Vorsicht

Restalkohol nach Silvester – Autofahrer müssen Promillegrenze kennen

Polizei, ADAC und der TÜV warnen vor einer an Silvester und Neujahr reellen Gefahr. Restalkohol. Wann sollten Autofahrer ihr Fahrzeug stehen lassen?

Dortmund – An Silvester trinken die Menschen? Alle? Nein, nicht alle. Einige Besucher von Partys müssen fahren. Aber eine Flasche Bier oder ein Glas Wein geht doch, oder? Aber was passiert danach? Kommt da noch ein Getränk? Restalkohol ist an Neujahr und sowieso im ganzen Jahr eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Autofahrer sollten im Zweifelsfall den Pkw lieber stehen lassen.

Restalkohol nach Silvester: Autofahren kann auch an Neujahr Konsequenzen nach sich ziehen.

Sowohl ADAC, Polizei und TÜV erkennen es an. Alkohol gehört für viele Menschen zu den Feiertagen dazu. Häufig ist ein lockerer Umgang mit Bier, Wein und Co. zu erkennen. Das fiese Problem dabei: Obwohl sich Autofahrer fit fühlen, nehmen sich die überlebenswichtigen Reflexe eine Pause. Eine andere Herausforderung kommt um 2, 3 oder 4 Uhr am Neujahrsmorgen hinzu – die Müdigkeit (mehr News über Auto und Verkehr bei RUHR24).

Aber ab wann sollte man sich als Alkohol trinkender Autofahrer Gedanken machen? Das Gesetz sagt, dass Autofahrer ab 0,5 Promille im Blut kein Fahrzeug mehr fahren dürfen. Aber laut ADAC könne es auch unter 0,5 Promille zu Problemen kommen. Wer mit 0,3 - 0,5 Promille Restalkohol einen Unfall baut, der muss mit Geld- oder Freiheitsstrafe, Punkten oder gar einen Führerscheinentzug rechnen.

Bier ist lecker – aber zu viel kann für Autofahrer zum Problem werden.

Lässt sich der Promillewert irgendwie berechnen? Nein, es gibt lediglich eine grobe Orientierung, die aber für Silvester und Neujahr keine Alltagstauglichkeit hat. Es kommt zum einen auf Konstitution, Geschlecht, Größe und Gewicht an. Aber zum anderen auch auf Magenfüllung und Trinkgeschwindigkeit.

Im weiteren Verlauf kommt es auf den Alkohol und die jeweilige Menge an. Geht man davon aus, dass ein 80 Kilogramm schwerer Mann vier Bier trinkt, dann hat er in der Theorie einen Promillewert von 1,4 (Widmark-Formel). Natürlich würden nur die wenigsten mit 1,4 Promille noch Auto fahren. Aber da lauert ja noch die Gefahr von Restalkohol nach Silvester an Neujahr.

Autofahren an Silvester: An Neujahr kein Alkohol mehr im Blut – es gibt keine eindeutige Berechnung

Wenn jemand um 1 Uhr einen Promillewert von 1,4 hat, dauert es 14 Stunden bis der Körper den Alkohol im Blut abgebaut hat. Die Grenze der Fahrtüchtigkeit (0,5 Promille) erreicht man gegen 10 Uhr. Den Wert von 0,3 Promille erreicht man gegen 12 Uhr.

Sowohl ADAC, Polizei NRW als auch der TÜV weisen aber darauf hin, dass die Promille-Berechnungen stets nur einen Orientierungswert bilden. Es kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Auch der Auto Club Europa (ACE) weist darauf hin, dass die Faustformel, dass 0,1 Promille pro Stunde abgebaut werden, keine sichere Grundlage sei.

Je weniger Alkohol man trinkt, desto besser. Und wenn es zu viel ist und auch der Restalkohol am anderen Morgen noch zu sehr drückt, dann ist es ratsam auf das Auto zu verzichten.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Wolfgang Maria Weber, IMAGO / Christian Ohde

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