Aus dem Ausland

Böller für Silvester kaufen – bei illegalem Feuerwerk könnte Gefängnis drohen

Um Silvester zu feiern, greifen manche zu den verbotenen „Polen“- oder „Chinaböllern“. Wer sie zündet, muss mit hohen Strafen rechnen.

Dortmund – Alle Jahre wieder wird der Jahreswechsel mit Raketen und Böllern gefeiert. Das Feuerwerk aus den Supermärkten ist bei richtiger Verwendung ungefährlich. Trotzdem besorgen sich viele ihre Raketen und Böller im Ausland. Warum dies sehr gefährlich werden kann und wie hoch die Strafen für diejenigen sind, die erwischt werden.

Böller aus dem Ausland sind in Deutschland verboten

Weshalb die ausländischen Böller verboten sind, hat meist mit der sogenannten Schall- und Sprengwirkung zu tun. Die Zusammensetzung der umgangssprachlichen „Polenböller“ oder „Tschechenkracher“ ist häufig unbekannt (mehr Service-News bei RUHR24).

Das führt dazu, dass die Sprengwirkung nicht berechenbar ist und sie deshalb häufig unterschätzt wird. Das Sprengstoffgesetz verbietet die Einfuhr nach Deutschland, wie echo24.de berichtet.

Welche Strafen drohen beim Knallen der ausländischen Böller?

Vermeintliche harmlose Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, wie ein ordnungswidriges Abfeuern eines Kleinfeuerwerks, können bereits mit Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Wer nicht zertifizierte Böller vertreibt oder herstellt, kann dafür sogar bis zu drei Jahre ins Gefängnis wandern. Die Höchststrafe von fünf Jahren Haft im Zusammenhang mit dem Böllern kann dann verhängt werden, wenn fremdes Eigentum beschädigt, oder sogar andere Mitmenschen verletzt werden.

Böller aus dem Ausland sind häufig verboten. Das hat Gründe (Symbolfoto).

Was ihr beim Umgang mit Silvester-Feuerwerk und Böllern beachten solltet

Damit es gar nicht erst dazu kommt, dass ihr beim Böllern eine Ordnungswidrigkeit begeht, gibt es einige Sicherheitshinweise, die unbedingt beachtet werden sollten:

  • Nur Feuerwerk und Böller kaufen, die zwischen dem 28. und 31. Dezember für den Silvestergebrauch in deutschen Märkten erhältlich sind.
  • Unbedingt prüfen, ob die CE-Zertifizierung mit vierstelliger Registriernummer auf dem Produkt abgedruckt ist.
  • Darauf achten, ob der Hersteller die Nettoexplosivmenge (NEM) auf die Verpackung des Feuerwerks und des Böllers angegeben hat.
  • Prüfen, ob das Produkt mit der Feuerwerkskategorie F1 oder F2 versehen ist. .

In jedem Fall gilt: Wer sich unsicher ist, sollte lieber die Finger von den Silvesterraketen und Böllern lassen, denn die Strafen für eine nicht fachgerechte Verwendung sind hoch.

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