24

Feuerwerk ist für Hund, Katze und andere Tiere purer Stress. Doch es gibt Tipps, wie Tiere Silvester mit Böller und Raketen besser überstehen.

Deutschland - Vielen Tierbesitzern bangt es schon vor dem Jahreswechsel: Tiere reagieren oft besonders sensibel auf die lauten Geräusche vom Feuerwerk an Silvester. Mit einfachen Tipps kann man die Situation für Hund, Katze und anderen tierischen Mitbewohnern entschärfen. 

FeiertagSilvester
Aktuelles DatumDonnerstag, 31. Dezember 2020
Anlassletzter Tag des Jahres im gregorianischen Kalender

Silvester mit Hund, Katze und anderen Tieren: Sichere Atmosphäre schaffen - trotz Feuerwerk

Gerade bei Tierbesitzern, die zum ersten Mal Silvester mit Hund, Katze und anderen Tieren verbringen gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Dazu gehört auch, dass das Haustier den Abend nicht alleine verbringt. Die Tiersrechtsorganisation Peta empfiehlt sogar schon weit vor dem Feuerwerk mit den Vorbereitungen zu beginnen. 

Hunde und Katzen sollten frühzeitig mit ins Haus genommen werden. Denn neben dem Schreckpotential sind Feuerwerkskörper immer eine Verletzungsgefahr. Auch umzäunte Gärten sind an Silvester daher nicht sicher: Erschreckte Tiere finden auf ihrer Flucht fast immer einen Ausweg. 

Hund sollte an Silvester unbedingt an der Leine bleiben - auch vorher zündet jemand Feuerwerk 

Bei Gassi-Runden an Silvester sollte der Hund angeleint bleiben. Meist ist nämlich schon am Nachmittag mit Böller-Geräuschen zu rechnen, das Tier könnte panisch werden und weglaufen. Für den Fall, dass sich der Hund vor Angst doch aus dem Geschirr befreit und davon läuft, sollte er zusätzlich ein Halsband mit einem Adressanhänger und der Telefonnummer tragen.

Zu Hause können geschlossene Rollläden, sanftes Licht sowie leise Musik oder Fernsehgeräusche dabei helfen, die Tiere dem Feuerwerkslärm so wenig wie möglich auszusetzen. 

Silvester: Auch in den eigenen vier Wänden lauern Gefahren für Hund und Katze

Wer diese Tipps berücksichtigt, ist noch nicht unbedingt überm Berg. Auch im sicheren zu Hause kann an Silvester noch einiges böse ausgehen. Gruppen, bei denen Bleigießen zum Silvesterritual dazu gehört, müssen darauf achten, dass Hunde und Katzen nicht an das verwendete Wasser gelangen. Das kann zu schweren Vergiftungen führen. 

Außerdem ist es wichtig, die Haustiere nicht in ihrer Angst zur bestärken: übermäßiges Streicheln oder Zureden hilft laut Tierschutzbund wenig. Tierhalter sollten Gelassenheit ausstrahlen und die Haustiere ablenken, beispielsweise durch gewohnte Spiele. So wird eine entspannte Atmosphäre geschaffen. 

Von der Problematik mit Haustieren an Silvester könnten in diesem Jahr besonders viele Menschen betroffenen sein. Im Zuge der Corona-Krise boomte nämlich das Geschäft mit Welpen.

Feuerwerk mit Hund und Katze: Rückzugsorte für Haustiere an Silvester schaffen

An Silvester sollte für Haustiere auch immer ein ruhiger Platz bereitstehen, wie der Tierschutzbund erläutert. Für Hunde und Katzen können das die alltäglichen Schlafplätze oder Spielorte sein. Vogel- und Kleintierkäfige sollten weit von Fenstern entfernt und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden. 

Wenn Haustiere zum Jahreswechsel unter besonders starken Panikattacken leiden kann es in Absprache mit einem Tierarzt ratsam sein, beruhigende Medikamente zu verabreichen. Halter von stark ängstlichen Tieren könnten sich dem Silvesterlärm außerdem entziehen, indem sie den 31. Dezember in einer ruhigeren Gegend verbringen. 

Video: Ruhiges Silvester für den Hund: Tipps & Tricks bei Feuerwerk!

Sowohl Peta als auch der Tierschutzbund weisen darauf hin, dass Böllern nicht nur an Silvester an Waldrändern, Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung von jedem unterlassen werden sollte: Scheue Wildtiere reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.

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